Donnerstag, 6. September 2012

Abu Nagie und die Suchmaschine

Durchsuchen Sie das Internet mit Google? Gut, dann wetzen Sie doch bitte mal die Finger und geben Sie doch mal das Wort "Islam" ein, werden Sie dann ja mächtig überrascht sein:




Hammer, oder? Abu Nagie und seine Mannen springen einem von Platz 3 ins Auge, kein Wunder also, dass der bärtige Ex-Sozialhilfeempfänger für viele sinnsuchende Jugendliche als erster Ansprechpartner gilt, interessiert die zweite Suchmaschinenseite in der heutigen Zeit ja kaum jemanden und so manch Clearasilgesicht bleibt deshalb bei der Salafistensekte hängen. Und wenn der ausgelegte Speck mal abgeknabbert ist, dann schnappt die Falle zu und manch einer findet sich auf einem Abwärtstrip Richtung Salafistenparadies wieder, wo zwar die Erlösung winkt, im Diesseits jedoch für ein Loserdasein sorgt.

Worauf ich hinaus will? Nun, so manch einer bemängelt die Sperre von Internetseiten und auch ich sehe dies zumeist kritisch, jedoch gibt es Fälle, wo dies durchaus Sinn macht, wobei es schon reichen würde, wenn gewisse Portale einfach nicht mehr im Suchergebnis aufscheinen würden - wie zum Beispiel die "wahre Religion". Natürlich ist nichts gegen eine breite Information einzuwenden, jedoch kann es nicht wirklich im Sinne des Erfinders sein, wenn Radikalseiten seriöse Webpräsenzen abhängen und dies nur, weil sie im Listungspielchen den besseren Riecher haben.

Einige werden dies zwar als einen Angriff auf die Meinungsvielfalt sehen, jedoch kann ich mich dieser Sichtweise nicht anschließen, kann es ja nicht sein, dass man dies mit dem Leben orientierungsloser Jugendlicher erkauft, bedeutet Freiheit ja für mich auch, das man dieses hohe Gut auch keinem anderem raubt bzw rauben lässt. Aber vielleicht hat Innenminister Friedrich ja mit dem angestrebten Verbot des obigen Vereins Glück und die voglianische Seite verschwindet für immer im Nirwana. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

Guten Abend


Kommentare:

  1. Nee Georg, da bist du auf dem Holzweg. Klar gibt es Sachen, die idealerweise nicht in den Suchergebnissen auftauchen. Aber wem traust du soweit über den Weg, dass er entscheidet welche Ergebnisse für dich relevant sind? Eine Suchmaschine ist ein Werkzeug. Punkt. Es ist kein moderierter Inhalt oder gibt eine Meinung wieder. Es ist ein Wegweiser. Ob einem die Richtung nun gefällt oder nicht. Als Beispiel - als du vor ein paar Jahren herausgefunden hast, dass das Anhängsel in deiner Hose nicht nur zum Pipi machen gut ist und du dir eventuell (will dir nichts unterstellen) das ein oder andere Dokumentationmaterial zur menschlichen Reproduktion zu Gemüte geführt hast, wären deine Eltern wahrscheinlich auch entsetzt gewesen. Aber deshalb sämtliche Erotikinhalte entfernen? Die Unterwäscheseiten aus dem Otto-Katalog rausreissen? Der Fehler liegt doch nicht darin, dass Google solche Ergebnisse zeigt, sondern in dem Versagen der gemässigten Muslime ein ansprechendes Gegenangebot zu unterbreiten. Bei soviel Tatenlosigkeit muss man sich die Frage stellen, ob diese nicht stillschweigend einverstanden sind.

    Alte Regel aus den Anfangszeiten des Internets: Wer versucht gesellschaftliche Missstände durch technische Ansätze zu lösen, wird versagen.

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    1. Nur hilft das alles den Jugendlichen nichts. Natürlich weiß ich, das die Nichtlistung einer Salafistenseite das Problem nicht löst, aber es ist ein kleines Rädchen im großen Ganzen. Ausserdem sei angemerkt, das alle Suchmaschinen ohnehin schon filtern und auch die Reihung ein Geheimnis ist - ich muss ihnen also jetzt schon trauen, ob ich nun will, oder auch nicht.

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  2. OK, nehmen wir mal an solche Seiten werden entfernt. Aus den Suchergebnissen. Dann wird halt mit Mund-zu-Mund Propaganda die Seite verbreitet. Auf Schulhöfen, auf Flyern, auf Vorträgen. Und auf einmal hat es den Reiz des Verbotenen.

    Um das Beispiel noch mal aufzugreifen - selbst wenn die Eltern sämtliche Schmuddelhefte verbannen, alle Erotikseiten sperren und einem jedesmal die Augen zu halten, wenn eine leichtbekleidete Schönheit zu sehen ist - auf der Strasse oder im TV - früher oder später wird man doch das gewünschte Material in die Hände bekommen.

    Problem ist hier nicht die Suchmaschine oder das Internet. Problem ist ganz klar das fehlende Gegengewicht. Und das kannst du nicht leisten, das kann ich nicht leisten - das muss von der Seite der friedliebenden Muslime kommen. Diese hüllen sich aber in Schweigen und begehren nur auf, wenn Leute Bilder malen und Mohamed drunter schreiben, man total unnütze Eingriffe bei Säuglingen verbieten will oder ein Arbeitgeber es nicht mitmachen will, wenn der Angestellte sich 3 mal am Tag von der Arbeit entfernt um seine Gebete zu verrichten. Dann sind sie da, inklusive Protesten bei Gerichten, Parlamenten und öffentlichen Demonstrationen. Das komplette Programm.

    Ein weiteres Problem. Die wirklichen Autoritäten im Islam haben gar kein Problem mit dem, was Vogel und Co treiben. Ein Vorsitzender eines deutschen Islamdachverbands hat unter Gläubigen kaum Gewicht.

    Ich finde wir sollten Schluss mit Kuscheln machen. Die Muslime wollen hier mit uns in Frieden leben? Herzlich Willkommen. Aber dann zeigt es auch. Wo sind diese Muslime? Ich sehe nur eine Menge von Gott-ist-grösser schreienden Menschen, die vor einem LKW stehen und einem Ex-boxer im Nachthemd zujubeln. Ich sehe aber keine, die sich ganz klar dagegen stellen. Als Alibi ein kurzes Statement auf die Internetseite: "Wir lehnen das ab, das hat nicht mit Islam zu tun." Fertig. Sonst passiert nix.

    Würden sich die friedliebenden Muslime - die ja angeblich die Mehrheit stellen - einfach mal aktiv dagegen stellen, könnte ich es glauben. Aber seien wir doch mal ehrlich - es wird geduldet, ganz bewusst.

    Und um den Kreis zu schliessen - hier muss die Lösung herkommen, wenn es denn eine gibt. Nicht durch Filterung, Sperrung und Zensur.

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  3. Tja dann repräsentiert Abu Nagie den wahren Islam und dann wäre ja die Listung doch gar nicht mal so falsch. Wenn der Salafismus den wahren Islam repräsentiert und brüllende, gewalttätige Personen als Vertretung des Islams in Erscheinung treten, so stimmt das Image des friedliebenden Islams auch nicht. Dann wäre der Islam als eine als Religion getarnte politische Ideologie entgültig entlarvt und könnste sich nicht auf gleicher Stufe mit den Christen stellen. Un der Islam würde dann auch eine von Menschen, vornehmlich Männern kreierte Sekte verstanden werden und dann auch keine Macht und Einfluss auf die Menschen ausüben. Es ist am besten wenn der Islam als das was es ist entlarvt werden würde, als eine komplexe Lügenmaschinierie und dann würde der Islam auch seine Macht verlieren.

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