Freitag, 10. Februar 2012

Die diskriminierende Büttenrede


http://www.welt.de/politik/deutschland/article13860474/Rassismus-zur-besten-Sendezeit-bei-der-ARD.html

Diskriminierend? Türkenfeindlich? Naja, nicht gelungen würde ich wohl eher sagen, ists ja nur eine Aneinanderreihung platter Gags, welche nicht wirklich neu sind, man sollte dem Ganzen also eher den Stempel "einfallslos" aufdrücken, hat ja so mancher Witz einen längeren Bart als Sven Lau.

Die Entrüstung kann ich jedoch nicht teilen, so wird ja bei solch Reden jeder durch den Kakao gezogen, Spaß macht dies den bewitzelten Personen nur selten, jedoch muss man da durch, egal ob man nun will, oder auch nicht, selbst Politiker üben sich in gequälten Lächeln zum satirischen Spiel. Nun kann man auf soetwas natürlich auch anders reagieren, kann man sich ja künstlich empören, jedoch ist dies eher kontraproduktiv, wird die Rede ja dann den Karneval überdauern und einen durchs ganze Jahr verfolgen, machts ja noch viel mehr Spaß, wenn sich jemand ärgert. Darum wäre es klüger zumindest ein Lächeln vorzutäuschen, legt sich dann ja der Staub des Vergessens über diese Sache, außerdem wird man dann als Mensch mit Rückgrat und Humor wahrgenommen. Und nicht als Memme, die zum Lachen in den Keller geht.

Helau und Guten Abend

Kommentare:

  1. Hellau auch aus dem Bergischen, um nicht zu sagen aus der von Salafisten bevorzugten Hochburg Solingen "Lott jonn!".

    "Et is halt Karneval!" Würd man hier sagen, Rassismus sehe ich da keinen. Aber schön, dass es wieder Menschen gibt, die es wissen dies für sich zu nutzen. Diese ganze Brigade von Querulanten und Schwarz-sehern ist so stark darauf erpicht, etwas negatives zu sehen, dass sie es in jedem noch so harmlosen Müll finden würden. Diskutieren bringt nur Kopfweh.
    Wenn ich auch noch so viele Stunden mit einem Stein diskutiere, am Ende ist und bleibt es nur ein Stein und auf eine Antwort warte ich vergebens...
    Das Einzige was hilft ist da immer noch Aufklärung, ruhig bleiben und sich von keinem auf seine Seite ziehen lassen.
    Ich für meinen Teil versuche möglichst wenig auf youtube und Co. mir das Seelenheil wegzutippen und mir die Beleidigungen anders Gläubiger anzuhören. Am Ende bin ich doch der Kaffa oder wie das auch immer heißen mag... Wenn jedoch mal wieder das Thema "Hey, da ist morgen ne Demo gegen ein Verbot von..." kommt, dann weise ich freundlich daraufhin, dass nicht immer jeder so extrem ist, wie es die Masse einem weismachen will und wieder nicht jeder Andere so harmlos ist, wie es zunächst scheint.

    In diesem Sinne:
    Es lebe die Meinungs- und Informationsfreiheit, tot allen Karikaturisten und noch ein schönes Wochenende!

    PS: Achja und der Völkermord an den Armeniern ist rein erfunden und Deutschland ist der Kern alles Bösen...

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  2. Die Büttenrede war grottenschlecht. So viel Koks gibts nciht, dass man das komisch finden kann. Trotzdem geht es diesen Vogel einen Scheißdreck an.

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  3. Ob eine Büttenrede gut oder schlecht ist, liegt wohl immer im Auge des Betrachters. Ich persönlich finde die 5.-Jahreszeit-Kabarettisten immer ein wenig peinlich.

    Allerdings ist es eine Tradition, dass die Narren der Gesellschaft ungeschönt den Spiegel vorhalten. Und je doofer man sich benimmt, desto mehr wird man auf die Schippe genommen.

    Nun wissen wir ja, dass im Moment im großen Stil unsere Traditionen abgeschafft und zugunsten eines ewig empörten Personenkreises aus der islamischen Ecke geopfert werden soll. Ich hoffe nur, der Hessische Rundfunk zeigt Größe und entschuldigt sich nicht.

    Was natürlich die ewig Empörten nicht bedacht haben, ist die Tatsache, dass sich niemand etwas dabei gedacht hat und die Büttenrede bei 90 % derer die sie gesehen haben, spätestens mit dem Katerfrühstück am nächsten Morgen vergessen gewesen wäre. Diese neuerliche Empörung über einen Teil unserer Kultur wird die Büttenrede aber allen lange im Gedächtnis bleiben und wir haben noch herzhaft zu lachen - nicht über Aische und Döner TV, sondern über die Empörten, die denken, sie könnten die freie Welt so versklaven, wie sie es mit den Anhängern ihrer Religion tun.

    Ach ja - ich bin kein Freund von Büttenreden, aber jetzt hätte ich tatsächlich Lust in die Bütt zu steigen ... ich wäre dann mal gespannt, was das türkische Käsblatt Hürriyet dann schreiben würde ... ich bin nicht so gnädig, wie diese Büttenrednerin.

    Clarimonde (666)

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