Mittwoch, 7. März 2012

Das Anti-Islamistenprogramm des Uwe Schünemann

http://www.abendblatt.de/region/article2208010/Programm-fuer-den-Ausstieg-junger-Islamisten.html

Ich weiß nicht, ob dies was bringt, dies wird wohl die Zeit weisen, jedoch wird im Internet dieses Projekt gerade mächtig schlecht geredet, was ich allerdings nicht verstehen kann. So wird zwar immer gefordert, dass etwas geschehen muss, passiert dann mal wirklich was, dann wirds belächelt, runtergeputzt und madig gemacht - ist man eventuell gar nicht an einer Lösung des Islamistenproblems interessiert? Gehts eventuell gar nur darum, Stimmung zu machen und möglichst negative Berichte an den Leser zu bringen, fördert ja nur Radau die Besucherzahlen, welche sich bei manchen wohl positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken.

Ich werde aber in das negative Geheul nicht einstimmen, finde ich es ja gut, wenn sich endlich etwas bewegt, zeigt dies ja meiner Meinung, dass man sich endlich der Sache annimmt und gewillt ist, an Lösungen zu arbeiten. Nun wird das niedersächsische Vorgehen manchen zuwenig weit gehen, einige werden auch die Wirkung bezweifeln und ein paar werden es auch milde belächeln - ich gebe dem Ganzen jedoch eine Chance, welche wohl jeder verdient hat. Vielleicht bringts was, vielleicht auch nicht, es ist aber allemal besser, als das Verdängen und Nichtstun, dem man bis jetzt gefrönt hat. Nur wer die Hände in den Schoß legt, der kann auch nichts falsch machen. Richtig aber auch nicht. Lasst sie also mal machen - ätzen kann man immer noch.

Wie aber sehen die muslimischen Verbände Uwe Schünemanns Anti-Radikalisierungsprogramm? Springt und jauchzt man vor Freude?

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/niedersachsen_1800/ndsmag9679.html

Also nicht, wobei ich anmerken muss, dass ich das Mistrauen gegenüber dem Verfassungsschutz schon ein bisschen nachvollziehen kann, schließlich war die Mordserie an ausländischen Mitbürgern ja nicht unbedingt vertrauensfördernd, der Vorwurf der Rechtsblindheit ist nicht ganz unberechtigt - zumindest in der nicht allzu fernen Vergangenheit. Nur bringts den Opfern wohl nichts, wenn man sich jetzt nicht die Hand gibt, bleibt so ja alles beim Alten und gerade dies haben die Ermordeten wohl auf keinen Fall verdient, soll ja aus etwas Schlechtem nicht noch mehr Schlechtes entstehen. Wobei ja meiner Meinung ein NPD-Verbot so einiges bewirken könnte, könnte man ja dann mehr fordern und guten Gewissens "wir haben gemacht, jetzt seid ihr dran" in den Raum werfen, was wohl den Willen zur Zusammenarbeit fördern würde.

Und schwupps wären auch gleich zwei lästige Fliegen mit der gleichen Klappe geschlagen, gleich zwei unnötige Vereine würden an Zustrom verlieren. Allen wäre geholfen, überall würde es wieder ein bisschen ruhiger werden. Und Ruhe ist ja was Schönes. Finden Sie nicht?

Guten Tag

Kommentare:

  1. Zumindest wird mal was gemacht. Wahrscheinlich werde ich jetzt verschriehen, aber wie wäre es denn mit einer IDU, d.h. mit einer Islamischen Partei Deutschlands?
    Natürlich meine ich nicht (!) Islamistische Partei Deutschlands. Die Ausländer hier beschweren sich doch immer, dass sie außerhalb der Gesellschaft stehen, wenn man sie in die Politik holt und ihnen Demokratie beibringt, dann könnte man die Argumente der Hassprediger entkräften. Was haltet Ihr von meinem Vorschlag?

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  2. Hier noch ein Link:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerland-Gruppe#Ermittlungen

    Wirklich Vertrauensfördernd ist dies wirklich nicht.

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