Samstag, 2. Juli 2011

Eine heikle Frage

Gestern erreichte mich anonym dieser Kommentar:

"stimmt es, dass Mohammed Sex mit einem Kind hatte"

Diese Frage wird ja immer wieder gerne gestellt und weil ich hier nur ungern Kommentare lösche, möchte ich einmal darauf antworten:

Als Antwort gibt es meiner Meinung ein paar Möglichkeiten, die ich abseits jeder Glaubensdiskussion, allein geschichtlich betrachtet, ausführen möchte:

1. In früheren Zeiten, war es üblich andere Frauen bei sich aufzunehmen, vor allem wenn Männermangel herrschte, was allerdings nicht hieß, das es immer zu intimen Kontakten kam. So blieb der Überlieferung nach diese Ehe ja kinderlos, eine sexuelle Beziehung ist also nicht erwiesen.

2. Ja er hat, doch ist dies nur für heutige Maßstäbe ungewöhnlich, zu jener Zeit entsprach es den damaligen Sitten. Verachtenswert? Nun, so hielten sich die Griechen und Römer auch gerne Lustknaben und auch die mittelalterlichen Christen standen dem um nichts nach:


Die war drei Jahre, als sie verheiratet wurde, nach heutigen Normen wohl noch verachtenswerter.

3. Die Geschichtsschreiber haben sich mit dem Alter verrechnet, das geschah ja in jeder Kultur gerne und kommt auch unter anderem in der Bibel des öfteren vor, oder wie erklären Sie sich Adams Alter von über 900 Jahren?

An sich ist es aber egal, so hat diese Frage mit den heutigen Muslimen in Europa wohl nichts zu tun, oder kennen Sie Jemanden, der eine 9jährige Frau hat? Im Gegenteil, empfinden doch die meisten Männer denselben Ekel vor Kinderschändern, wie jeder andere zivilisierte Geschlechtsgenosse. Ausnahmen gibt es natürlich, doch sind die ja auch in unserer Kultur beheimatet und nennt man kurz Verbrecher.

In Gegenden, wo man noch sehr rückständig lebt, kommen Kinderhochzeiten auch heute noch vor, doch hat auch dies weniger mit dem Islam, sondern mehr mit patriachalischen Strukturen und altertümlichen Traditionen zu tun. Die Religion dient zwar als Rechtfertigung, doch geht es in Wahrheit wohl eher darum, dass ein alter Lustgreis noch ein junges Mädchen abbekommt, welches er sich in der Regel auch noch wie ein Stück Vieh kauft. Auch hofft die Familie so, dass die Mädchen möglichst unbefleckt in die Ehe gehen, ist ja die Ehre der Familie in Gefahr und die bedeutet ja bekanntlich Leuten, die keine Ahnung von dieser haben, am allermeisten. Ein Land, wo solche Geschichten noch an der Tagesordnung stehen, ist zum Beispiel der Jemen, eines der rückständigsten und ärmsten Länder der Welt.

Allerdings sind wir in Europa und damit lassen sich wohl die hier lebenden Muslime kaum mit dieser bildungsfernen Gesellschaft vergleichen. Fragen sie doch mal Einen, ob er Ihnen sein Tochter verkaufen würde und berichten sie mir dann – wenn der Kieferbruch verheilt ist und sie wieder halbwegs sprechen können – was er geantwortet hat.

Ich weiß, das die obige Frage gerne gestellt wird, doch begeht man damit meiner Meinung einen Fehler, so begibt man sich damit ja auf die Stufe dieser Fortschrittsverweigerer, behandelt man den Islam ja genauso wie diese Herren auf der Entwicklungsstufe der Steinzeit. Was zu Mohammeds Zeiten üblich war, ist aber heute irrelevant, für die meisten Muslime genauso wie für uns, geht es ja ums Hier und Jetzt. Die Frage sollte also eher lauten: Sind Kinderehen heute verwerflich und abstoßend? 

Darauf fällt die Antwort leicht: Ja, genauso wie Steinigung und Handabhacken. Wie? Die Salafisten haben sich aber gegen die Kinderhochzeit ausgesprochen? Wohl nur vordergründig, so heißen sie ja alles gut, was aus Mohammeds Leben überliefert ist und sehen dies, abseits jeder geschichtlicher Betrachtung und daraus resultierenden Diskussion, als die einzige Art zu Leben an, kann es also auch mit diesem Bekenntnis nicht weit her sein. Ich unterstelle nichts, ich folge nur der Vogellogik, ist doch nach seiner Auslegung des Korans jede Neuerung verboten - warum also gerade diese? Wohl nur um dem deutschen Staat keine Handhabe für ein Verbot zu geben, kennt dieser ja bei diesem Thema keinen Spaß.

Und darum möchte ich zum Abschluss noch eine Frage an alle Menschen stellen, die sich gerade überlegen dieser Sekte beizutreten oder dies schon getan haben: Wollen sie wirklich einem Prediger nachlaufen, dessen Glaubensauslegung solche Schlüsse zulässt? Nein? Sie interessieren sich aber für den Islam? Dann gehen sie doch zu einem echten Imam und sprechen mit dem, der wird diese Glaubensrichtung wohl besser vermitteln können, als ein Ex-Boxer, der meint in die Steinzeit umziehen zu müssen. Wenn Ihr Auto ein Problem hat gehen sie ja auch nicht zum Bäcker, wenn sie den Schaden beheben lassen möchten, sondern zum Fachmann, warum  vertrauen Sie dann so etwas wichtiges wie ihren Glauben - und damit ihr Leben - einem angelernten Gehilfen an? Denken Sie mal darüber nach.


Schönen Tag noch

Kommentare:

  1. Ich möchte noch Eines hinzufügen: Ich weiß, dass dieses Thema die Emotionen hoch kochen lässt,darum bitte ich Sie bei etwaigen Kommentaren nicht auf die Netiquette zu vergessen, damit ich sie auch freischalten kann.

    Diskussion ist erwünscht, Beleidigungen und rassistische Postings sind es nicht.

    Danke

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  2. Hallo Georg,
    dieses Thema ist ziemlich ekelhaft. Ich habe im sozialen Bereich gearbeitet und mehr als einmal kam ich in Familien, in denen die 12-Jährige Tochter "nach Hause" geschickt wurde und ein halbes Jahr später kam sie Schwanger und dem Vater des Kindes wieder in Deutschalnd an. Nach islamischen Recht waren sie sogar verheiratet.

    Leider haben wir hier in den letzten Jahren immer mehr dieser Fälle erlebt. Es ist schlimmer und nicht besser geworfen :(

    Mehr will ich dazu aber nicht sagen.

    Grüße
    Clari

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  3. Ist es wirklich so, oder entsteht dieser Eindruck nur durch die eigene Wahrnehmung, das ist die Frage. So könnte es einem ja zB so vorkommen, das Gewaltverbrechen gegen Kinder in den letzten Jahren in Deutschland zugenommen haben, was aber nicht stimmt - es wird nur einfach breiter darüber berichtet und somit auch mehr darüber gesprochen.

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  4. Nein, es ist schlimmer geworden. Das kann man zumindest in den bildungsschwachen und bildungsfernen Familien feststellen. Da sind Frauen, die haben nie ein Kopftuch getragen und fangen plötzlich an. Die Kinder werden in Moscheen und Hinterhofkoranschulen regelrecht gegen ihre "ungläubigen" Mitschüler aufgestachelt, so dass Mädchen aus Familien, die nie was mit Religion am Hut hatten, plötzlich das Kopftuch "freiwillig" tragen wollen. Die Dawa funktioniert am besten in diesem bildungsfernen Millieus und wenn Papa erst mal Blut geleckt hat und er so richtig den Macho raushängen lassen darf (was er 20 Jahre und mehr nicht gemacht hat) dann ist die Familie verloren.
    Eine meiner Kundinnen, eine Frau Anfang 20, hier in Deutschland seit ihrem 3. Lebensjahr. Spricht fließend Deutsch. Sie wurde mit 17 in der Türkei verheiratet, trägt jetzt Hijab und verhüllt ihre 6-Jährige Tochter. Sie beschimpft Frauen, die nicht verschleiert sind und gibt z.B. unumwunden zu, dass die 6-jährige in der Türkei schon einen Ehemann hat.

    Das ist nur ein beispiel von vielen und auch der Grund, warum ich aus den sozialen Diensten ausgestiegen bin. Ich konnte die zunehmende Islamisierung nicht mehr ertragen.

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  5. Harald Klinksiek2. Juli 2011 um 11:53

    Ich kenne genügend Muslime, wo genau diese Verhältnisse nicht an zu treffen sind, auch nicht
    bei den Frauen mit Kopftuch, viele von denen sind sogar gut gebildet. Leider, kenne ich auch die Problemfälle, die natürlich, unter keinen Umständen bagatellisiert werden dürfen. Bei den Problemfällen, die Tatsächlich vorhanden sind, muss der Staat klare Kante zeigen, was leider zu wenig passiert, wie man in Aylin Korkmaz Buch Ich schrie um mein Leben, nach gelesen werden kann, gibt es auch das Problem, von Milden Gerichtsurteilen, es muss auch aufhören, dass da ein Kulturbonus bei Ehrenmorden zu milderen Urteilen führt, Richter die mit Verweis auf "kulturelle Gegebenheiten" Ehrenmörder milder beurteilen, müssen zur Verantwortung gezogen werden, das Gleiche gilt auch für Zwangsheiraten, oder auch für Fälle wo Kinder tatsächlich zum Kopftuch gezwungen werden. Es gibt aber auch Fälle, wo die Frauen es tatsächlich freiwillig tragen, ohne offenen oder subtilen Zwang. Was mir übrigens, auch von Leuten die den Islam verlassen haben bestätigt wurde.

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