Sonntag, 29. April 2012

Der Tod des Samir H.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,830343,00.html

Ich kann die Trauer der Mutter zwar verstehen, so ist der Verlust eines Kindes ja keinem zu wünschen, jedoch verstehe ich die Aufregung nicht, die da im nicht-verwandten Lager entsteht, kommen ja täglich Menschen in diesem Gebiet ums Leben - zählt ein toter Deutscher gar auch auf der Feindesseite mehr, als ein anderer? Für mich hat der Herr seine Staatszugehörigkeit ins fanatische Feuer geworfen, hat er sich doch für ein staubiges Leben im Kugelhagel entschieden, keine Träne wird deshalb über meine Wangen laufen, ist doch jeder selber seines Glückes - oder wie im diesem Fall - seines Unglückes Schmied.

Vielleicht könnten uns die Amerikaner aber trotzdem einen Gefallen tun, so sollten sie an der Drohnenspitze ja einen Currywurst-Schnüffler anbringen, damit diese in Zukunft einen großen Bogen um ehemals heimische Mitbürger macht - ich empfehle stattdessen einen Beschuss mit rosa Wattebäuschen und einen Flugzettel mit einem erhoben Zeigefinger, könnte man mit ihm doch  - typisch deutsch - nochmal sprechen, bevor man ihn ins Paradies geleitet. Wie meinen? Ich bin zynisch? Aber sicher doch, so wird um einen getöteten Soldaten ja kaum Wind gemacht, während man sich über den Tod eines verblendeten Djihad-Fetischisten ins Höschen macht - verzeihen Sie mir, wenn ich darüber in Verwunderung gerate, wenn nicht gar in Abscheu. Der Samir, wollte in die Hölle, der Samir ging dorthin - der Samir ist nun tot. Ende der Geschichte - zumindest von seiner.

Guten Abend


Kommentare:

  1. Vielleicht denke ich zu kompliziert? Ich vergleiche es damit, dass die Mutter eines SS-Soldaten im 2.Weltkrieg die USA bittet, den Tod ihres Sohnes durch einen Luftangriff zu untersuchen. Weil sie Mord wittert!? Wer zusammen mit den Taliban die ISAF bekämpft, ist doch ein Feind? Oder habe ich da einen Denkfehler? Sollte man die Mutter nicht fragen, warum ihr Sohn mit den Taliban „Ausflüge“ macht? Wie sie es zulassen konnte, das er die ISAF bekämpft? Oder fragen, ob sie eventuell eine Sympathisantin ist? Da ist doch Klärungsbedarf seitens der Familie. Es ist immer dasselbe! Anderen spricht man alle Rechte ab, selber fordert man alle. Es sollte doch jeden „Gotteskrieger“ klar sein. Wer den Hobel anpackt, muss mit Spänen rechnen. Aber Ströbele zeigt sicher schon wieder mit zwei Fingern auf. Der untersucht ja schon den „Mord“ an einem Selbstmordattentäter. Hört sich komisch an, ist aber so.

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  2. Ja die Welt wird immer verrückter.

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  3. Neues von Deso Dogg:

    Unter seinem islamischen Namen Abu Talha al Almani verfasste der Ex-Rapper auf „Facebook“ eine regelrechte Lobeshymne über (Toulouse-Attentäter) Merah. „War er nicht einer von wenigen, die Mut hatten und aufgestanden sind wie der ehrenwerte Bruder Arid U.?“

    Arid U. hatte im März 2011 am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten ermordet. Auf den Einwand eines Besuchers seiner „Facebook“-Seite, der Toulouse-Attentäter hat unschuldige Kinder ermordet, antwortete der Berliner: „Wenn diese drei Kinder deine Empörung wert sind und du dich Muslim nennst, dann check mal dein Iman (Glaube, d. Red.) ab.“

    Verfassungsschützer halten den Ex-Rapper für einen der radikalsten Islamisten Deutschlands. Seine „Facebook“-Seite wurde abgeschaltet.

    http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/deutscher-islamist-deso-dogg-feiert-attentaeter-von-toulouse,7169126,12004226.html

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