Montag, 22. Dezember 2014

Jürgen Todenhöfer und die ewige Liebe zu Menschenschindern

Ich für meinen Teil finde es immer entbehrlich, wenn man Selbstdarstellern abseits jeglicher Realität in den Medien Raum gewährt, dient es ja nur zur Anwerbung zujubelnder Anhänger, zudem ist kein Erkenntnisgewinn zu erwarten, hechelt sich die fleischgewordene Narzisse ja nur selbst warme Luft zu, und auch der Wahrheitsgehalt der Predigt kann gegen Null geschätzt werden. Nein, ich rede nicht vom Vogel Pierre, lallt der ja mittlerweile abseits der Öffentlichkeit, außerdem kann er ohnehin nur mit Sven Lau erscheinen, ist er ja - wie das folgende Video beweist - dessen Handpuppe,...



...sondern von Jürgen Todenhöfer, der so gerne die vom Tode des Peter Scholl-Latour gerissene Lücke füllen möchte:

http://web.de/magazine/politik/juergen-todenhoefer-deutsche-waffen-besitz-islamischen-staates-is-30291908

http://www.tz.de/politik/todenhoefer-ueber-militaerisch-nicht-besiegen-4555507.html

"Irgendwann, möglicherweise sogar in überschaubarer Zeit, wird uns der IS über Verhandlungen mit dem Westen Vorschläge machen. Das wird womöglich an der mangelnden Bereitschaft der Politiker im Westen scheitern."

Ich frage mich gerade, ob der Jürgen - falls er denn etwas früher in der Geschichte aufgeschlagen wäre -, auch ein KZ besucht hätte, auf dass durch ihn die nichtmordende Restbevölkerung die Schergen verstehen, und mit ihnen irgendwann verhandeln hätte können. Wenn die bösen Alliierten es denn zugelassen hätten, aber diese Böslinge entschieden sich ja für einen Krieg, landeten in der Normandie, und erstickten so jeden Frieden im Keim, was ja auch irgendwie vorhersehbar war, kamen sie ja aus dem Westen, und aus dieser Richtung kommt nie etwas gutes, weswegen man  in Bogenhausen ja  heute noch die eventuellen Okkupanten aus Pasing-Obermenzing misstrauisch beäugt, während die Bewohner von Pullach aus dem Schneider sind. Ja, die Südländer aus Unterhaching natürlich auch. Die Exoten aus Bad Tölz sowieso.

Warum aber reiste der Jürgen eigentlich gerade jetzt nach Sham? Und vor allem stellt sich die Frage, warum man ihm Einlass gewährte, wo man doch sonst Journalisten eher mit einer rostigen Klinge begegnet? Ich kann darüber nur mutmaßen, jedoch denke ich, dass man die billige Propaganda in diesen nicht geraden glorreichen Zeiten dringend nötig hat,...

http://www.faz.net/aktuell/politik/terrormiliz-in-bedraengnis-is-bestraft-besiegte-kaempfer-mit-dem-tod-13335471.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-is-kurden-ruecken-in-sindschar-im-irak-vor-a-1009849.html

...weswegen man man sich eben einen suchte, der vor Eitelkeit den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, zudem braucht er diesen Konflikt genauso wie die bärtigen Hinterwäldler, jubeln beiden ja nur die geistig etwas einfach gestrickten Mitmenschen zu. Ja, so kam man wohl auf den ehemaligen Bundestagsabgeordenten, der schon mit Pinochet fröhliche Gespräche pflegte, während er den demokratisch-gewählten Präsidenten Allende als entbehrliches sozialistisches Experiment abtat, und so schüttelt der Jürgen nun eben die Hand der nächsten Menschenschinder, auf dass er sich von der Mainstreammeinung abheben kann. Und wahrgenommen wird, verdorrt das blühende Selfmade-Journalisten-Pflänzchen bei einer Nichtbeachtung ja schnell zum bröselnden Gänseblümchen, weswegen er ein A prinzipiell mit einem B beantwortet. Nein, zu einem Quer-denker macht einen dies noch nicht, aber immerhin zu einem Quer-ulanten. Und die Hälfte ist besser als nichts. Vor allem, wenn der Unterschied keinem seiner Groupies auffällt. Und man sonst nichts hat.

Guten Tag



Kommentare:

  1. Erstens: Hodentöter war nicht der erste westliche Journalist beim IS. ein VICE-Team war schon vor Monaten dort.

    Zweitens: Hodentöter ist ein ekelhafter, sich selbst liebender Mensch der auch nicht einen Hauch mit Scholl-Latour gemein hat.

    Und wer diese IS-Zombies als Gesprächspartner deklariert hat wohl kaum noch alle Tassen im Schrank. Schön mit 74 Jahren noch mal Unruhe stiften. Sein Sohn steht ja schon in den Startlöchern um diesen Schmarrn weiter zu führen. Abu Jürgen al Todenhöfer.

    Ein weiterer Journalist den ich eigentlich immer für adäquat hielt driftet auch ab. Obwohl er Daesh sehr oft kritisiert. Emran Feroz.

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  2. Der ist doch nur eine peinliche Talkshowhure und hat im Gegensatz zu PSL auch von wirklich nichts eine Ahnung und ist auch nicht mal annähernd so unterhaltsam.

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    1. Keine Ahnung haben wir alle mehr als genug - da braucht es keine wasserwälzende Tränendrüse. Immerhin “entlockte“ der umtriebige Heiland den Fusselbär...äh...wohl eher Flusenbärten den angestrebten Highscore: 500 Millionen.
      Bleibt die Frage: wer hat wann wie lange ungeschützt in der Sonne gesessen?

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  3. Todenhöfer war auch bei Assad und hat positiv berichtet, soweit mir bekannt. Todenhöfer war bei IS und hat bisher negativ berichtet.

    Wer daher glaubt, dass er IS gut darstellen will, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Und weil man hier auf der Seite des Massenmörders Assad ist, hatte man bei ersterem wohl nichts zu bemängeln.

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    1. Ist man das, eigentlich hat man nur die Wahl zwischen den
      größeren Eierfeilen.

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    2. Wer Todenhöfer und ISIS an den Pranger stellt, dann ist man zwangsläufig für Assad? Also DIE Weisheit muss aber auch erst noch gelebt werden .

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  4. Die Dauerkritik an Herrn Todenhöfer kann ich nicht nachvollziehen. Ihm vorzuwerfen er sei "ein Selbstdarsteller", finde ich unsinnig. Er ist sehr mutig, vielleicht auch leichtsinnig aber warum sollte man nicht versuchen mit solchen IS Leuten in Kontakt zu kommen als Journalist? Töten kann sie die Armee ja immer noch. Vorher mal die Ansichten des Feindes ungefiltert mitzubekommen kann sicher nur nützlich sein. Und er ist nicht Scholl-Latour, versucht er aber auch nicht zu sein. Er ist eben auch ein Idealist und "Gutmensch" wenn man so will, aber das ist ja an sich im Grunde nix schlechtes...

    Action Jackson

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    1. Ja "Gutmensch" uns ein selbstverherrlichender Selbstdarsteller

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  5. Jürgen hat zumindest Eier in der Hose , wer würde sich sonst in den IS begeben. Ihr solltet das mal anerkennen er kann darüber doch beser berichten als irgend ein Spiegel usw. die nichtmal dort waren.
    Ich finde eh Menschen sollten nur über Dinge urteilen die sie kennen.
    Ich finde gut wenn man sich alle seiten anhört. Finde jedoch auch das Herr Todenhöfer bei einigen Dingen vlt. zu naiv ist und einige male hat er auch falsche Anischten aber insgesammt muss man im Respekt geben.

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  6. Also mal ganz im ernst Herr Toenhöfen hat über Assad positiver berichtet als über die IS.
    Und gerade die meisten Leute die auf dieser Seite schreiben sind doch Assad freundlich und IS feindlich obwohl Assad wesentlich mehr Menschen auf dem gewissen hat(liegt wohl daran das IS Sunniten sind die euer Feindbild Nummer 1 sind).
    Ihr seit eifnach gegen Herr Todenhöfen weil er in der Vergangenheit positiv über Muslime berichtet und mal aufzeigt das der Westen viel Mitschuld hat.
    Ihr solltet einfach mal akzeptieren das Europa und die USA viel Schuld tragen und nicht nur die Muslime an allem Schuld sind.

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    1. So leid es mir tut.

      Der Islam ist eine Gefahr für unsere Demokratie. Staat und Religion müssen getrennt bleiben. In der Türkei sieht man, was passiert, wenn islamfreundliche Kräfte an der Macht sind. Herr Todenhöfer hoffiert die demokratiefeindlichen Kräfte und will sie uns hoffähig machen. Er ist einfach ein zu herzensguter Mensch, der keine Grenzen zum Bösen ziehen will. Mit dem Bösen muss geredet werden, auch wenn es keinen Sinn macht. Siehe die Taliban und dem Massaker an den Kindern in Pakistan. Über 100 Kinder sind ermordetet worden. Das hat Reden auch nichts gebracht. Stur bleibt Stur, da hilft auch nicht soviel Reden, wie es geht.

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  7. Jürgen Todenhöfer ist der beste! Sogar besser als Scholl-Latour. Kein Wunder, dass ihr eingebildeten Pappnasen ihn nicht leiden könnt.

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    1. Er ist ein eitler Faschist. Aus diesem Grund hat er schon Pinochet bewundert und aus diesem Grund hat er so viel Sympathien für den Islamischen Staat. Außer unseren Nationalsalafisten nimmt ihn sowieso keiner mehr ernst.

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    2. @) Anonym 22. Dezember 2014 um 15:38
      @) Anonym 23. Dezember 2014 um 01:22

      Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er wohl keines von beiden, weder ist er der Beste (in welcher Disziplin auch? Journalismus?) noch ist er ein Faschist.

      Dabei sind uns die Symptome doch nur zu gut bekannt: Unstillbare Geltungssucht gepaart mit gutmenschlicher
      Arroganz, die ihn glauben lässt, allein sein gutes Gewissen und ein empathischer Augenaufschlag qualifizieren ihn zum Weltretter, Wolkenschieber und investigativen Journalisten.

      Wäre er noch halbwegs bei Verstand gewesen, hätte ihm klar sein müssen, dass gerade, er mit seiner Vita, ein denkbar ungeeigneter, weil unglaubwürdiger Anwalt für die “gute Sache“ darstellen würde. Aber solche Selbstzweifel treiben keine Menschen um, die ein “höheres Ziel“ verfolgen; die eine Mission haben; die im Auftrag des Herrn unterwegs sind.

      Nichts gegen talentierte Seiteneinsteiger - aber wer unter dem Vorwand, der guten Sache zu dienen, jedes nüchterne Kalkül lässig über Bord zu werfen, füttert einzig sein eigenes Ego! Und

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    3. Wäre Todenhöfer wirklich so gut, wie ihr glaubt, hätte er schon längst den Pulitzerpreis gewonnen.

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    4. "Sogar besser als Scholl-Latour."
      Was??? Unmöglich!

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  8. Zeigt das Video Pierre Vogel im Krankenhaus?
    Nein, dass es so schlimm um ihn steht ....

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