Mittwoch, 14. März 2012

Von Dietzenbach und den Laborratten




Nein, das ist nicht Bagdad. Nein, das ist nicht Kabul. Das ist Dietzenbach, ein beschauliches Städtchen mitten in Deutschland, wo die Menschen anscheinend irgendetwas angestellt haben, schließlich werden sie ja gerade von einer Plage heimgesucht, die in immer wiederkehrenden Abständen eine Trommelfellzerstörende Schneise der Verdummung zieht. Ein einfaches Buch ists, das die Fundis anzieht, wie die Motten das Licht, empört man sich ja gar fürchterlich ob dessen Inhalts, wird ja Mohammed darin in einem nicht wirklich freundlichen Licht gesehen. Gefallen tut dies den empörten Geschwistern aber nun gar nicht, deswegen behängen sie auch kleine Kinder mit Propheten-Fan-Schildchen und degradieren sie so zur Glaubens-Litfaßsäule, was bei uns zwar Verwunderung, bei den Salafisten jedoch Schreie der Freude nach sich zieht.

Nun seis wie sei, ists ja das gute Recht der Herrschaften, wenn sie demonstrierend durch die Gassen ziehen, doch möchte ich ihnen hiermit etwas mit auf dem Weg geben, was sie anscheinend noch nicht so wirklich begriffen haben. Wir sind hier nicht in Afghanistan, sondern in Europa, deswegen darf man bei uns einen Mohammed auch nicht mögen und es spielt dabei auch keine Rolle, ob dabei religiöse Gefühle verletzt werden - diese interessieren nämlich kaum jemanden. Jeder darf natürlich seinen eigenen Idolen nachhängen, jedoch kann und darf dies der Nachbar belächeln, selbst Witze darf er darüber reißen und ab und an zeichnet manch einer sogar ein Bildchen - auch außerhalb Dänemarks. Könnt ihr damit nicht leben, dann solltet ihr Euch einen großräumigen Ortswechsel überlegen, schließlich passt sich auch in einer Demokratie keiner an eine Minderheit an, auch wenn man sich noch so sehr am Boden wälzt.

Nun mag sich der eine oder andere ja ob meiner harschen Ausdrucksweise wundern, ist ja vor allem der erste Teil meines Beitrags mehr als abwertend, jedoch sei angemerkt, dass dies auf den Aussagen zu Sabris Videos beruht, welche die Muslime betreffen, die sich der Radautruppe entgegenstellten. Hier ein paar Auszüge:


"DAS IST DIE LABORRATTE & FRIENDS :)"
"MashaAllah wa tabarakAllah, welch ein Bild.
Die sogenannte Laborrate & friend sehen dem Mann mit dem Schleier auf dem Herzen, ( wenn er denn eins hat ) auch genannt "Khan" , sehr ähnlich.
Na, etwa twins ?
Khan müsste man die synapsen aus de stirn ziehn. Diese Giftratte"
 "Ich habe mir das Video gerade zum 10. mal angeguckt! Ich danke Allah das ich dort sein durfte! Das war einer der schönsten Tage meines Lebens! Danke an alle die gekommen sind! Und ein besonderer dank geht an die Frauen die LÖWINNEN im ISLAM!!!!!! Und an alle JUGENDLICHE: Benehmt euch und seid gute VORBILDER für eure Geschwister! UND AN DIE LABORRATTE UND SEINE AFFENGEFOLGSCHAFT die die KUNDGEBUNG gestört haben: MÖGE EUCH ALLAH RECHTLEITEN ODER VERBRENNEN!!!- IHR SEID EINE SCHANDE FÜR DEN ISLAM!!"
(Quelle: Youtube)

Wer anderen Menschen keinen Respekt zollt, der kann sich auch selber keinen erwarten, egal wie sehr er auch den Koran umklammert hält,  sagt ja schon ein altes Sprichwort " Was Du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu". An dieses Gebot halten sich kultivierte Menschen zumeist, wobei Salafisten ja anscheinend nicht zu dieser Gruppe gehören, darf man ja bei denen alles und die anderen nichts. Mitspielen tu ich da nicht, schallts ja bei mir genauso raus, wies reinschallt, selbst ein Prophet kann daran nichts ändern, ist der mir ja egal. Es ist nämlich nicht meiner - gestern nicht, heute nicht und morgen schon gar nicht. Nehmts hin, oder nehmts hin - dazwischen gibt es nichts.


Guten Tag



Kommentare:

  1. Guter Text. Fundamentalisten sind die unzufriedensten Leute der Welt.
    Ich bin mir fast zu 100% sicher, dass wenn dieser Staat komplett in islamischer Hand wäre und dass falls hier die Scharia herrschen würde, dass einige dieser Flohbärte immer noch unzufrieden wären. Es ist wie bei Neonazis, diesen Leuten ist auch nichts deutsch genug.
    Nehmt nur z.B. Martin Luther. Der lebte in einem Kloster und sein Mentor dort konnte es manchmal nicht fassen wie unzufrieden der kleine Martin mit sich und seiner Umwelt war. Martin verbrachte manchmal 5 Stunden damit eine Messe vorzubereiten, war trotzdem nie zufrieden, geißelte sich immer selbst. Sein Mentor sagte mal sowas wie "Gott ist Dir nicht böse, aber Du scheinst böse auf Gott zu sein".

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  2. Der feine Herr Sabri hat das verlinkte Video gelöscht. Hatte man Angst, bloßgestellt zu werden?

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