Donnerstag, 19. Dezember 2013

Kapitalismus vs Religion - von einem Beschiss zum anderen

http://www.youtube.com/watch?v=drJgOgMTtD4

Ein trauriger Beitrag erzählt von traurigen Eltern, welche von ratlosen Politikern und einer ebenso ratlosen Gesellschaft flankiert werden, weiß ja keiner wirklich, wo die Wurzel des Übels zu finden ist - sinds die Salafisten? Der Islam an sich? Das System? Vater und Mutter? Oder gar wir alle?

Eine einfache Antwort ist darauf nicht zu finden, so ist die Sekte um all die irren Prediger ja nur ein Auswuchs des Dilemmas, könnten diese ja kaum rekrutieren wenn keine zuhörenden Opfer ihre Bühnen säumen würden, weswegen deren Verbot zwar durchaus erfreulich wäre, jedoch die Gesamtsituation nur kurzfristig bessert, schießen ja auf einem gedüngten Acker bald andere Seelenfänger aus dem Boden, welche die Gunst der Stunde für ihre eigenen Zwecke zu nutzen wissen. So wars auch Ende der 60er/Anfang der 70er, als der Jugend nach einer Veränderung dürstete, hatten damals ja auch Idioten und Blender mächtigen Zulauf, und nun sind wir wieder in derselben Situation, will so mancher Nachwuchs ja den Staub des Vergangenen abschütteln und nicht so werden wie die Vorgängergeneration

Nachvollziehbar ist dies durchaus, liegt die soziale Gerechtigkeit ja am Boden und immer weniger stecken sich immer höhere Geldbeträge gegenseitig in den Hintern, während über den kleinen Mann eine Steuererhöhung nach der anderen drüberrattert und für einige bleibt die Tür zu einem ausgefüllten Dasein überhaupt ganz verschlossen, gibts ja mittlerweile schon Hartz4-Kinder, deren Zukunft von einem mittlerweile vorbestraften Manager in die soziale Tonne gekloppt wurde. Ganze Viertel werden mittlerweile von dem ernährt, was wir wegwerfen, und es hat sich so eine Schicht entwickelt, die in den 80ern und 90ern so gut wie nicht vorhanden war - das Heer der Hoffnungslosen, die noch so strampeln können, werden sie aus ihrem Tal ja nie auf einen Hügel wandern.

Wie? Jeder ist selber seines Glückes Schmied? Wer Arbeit sucht, der wird sie auch finden? Natürlich, aber zu welchem Preis, kann es ja nicht sein, dass jemand von seinem Lohn nicht leben kann, während sich fette Bosse über Zuwächse in Millionenhöhe freuen, würde ich darauf ja auch genüsslich kacken und die Füße gen Abendrot strecken. Und gleichzeitig würde ich beim Anblick der wunderschön niedrigen Arbeitslosenzahlen einen lassen, sind die ja mit einer neuer Sklavenschicht erschwindelt worden, welche ihren Frondienst ohne zu murren verrichten muss, kriecht man ja mittlerweile schon krank zum Bröselaufsammeln, nur damit man nicht die Gunst des in feinsten Tuch gehüllten Ausbeuters verliert, welcher auch noch scheinheilig jammert, würde ein Euro mehr in der Stunde seine Firma ja angeblich in den Abgrund reißen.

Ja, auch ich habe es satt. All die Banker, all die Manager, all die Leiharbeiterfirmen und all die dazugehörigen Lobbyisten hängen mir zum Halse raus - ihre Gier verursacht bei mir Brechreiz und einen juckenden Ausschlag und doch weiß ich eines, so wird eine Religion daran nichts andern, steckt dahinter ja dasselbe System: eine Handvoll Machtgeier spricht und Milliarden Menschen kuschen. Scheichs suhlen sich in Reichtum, während die Mehrheit dahinvegetiert. Prediger hüpfen von Blümchen zu Blümchen, während sie den Untertanen jegliche Freude vergällen. Frömmelnde Islam-Politiker beten fünfmal am Tag und zählen dazwischen mit ihren Söhnen das ergaunerte Geld (manch einer hat dafür sogar eine eigene Maschine). Und die Salafis saugen der Anhängerschaft den letzten Tropfen aus dem Leib, während sie selber immer fetter werden und mit einem dicken Mercedes vorfahren. Genau derselbe Beschiss also, jedoch mit einem noch schlimmeren Chef, kann man den ja nicht wegwählen. Leider.

Guten Tag


Kommentare:

  1. Sehr guter Beitrag aus einer bisher wenig berücksichtigten Perspektive. Danke.
    Ich stimme mit dem Herrn überein, der meint, dass die Rückkehrer nicht NUR als potentielle Gefährder betrachtet werden dürfen. Sie haben sich geirrt, und es gibt AUCH gesellschaftliche Gründe dafür, dass sie sich verirrt haben.

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  2. außerhalb des Themas:
    pi-news hat mit einer Kampagne gegen eine "multikulturelle Weihnachtsfeier" an einem Stuttgarter Gymnasium erreicht, dass diese abgesagt wurde.
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-gottlieb-daimler-gymnasium-schule-sagt-multi-kulti-feier-nach-protesten-ab.33f75581-a209-40a0-a1f2-2d81cf06ca78.html

    Nun darf multikulti natürlich kritisiert werden, wie es auch manchmal bei boxvogel geschieht. Es ging aber, soweit ich es herauslesen kann, eher um eine Weihnachtsfeier, die über den engen christlichen Kontext hinaus geht.

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    1. Ich werde morgen darüber schreiben

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    2. Das Gymnasium hätte den ganzen Shitstorm und die Proteste einfach ignorieren können, egal wie schlimm sie auch gewesen wären. Irgendwann wäre das ganze eh abgeebbt.

      Da kenne ich eine deutsche Stadt, wo der Muezzinruf von einer Moschee seit 3,5 Jahren über einen Lautsprecher nach draußen übertragen wird, ohne dass es der breiten Öffentlichkeit und in der Lokalpolitik bekannt ist. Will mir nicht vorstellen, was PI-News macht, würde er nur einmal davon erfahren.

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  3. "Und die Salafis saugen der Anhängerschaft den letzten Tropfen aus dem Leib"
    Die Anhänger werden nicht nur finanziell ausgesaugt, sondern auch mental verbraucht und manipuliert von "Emiren", die sich freuen, wenn sie Menschen abhängig und gefügig machen.
    Dass sie das Ganze "den Weg Allah's" nennen, macht die Sache richtig perfide.

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  4. Bei solchen Beiträgen könnten dir aber einige deiner Freunde "Linksfaschismus" vorwerfen...

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  5. Natürlich will eine Religion nichts daran ändern. Kann sie dann doch nicht mehr mit Armenspeisungen und Co. werbewirksam an den Symptomen des Ausbeutungssystems rumdoktern.

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    1. In dem Punkt gibt es einen Unterschied zwischen Muslimbrüdern und Salafisten.

      Muslimbrüder fühlen sich in (klein-)kapitalistischen Strukturen wohl und hoffen, mit Wohltätigkeit (zakat) eine Balance zu schaffen.

      Salafisten bekämpfen den Kapitalismus und träumen vom islamischen Weltreich. Deswegen "schaffen" sie oft gar nichts oder sind -noch schlimmer- Dschihadisten.
      Im zu erkämpfenden Kalifat würde Allah die Muslime mit Allem versorgen durch die Steuer, die für Nicht-Gläubige (dhimmi) erhoben wird (Jiziya).

      Diese These habe ich tatsächlich einmal in einer Predigt eines bekannten Scheichs gehört.

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    2. Plus den mindestens 2,5% des jährlichen Einkommens als freiwillig zu entrichtende Armensteuer (Zakat).

      Es ist schon grotesk, dass für die Existenz des utopischen Wunschkalifat der Dschihadisten jede Menge Ungläubige zwingend gebraucht würden, um einerseits gegen sie Krieg zu führen und Beute zu machen und sie andererseits steuerlich auszupressen. Von wegen "Allah, der Versorger". Islamisten sind dumme, aber gefährliche Träumer!

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