Freitag, 11. April 2014

Dawa in der JVA Wiesbaden

Dass Salafisten mittlerweile schon Bonbonverteilend vor Schulen herumlungern, ist mittlerweile ja schon bekannt, jedoch strecken sich die gierigen Sektengriffel auch immer mehr gegen Knast, so weiß man ja, dass vor allem Kriminelle von der voglianischen Herrmenschen-Ideologie magisch angezogen werden, brauchen sie ja so ihre Taten nicht reflektieren und eine 30-Sekunden-Kirmes-Boxer-Shahada macht einen sofort frei von jeder Schuld. Unterstützt wird dieses Ansinnen zumeist von einer Behörden-Blauäugigkeit, die wohl auch gerade in Wiesbaden um sich greift, brüstet sich im folgenden Video ja Ex-Knacki Bilal, dass er die Nagiebande in seiner zweiten Heimat kräftig vorangebracht hat:

https://www.youtube.com/watch?v=l6goGdKJKCU

(falls gelöscht, bitte eine Nachricht an mich)

Vorher ein kleiner Gangster mit Hoffnung, nachher ein Extremist mit Hirnschaden - wenn das keine gelungene Resozialisierung ist, dann weiß ich es auch nicht. Danke dafür.

Ich geh jetzt in den freien Samstag und gurgel vorher noch kräftig mit dem Inhalt einer Glenmorangie-Flasche, ertrage ich ja schön langsam die Zustände ohne Whiskyunterstützung nicht mehr. Möge die Leber mit mir sein. Und mit manch anderen bitte endlich Hirn.

Guten Abend, einen schönen Samstag und Prost


Kommentare:

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    1. Das muss man aushalten!

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    2. Zeitungsente. Mehr nicht.

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    3. Erstens ist es keine Ente und zweitens machen sich selbst Muslime damit lächerlich mit diesem Wunsch. In KEINEM arabischen Land muss man die Schuhe in der Öffentlichkeit ausziehen. Nur in der Moschee macht man das!!!

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    4. Interessant... stellt man euch ins negative Licht, dann sind es gleich "Zeitungsenten". Könnt ihr Kritik nicht ertragen?

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    5. @Martina, Anonym13. April 2014 22:39
      Das war definitiv eine Satire-Meldung / Zeitungsente. Lest Euch mal die anderen Artikel auf der neuen Weltpresse durch. Dann wird klar, das es eine Satire-Seite wie der Postillion ist. Auch wir skeptischen Leser sind nicht vor Bestätigungs-Fehler (Confirmation Bias) gefeit, weshalb man immer auch Zweitquellen bemühen sollte.

      Ich bin auch zuerst reingefallen. Weil ich die Meldung für unbewiesene Hetze gegen Muslime gehalten habe, hatte ich zuerst mit einem bösen Kommentar reagiert. Erst später hatte ich erkannt, dass es Satire war (2. Kommentar)

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    6. @Martina Zucki12. April 2014 08:34
      Ich möchte dir einen anderen Artikel deiner Quelle ans Herz legen:
      http://neue-weltpresse.de/ist-das-hier-satire
      J.

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  2. Die müssen halt sehen, wo sie passende Leute finden ... und in der JVA gibt es bestimmt Leute, die gut zu den Salafistenprojekten passen.

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    1. Ist doch überall auf der Welt das gleiche mit Knastrekrutierung! Nicht umsonst stürmen Anhänger der Al-Qaida, der Taliban oder von ISIS/ISIL so gerne Gefängnisse und frischen so ihren Bedarf an Berufsverbrechern und Mördern auf.

      Ich bin Sleid

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  3. Bilal ein Extremist? Man muss es nicht immer gleich übertreiben, finde ich. Wenn Bilal ein Extremist wäre, was wäre dann erst ein Abu Talha al-Almani oder ein Abu Usama al-Gharib?

    Wenn man Begriffe inflationär gebraucht, haben sie irgendwann überhaupt keinen Wert mehr.

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  4. Die beiden oben genannten sind Terroristen.

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  5. " ertrage ich ja schön langsam die Zustände[...] nicht mehr"

    Also wenn ich etwas nicht mehr ertrage, beschäftige ich mich einfach nicht mehr weiter damit.

    Es gibt auch noch andere Themen, außer den Salafismus. Irgendwann muss ohnehin ein Schlussstrich gezogen werden, auch hier, oder möchte man sich etwa bis zu seinem Lebensende, Tag für Tag, mit dem gleichen Thema beschäftigen...

    Der Salafismus ist keine größere Gefahr für die Gesellschaft, als andere Extremismen. Die Demokratie ist stark und kann diese Extremismen aushalten.

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    1. "Irgendwann muss ohnehin ein Schlussstrich gezogen werden, auch hier,..."

      Jepp. Wenn sich das Salafistenproblem in Luft aufgelöst hat. Bis dahin bin ich weiter hochmotiviert und spitzzüngig.

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    2. @Georg E.

      "Bis dahin bin ich weiter hochmotiviert und spitzzüngig."

      So kleinkariert du bist, bist du selbst mit deiner Spitzzüngigkeit noch weniger für voll zu nehmen als der größte Depp unter den Salafisten.

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    3. Bravo, Hofnarr. Und nun singe er mir die Geschichte von Richard Löwenherz.

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    4. Ersetzt "kleinkariert" jetzt das geflügelte Adjektiv "kleinbürgerlich" eines Abdullah? ;)

      Ich bin Sleid

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  6. Bitte nehmt alle den Islam an !!!
    Wenn Ihr dann betet bekomme ich später den Lohn von Allah.

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    1. Bist Du's, Gurki?

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    2. Nö... warum sollte ich den Islam annehmen?

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    3. Anonym11. April 2014 14:18

      "Bitte nehmt alle den Islam an !!!
      Wenn Ihr dann betet bekomme ich später den Lohn von Allah."

      Betlern die nicht in Not sind gebe ich prinzipiell nichts und denen die ohne Not betteln kann ich nur raten: "Verdient euch auf Erden eure Brötchen selber, sonst wird das mit dem paradiesischen Zustand nach eurem Ableben nichts werden"!

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    4. @ Anonym11. April 2014 17:39

      Du scheinst mir etwas verwirrt ! Ich bin von der Konkurrenz !
      Bitte nehmt alle den Gurkitierismus an. Wenn Ihr dann betet, bekommt Ihr nix. Wenn Ihr nicht betet, bekommt Ihr auch nix !
      Ich bin wenigstens ehrlich !

      Gurki akbahr

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    5. Darf's auch eine Seegurke sein?

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    6. @ Martina

      JAAAA, ICH LIEBE SEEGURKEN ! Leben nach dem Tod, so ein Scheissdreck ! Paradies im Jenseits, Firlefanz ! Seegurken leben ewig. Beweis: http://unendliches.net/german/index.htm?unsterblichkeit.htm

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    7. ups.... also DAS wusste ich jetzt wirklich nicht :-D

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    8. Abu Dunjaschaden13. April 2014 um 14:03

      Da muss man ja aufpassen, dass de nich mit deinem Hintern beißt. ;)

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  7. Wenn man sich die öffentlich agierenden Salafis mal so anschaut, dann sind gerade unter den Konvertiten viele mit offensichtlich niedrigem Selbstbewusstsein oder zweifelhaften Lebensläufen dabei. Ob nun Clemens Hamza, Alexander Ness (Gott, wie lächerlich!!!), Dennis Rathkamp etc...etc... Diese ganze Dawa zieht nur Loser an, die nicht in der Lage sind, Ihr Leben selbst zu strukturieren. Beispiel:

    http://www.islamkonvertierung.de/?Videos

    Stolz auf die Ummah???? Was für ein Vollidiot!

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    1. Mir tut's Leid, wenn solche Leute in einer juvenilen Identitätskrise auf den Salafismus hereinfallen.

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  8. @Georg E.

    Man sollte dir ein absolutes Alkoholverbot verhängen.

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  9. Die sog. Salafisten sind praktizierende Muslime, die die Botschaft des Koran ernst nehmen und der Gesellschaft ihre Fehler und Schwächen aufzeigen. Das gefällt dem deutschen Durchschnittsbürger nicht, denn er denkt ja kleinkariert. Gut, dass es mutige Muslime gibt die Korane im Knast verteilen und außerhalb!

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    1. Diese selbsternannten "praktizierenden Muslime" machen tatsächlich nur 0,005 % der Gesamtbevölkerung aus. Aber diese "Erleuchteten" behaupten, als einzige die absolute Wahrheit zu kennen, während die anderen als Irrlichter durch die Gegend herumwandeln.
      Das erinnert mich an den Witz vom Geisterfahrer, der auf der Autobahn unterwegs ist und, nach der die Meldung im Radio sagt: “Ein Geisterfahrer? Hunderte!"

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    2. "Gut, dass es mutige Muslime gibt die Korane im Knast verteilen und außerhalb!" ???
      Da geht es doch wohl ums Rekrutieren!
      Ich denke, dass Clarimonde oben Recht hat:
      "in der JVA gibt es bestimmt Leute, die gut zu den Salafistenprojekten passen."

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    3. "Gut, dass es mutige Muslime gibt die Korane im Knast verteilen und außerhalb! "
      Mit Mut hat das ja echt nichts zu tun:
      Im Knast stellen Personen dieses Glaubens keine Minderheit dar, und,
      außerhalb schützt die Rechtsordnung.
      Ergo: So mutig, wie die Uhrzeit laut auszusprechen. Oder an einer roten Ampel anzuhalten. Bravo, ihr mutigen Löwen!

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    4. Sich von einem überreligiösen Spinner, der selbst penibelst darauf achtet, dass seine Hosenbeine eine bestimmte Länge nicht über- und eine bestimmte Weite nicht unterschreiten,...der seinen Kinnbart möglichst nicht kürzer als zwei Hand breit schert,...der immer mit dem selben Fuß zuerst aus dem Bett steigt oder ein Scheisshaus betritt,...so jemand wirft mir deutschem Durchschnittsbürger "Kleinkariertheit" vor??? XD XD XD...
      Wenn es den Begriff Heuchelei nicht schon längst geben würde, so müsste er für Typen wie dich und deinesgleichen erst noch erfunden werden!
      Jeder noch so mäßig begabte Kabarattist, Literat oder Filmemacher ist in pucto Gesellschaftskritik gegen euch verbohrte Einfaltspinsel ein wahrer Einstein. ;)

      Und jetz geh' und stelle dich wieder mutig in deine Lieblingsfißgängerzone, strecke einen Zeigefinger deiner Wahl gen Himmel und versuche nebenbei festzustellen, aus welcher Richtung dir der eisige Wind der Verachtung entgegen pustet. Ich kann es dir jetzt schon sagen: "Aus allen Richtungen!" ;)

      Ich bin Sleid

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    5. "die die Botschaft des Koran ernst nehmen"

      dann sollten sie auch das ernst nehmen:

      17:36. Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

      2:62. Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden, die Christen und die Sabäer, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und Gutes tut diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein.

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    6. Sleid, der eisige Wind wird den Salafisten nicht nur aus allen Richtungen entgegen pusten. Der Satan wird seine Hände aus der Hölle nach diesen Brüdern ausstrecken, damit sie zur Unendlichkeit ihr weiteres Dasein in der Hölle verbringen werden. Vom Gedanken an das Paradies werden sich die Salafisten nach dem Eintritt zur Hölle verabschieden müssen, denn sie werden die ewige Hitze nicht vertragen können. Auch ihre Bärte werden diesem Fegefeuer nicht standhalten können. ;-)

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    7. In Gefängnissen haben religiöse Bücher nichts verloren. Man sollte jeden überprüfen ob er irgendein Buch bei sich hat: Koran, Neues Testament, oder sonstige religiöse Literatur. Und wegnehmen, versteht sich!

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    8. "Sich von einem überreligiösen Spinner, der selbst penibelst darauf achtet, dass seine Hosenbeine eine bestimmte Länge nicht über- und eine bestimmte Weite nicht unterschreiten,...der seinen Kinnbart möglichst nicht kürzer als zwei Hand breit schert,...der immer mit dem selben Fuß zuerst aus dem Bett steigt oder ein Scheisshaus betritt,...so jemand wirft mir deutschem Durchschnittsbürger "Kleinkariertheit" vor??? XD XD XD..."

      "Die sog. Salafisten sind praktizierende Muslime, die die Botschaft des Koran ernst nehmen und der Gesellschaft ihre Fehler und Schwächen aufzeigen."

      ... und denen dabei der Blick für die eigenen Fehler und Schwächen verloren geht.
      Es gefällt ihnen nicht, wenn boxvogel das aufzeigt, denn für deutsche Durchschnitts-Salafisten ist das eigene kleinkarierte Denken gottgewollt.

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  10. Man sieht doch wie der Islam den Bruder Bilal zum Positiven verändert hat, wieso muss man denn immer alles schlecht reden.Hoffentlich erfolgt auch bei den anderen Brüdern die Rechtleitung.

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    1. Dieser Bruder Bilal soll mehrere Brüder nach Syrien (recht-?) geleitet haben.
      Ob die Eltern der Brüder auch finden, dass der Bial sich zum Positiven verändert hat, bzw sich positiv betätigt?

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  11. "Islamismus ist eine Krankheit"

    http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/hamed-abdel-samad-islamismus-ist-eine-krankheit-aid-1.4172607

    Wer über diese Religion die Wahrheit sagt, der benötigt anschließend Polizeischutz weil ihm religiöse Fanatiker nach dem Leben trachten werden.

    Wer im Namen dieser Religion ein Verbrechen begeht oder Lügen verbreitet, der muss keine Angst vor der "religiösen" Todesstrafe-Scharia haben!

    Hamed Abdel-Samad hat Recht mit seiner Aussage: "Diese "Erkrankung" könnte die Welt in ein ähnliches Elend stürzen wie der Faschismus es in den 1940er-Jahren getan hat"!

    Die Ursache ist im Islamismus überall da zu erkennen, wo sie sich wie die Pest immer weiter ausbreitet. Wer die Bevölkerung vor den eingeschleppten und aufkeimenden Krankheiten warnt, der muss auch über die fundamentalistische Ideologie des Islam seine Stimme erheben, sonst ist das Übel unabwendbar, welches dafür verantwortlich sein wird die Welt in den Abgrund zu stürzen.

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  12. Ist zwar off-topic, steckt mir aber aus den Themen der vergangenen Woche noch im Hals - der Titel des neuen Buchs von Hamed Abdelsamad :
    Der Islam-Faschismus.

    Ich verstehe sehr gut, was mit dem Begriff GEMEINT ist.
    Auch ich habe oft genug den politischen Islam/Salafismus mit der Nazi-Ideologie verglichen, insbesondere wenn es darum geht, zu denunzieren, wie eine Lehre, die behauptet, dass die eigenen Anhänger besser seien als der Rest der Welt, junge Menschen verführt.
    Bassam Tibi hat in seinen Büchern von totalitären Tendenzen gesprochen, die im Islam von Anfang an vorhanden sind. Diesen Begriff des Totalitarismus würde ich bevorzugen, denn ich halte ihn für übergeordnet.
    Warum also der Faschismus-Begriff, der zumal in Deutschland mit einer äußerst schambelasteten historischen Epoche verbunden ist, und der zudem nur einen Teilaspekt des Islam, den politischen, beschreibt?
    Warum gleich im Titel?

    Wenn ich versuche zu verstehen, was mit dem Begriff BEZWECKT wird, dann habe ich einige Fragen:
    - Will Abdelsammad mit einem drastischen Begriff,die schlafenden Bürger, die die Gefahr des Islamismus nicht erkennen, aufrütteln?
    - Oder soll, so wie es auch hier verschiedentlich aufgefasst wurde, der Islam, vielleicht Religion generell, diffamiert werden?
    - Wenn ja, warum? Mit welchem Ziel?

    Wie auch immer dem sei, neulich habe ich hier einen Text eingestellt (über das Ehr-Denken), der wie Abdelsamad's Titel einseitig auf den politischen Islam abzielt. Um den geht es mir auch, wenn ich hier schreibe, aber er ist eben nur eine Seite des Islam.

    Es war nicht der ganze Text, er hat einen abschließenden Absatz, der den Islam insgesamt in den Blick nimmt. Ich werde im nachfolgenden Thread den vollständigen Artikel einstellen.

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    1. Herr Abdel-Samad hat in der Maischberger-Sendung doch ganz klar gesagt, dass er die spirituelle Kraft des Islam durchaus anerkennt und von dessen "Soziallehre" angetan sei. Wer den Islam grundsätzlich ablehnt, bräuchte nicht solche Aussagen treffen, weshalb ich von einem Effekt des Wachrüttels bei der Titelwahl ausgehe.

      Ich bin Sleid

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    2. Ich stimme dem zu, was Herr Abdelsamad gesagt hat, zB auch in dem zdf-Interview (Forum am Freitag), und ich halte es für glaubwürdig.
      Wenn nun aber der Titel bei Muslimen als diffamierend empfunden wird und bei Deutschen irrationale Haltungen gegenüber dem Islam fördert, dann frage ich mich, ob dadurch ein Effekt des Wachrüttelns erzielt werden kann, und weiter, warum der Titel so gewählt wurde und welche PR-Leute dafür verantwortlich sind.

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    3. Verantwortlich sind er, sein Lektor und die Marketingabteilung seines Verlags.

      Ich bin Sleid

      Ich bin Sleid

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  13. Zum Ehr-Denken

    Im Islam gibt es von Anfang an eine politische Komponente. Seit den Zeiten Mohammeds steht der Islam in der Spannung zweier gegenläufiger Strömungen: die erste bezieht sich auf spirituelle Werte, die zweite auf die soziale Praxis.
    Die soziale Praxis des Islam findet in der islamischen Gemeinschaft statt, der umma islamiyya. Das Dogma, dass der Islam die letzte und damit die beste Offenbarung sei, stellt sie vor die Aufgabe, sich als eine Gemeinschaft der Exzellenz zu (re)präsentieren. Aus christlicher Sicht ist diese Aufgabe für den (gefallenen, nach Gen.3) Menschen unrealisierbar. Muslime aber sind vor der Gemeinschaft stets (unbarmherzig) zur Prätention verpflichtet, welche so zum Bestandteil des guten Benehmens wird. Sie müssen den schönen Schein wahren und beteuern, und sie haben Anspruch darauf, dass der schöne Schein gewahrt und beteuert wird. Die Verbindung von islamischer Gemeinschaft und Dogma der letzten Religion sakralisiert den archaischen Komplex der Ehre.

    Jeder, der in islamischen Gesellschaften gelebt hat, kennt die charakteristischen Phänomene von hchouma (Schande) oder invers nif (Prätention, Stolz, Ehre), die dort das soziale Leben regeln. Der franco-algerische Soziologe Malek Chebel schreibt (L’esprit de Sérail, 1988): "Keiner kann soziale Anerkennung, den Respekt der Anderen, die Beachtung der Gruppe erwarten, wenn er nicht zuvor seine Bindung an die Vorstellungen von Respektabilität und Ehre beweist, die im organizierten Konzept des nif dargestellt werden."

    In der islamischen Gesellschaft ist das Ehr-Denken (Nif) eine generalisierte Haltung, die unabdingbar ist, um sich den eigenen Platz zu sichern. Es handelt sich nicht eigentlich um die ängstliche Sorge vor dem Blick der Anderen, sondern um eine freiwillige vorweggenommene Anpassung an einen antizipierten (und damit eigentlich imaginären) Blick, der so zum anerkannten kollektiven Wert avanciert. Dadurch, dass das Ehr-Denken sich nicht nur auf die eigene Person, sondern nach den Linien der Zugehörigkeit auf die eigene Familie, den eigenen Clan, die eigene Nation, die Sunniten, die Schiiten, die Moslems (dass er organisch organisiert ist, mit dem soziologischen Begriff) bezieht, bildet es solide Strukturen (die gleichzeitig absichern und einschließen).
    Das Ehrdenken stellt so einen wesentlichen Faktor des sozialen Zusammenhalts dar, obwohl es sich in der Regel als mafiöses System erweist, das den Mächtigen und den Bösen hilft, die Armen und die Schwachen zu beherrschen, indem es sie blendet, einschüchtert, manipuliert, täuscht.
    Und es gibt eine weitere schlimme Auswirkung des Nif: die allgemeine Abstumpfung. Wer auf den Nif (von arabisch anfun: Nase, der Begriff bedeutet so etwa Nase zeigen, Nase hochhalten) hält, sieht nicht weiter als bis zu seiner Nasenspitze. Die Anpassung an den angenommenen Blick der Anderen verstellt den genuinen Blick auf die Anderen und die Welt, sowie auf sich Selbst. Das Ehrdenken an die erste Stelle setzen, bedeutet, sich einem kollektiven Imaginären zu verschreiben und von diesem gefangen genommen zu werden. Das Ehrdenken ist eine Falle.

    Es bleibt die erste Strömung des Islams, die der spirituellen Werte. Sie stellt ein inner-islamisches Korrektiv dar, und einen Weg, der Verwirrung zu entkommen, die durch die Sakralisierung des Ehr-Denkens entsteht. Reformatoren des Islam, die Mu’atazila des 9.-10. Jahrhunderts ebenso wie der zeitgenössische islamische Theologe Farid Esack, betonen die Ein-heit Gottes (arab. Tawhid), die Rückbindung an den Einen Gott.
    In der Praxis orientieren sich Muslime gerne an der guten alten Formel der „Richtigen Mitte“, oder es wird vom „Gleichgewicht zwischen Materialität und Spiritualität“ (Tariq Ramadan) gesprochen.
    Auch haben sich Moslems zum Beispiel zu allen Zeiten gefragt, wie die Anwendung harter Gesetze mit der Barmherzigkeit Gottes zu vereinbaren ist, und gegebenenfalls gerne von deren Umsetzung abgesehen.

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  14. Voll schlau:

    https://www.youtube.com/watch?v=ioz0yGv1o08

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  15. Im Dialog: Michael Krons mit Hamed Abdel-Samad
    - So. 13.04.14, 11.15 Uhr, TV-Sender Phoenix

    http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/829645

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    1. Im Dialog: Michael Krons mit Hamed Abdel-Samad

      http://www.youtube.com/watch?v=M74WQd6OeRU

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