Mittwoch, 22. August 2018

Israa al-Ghomgham und die Todesstrafe

https://www.n-tv.de/politik/Saudi-Arabien-will-Aktivistin-hinrichten-article20586260.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-israa-al-ghamgham-droht-die-enthauptung-a-1224434.html

Sind sie nicht nett, unsere Freunde aus Saudi Arabien? Da könnte einem fast warm ums Herz werden, so menschenfreundlich sind die Herren mit dem neckischen Bademantel, oder? Nach Kino und Frauenführerschein, jetzt auch noch eine kleine Enthauptung zwischen Morgenlatte und Mittagsschläfchen. Ja, es geht voran, im Land der Wahabiten, da können wir, die Verbündeten, schon mächtig stolz drauf sein. Ich ziehe meinen Hut...wäre ich in Riad, wärs wohl gleich der ganze Kopf...

Guten Tag...mir ist er schon vergangen...







Kommentare:

  1. Bei allen "Reförmchen": Ein Gottesstaat bleibt was er ist. Ein Staat der auf Märchen aufgebaut ist kann weder rechtsstaatlich noch demokratisch sein. Das Frauen jetzt mit dem Auto fahren dürfen ist ein Durchbruch??? Ich bitte euch! Dass es jetzt Kinos gibt? Sorry, lächerlich. Saudi Arabien ist für mich kein verbündeter. Saudi Arabien ist eine Karikatur welche vorgibt "Menschenrechte" zu haben. Ich würde mir eher wünschen die Oppositionellen in der Türkei, rund um die CHP und Muharrem Ince, zu stärken. Aber das sieht die Nahles wohl leider anders. Sie will die Türkei, wie auch immer, unterstützen in der Währungs- und Wirtschaftskrise. Und damit nicht ihre sozialdemokratischen Kollegen von der CHP. Nannte man sowas nicht mal "Dolchstoßlegende"?
    Ich werde mir am Wochenende eine Flasche "Yeni Raki", produziert in der Türkei von liberalen Türken/Muslimen gönnen, und an die Zustände dort denken...

    AntwortenLöschen
  2. Abu Dunjaschaden29. August 2018 um 12:05

    Na immerhin kann jetzt Israa al- Gomgham mit dem Auto zu ihrer Hinrichtung fahren und vielleicht kann man sich einen Film über sie im Kino ansehen. (Satire aus.)
    Saudi Arabien ist und bleibt ein ungerechter "Scheingottesstaat". Für die Ikhwan sowieso.
    Diesbezüglich fand ich die vor kurzem auf ARD gezeigte Sendung "Mekka 1979 - Urknall des Terrorismus" ganz interessant. Von den Ereignissen hatte ich vorher noch nichts gehört und man kann nun einiges doch besser zuordnen. Aber auch wenn die Gruppe um Dschuhaiman al utaibi den verwestlichten Lebensstil des Könighauses ablehnte, so kämpfte sie genauso für einen Gottesstaat, in dem die Frauen nichts zu sagen und sich unterzuordnen haben. Da kann man nur juhu rufen, wenn man eine Frau ist. (Wie hätte übrigens der Islam ausgesehen, wenn Aischa ihn verkündet hätte?)
    Da muss noch einiges sich ändern und vor allem auch die Kriege müssen aufhören. Von Jemen hört man nichts.
    Aber mich interessiert in erster Linie mein Land und wenn ich die Vorgänge in Chemnitz sehe, dann wird mir etwas mulmig. Quo vadis, Germania?

    AntwortenLöschen
  3. Nun, das ist doch wirklich nicht ganz neu, schon der Spiegel hat seinerzeit einen interessanten Vergleich aufgestellt zwischen dem Rechtssystem des Königreich Saudi-Arabien und dem Islamischen Staat:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-saudi-arabien-verhaengt-aehnliche-strafen-a-1014231.html

    AntwortenLöschen