Freitag, 5. Juni 2015

Volksverhetzung bei Bilal Gümüs

Eng ist heute mein Zeitplan, weswegen ich auch keinen langen Beitrag schaffe, und so danke ich hiermit Bilal Gümüs und seinen Freunden, sorgt er ja dafür, dass ich wirklich nicht viele Worte brauche, reicht ja einzig eine simple Zurschaustellung seiner Volksverhetzung:




Besonders hervorzuheben sind noch die Träume eines Tyson Abdallah samt Anhängsel Bu Jar Ahmet, welche dafür schon den gestrigen Rotzlöffel überreicht bekamen:





Ja, der Salafismus ist wahrhaft Frieden. Ich kann es förmlich riechen. Sie auch?


Guten Tag


Kommentare:

  1. Was dort geschrieben steht finde ich hart und undifferenziert, aber Ähnliches liest man ja auch immer öfter über Muslime und da stört es anscheinend auch keinen, es sei ja Kritik und überhaupt, Religion sei ja keine Rasse und deswegen gäbe es auch keinen Rassismus.

    Wahrscheinlich schreiben solch rassistischen Unsinn sogar die gleichen, die sich nun heuchlerisch über Ähnliches empören. Von daher.

    http://www.focus.de/politik/ausland/islamischer-staat/unvorstellbare-folgen-ex-cia-vize-wenn-diese-vier-dinge-eintreten-koennte-der-is-wirklich-gewinnen_id_4726918.html

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    1. "Was dort geschrieben steht finde ich hart und undifferenziert, aber Ähnliches liest man ja auch immer öfter über Muslime und da stört es anscheinend auch keinen, es sei ja Kritik und überhaupt, Religion sei ja keine Rasse und deswegen gäbe es auch keinen Rassismus"
      Was ein Quatsch. Es ist Volksverhetzung! Wenn man so was über Muslime schreibt, ist es auch Volksverhetzung. Und auch das stört viele. Und geht es eigentlich in deine gehirngewaschene Birne, dass hier nicht "Kritik" an einer Religion geübt wird, sondern gegen eine vorbezeichete Gruppe von Menschen gehetzt wird, bis hin zu Mordfantasieen.

      "Wahrscheinlich schreiben solch rassistischen Unsinn sogar die gleichen, die sich nun heuchlerisch über Ähnliches empören. Von daher."
      Erspare uns weitere Beweise deiner Dummheit.

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    2. ""Was dort geschrieben steht finde ich hart und undifferenziert, aber Ähnliches liest man ja auch immer öfter über Muslime und da stört es anscheinend auch keinen, es sei ja Kritik"
      Eine Aufforderung ist keine Kritik.

      Das wird woanders auch geahndet.
      " Die Rede ist von unserer Schwester Runa Khan. Sie postet ihre Ansichten auf Facebook, forderte muslimische Frauen auf, ihren Pflichten nachzukommen und ihre männlichen Verwandten zum kämpfen zu animieren.
      Sie wurde nun für fünf Jahre und drei Monate wegen "Förderung des Terrorismus" inhaftiert.

      Sie lobte einen Artikel mit dem Titel "Erziehung von Mujahidin Kindern", der anscheinend Tipps bereitstellen, wie man kleine Kinder für den Jihad vorzubereiten hatte. Der Richter Peter Birts sagte dazu: "ein Handbuch zur Förderung der Frauen bei der Beteiligung am Jihad.

      In einem Beitrag auf Facebook schrieb Runa: "Schwester, wenn du deine Söhne, Ehemänner und Brüder liebst, dann beweise es, indem du sie für Allah kämpfen lässt. Willst du nicht Jannah für sie? Willst du nicht, dass sie einen Palast für dich vorbereiten ...? "

      Bei ihrer Festnahme fand die Polizei ein Foto von ihrem zweijährigen Sohn mit einem Spielzeuggewehr und einem Jihad-Buch auf ihrem Handy.

      Unsere Schwester Runa, aus Luton, gestand in vier Verhandlungen, die "Verbreitung terroristischer Publikationen" von Juli bis September 2013.

      Sie erzählte BBC Newsnight: "Ich habe nichts getan, ausser meinen Glauben zu veröffentlichen ."

      Na wenn da alle so ihre Interpretation vom Glauben ausleben.

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    3. "Was dort geschrieben steht finde ich hart und undifferenziert, aber Ähnliches liest man ja auch immer öfter über Muslime und da stört es anscheinend auch keinen, es sei ja Kritik und überhaupt, Religion sei ja keine Rasse und deswegen gäbe es auch keinen Rassismus."

      Wie kommst Du darauf, dass Islamfeindlichkeit keinen stört? Mich stört es.

      Und was willst Du uns mit Deinem Statement sagen?
      Dass uns muslimischer Antijudaismus nicht zu stören hat, weil es auch Islamfeindlichkeit gibt?
      Oder vielleicht sogar, dass wir wahrscheinlich islamfeindlich sind, weil uns muslimische Judenfeindlichkeit stört?
      Bitte, sag es mir.

      Und, falls Du Muslim bist, bitte, lass mich Dir etwas sagen:
      Wer Islamfeindlichkeit beklagt, sollte bei muslimischem Antijudaismus nicht schweigen.
      Deshalb sag bitte den betreffenden Muslimen, dass es schändlich ist. Von Dir nehmen sie es vielleicht an.

      Denn: was Du nicht willst, dass man Dir tu', das füg auch keinem anderen zu.

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    4. "Denn: was Du nicht willst, dass man Dir tu', das füg auch keinem anderen zu. "
      Noch son Flachspruch.
      Vollkontakt Kampfsportler bist du wohl nicht.
      Masochisten möchten eine Menge was andere überhaupt nicht wollen.

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    5. Seht ihr, und das macht den Erfolg des Christentums in seiner Verbreitung aus. Schaut euch mal an, welche Religion sich wirklich schnell verbreitet:

      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/christen-in-china-unsere-kirche-waechst-schneller-als-die-wirtschaft-a-668343.html

      Offenbar kommt die Botschaft besser an, als der in der Street-Dawa propagierte Islam der Altvorderen. Wer die Aussage "Was Du nicht willst, dass man Dir tu', das füg auch keinem anderen zu" für einen Flachspruch hält, braucht sich nicht zu wundern, als Extremist identifiziert zu werden, den es gilt, mit allen legalen Mitteln zu bekämpfen (falls du also die deutsche Staatsangehörigkeit noch nicht in der Tasche hast, fühl dich mal nicht so sicher vor Abschiebung)!

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  2. "Volksverhetzung" steht doch in keinem Verhältnis zum rassistischen Morden.
    Und wenn das jahrelang geduldet wird, wenn dem Hobby-Jihad zugesehen wird- warum dann was gegen Internetpöbelei machen?

    Denken sich ja die Täter korrekterweise genauso.

    --------------------

    Und jetzt kommt es: es soll angeblich Pläne geben Irak und Syrien in ethnische Gebiete zu zerteilen.
    Dann macht der jahrelange Genozid und die "befreiten" Zonen absolut Sinn.
    Hoffentlich ist Deutschland an den Plänen nicht beteiligt, hoffentlich legitimiert man nicht ganz offiziell Völkermord und belohnt "Schlachten".
    Aber es würde vieles erklären.

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    1. "ethnische Gebiete"

      Es könnte wohl sein, dass es nach all diesem Krieg ein unabhängiges Kurdistan geben wird, Anonym5. Juni 2015 um 02:56.
      Aber so what?
      Die Kurden kämpfen seit hundert Jahren dafür, und wenn nun die Winkelzüge der Geschichte dazu führen, dass es klappen sollte mit einem eigenen Land: ich würde es ihnen gönnen.

      Aber warum Deine Verbitterung? Warum diese Verschwörungstheorien?
      Welches Masterbrain soll sich das ausgedacht haben?
      Sicher kochen viele ihr Süppchen in Syrien -
      aber wie sollte das Alles von Anfang an perfide geplant sein?
      Manoman, da müsste erst einer drauf kommen, und dann müsste es auch noch klappen ....
      Gehört haben ich es allerdings auch schon, dass der böse Westen es so hinmanipuliert hat, dass sich nun die Muslime, Schiiten und Sunniten, gegenseitig abschlachten.

      Wenn manipuliert wurde, dann gäbe es immer noch Manipulierer und Manipulierte.
      Haben sich die Syrer zum Aufstand manipulieren lassen? Viele waren unzufrieden mit dem Assad-Regime.
      Haben sich die Islamisten dazu manipulieren lassen, am Krieg in Syrien mit zu mischen? Sie sind eher aufgesprungen, und haben ihrerseits Anhänger manipuliert, dort zu kämpfen.

      Es stimmt, dass IS in Syrien erschreckend wenig bekämpft wird, wenn wir mal vom Kampf um Kobane absehen. Stattdessen sehen wir immer deutlicher einen Stellvertreter-Krieg zwischen Sunniten und Schiiten auf syrischem Boden.
      Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet, dass 6 000 iranische Soldaten in Latakia gelandet sind, woanders habe ich sogar von 20 000 gelesen. Diese werden nicht IS bekämpfen sondern zusammen mit der syrischen Armee die Koalition anderer Rebellen-Gruppen (u.A. Nusra Front und Ahrar Sham), die mit Unterstützung der Türkei und Saudi-Arabiens gerade eine Offensive (gegen die Assad-Armee) gestartet hat.

      Ein Hoffnungsschimmer: In Kairo ist eine "unabhängige" syrische Opposition zusammengekommen.
      Hoffentlich ist das ein erster Schritt zu Verhandlungen.

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  3. Mütter wollen es nicht mehr hinnehmen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-muetter-wehren-sich-gegen-dschihad-a-1036938.html

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  4. Sind diese Menschen eigentlich auch Antisemiten?:

    https://www.youtube.com/watch?list=PLXRjgwlnXEE8jMMWGoRSVFxv_7zwIDOYo&v=geRA1x_VRW0

    http://www.n-tv.de/politik/Holocaust-Ueberlebende-geisseln-Gaza-Krieg-article13476996.html
    c

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    1. So, du zitierst Holocaust-Überlebende, die den Gaza-Krieg kritisieren? Was ist die Botschaft? Das Israel eine pluralistische Gesellschaft hat, in der auch die Politik der eigenen Regierung hinterfragt wird? Soweit, so gut. Jetzt zeig mir mal eine funktionierende, frei handlungsfähige Opposition in einem muslimisch geprägten Land.

      Und eben gegenüber diesen Holocaust-Überlebenden würdest du dann auch die geposteten Beiträge eines Tyson Abdallah rechtfertigen? Das zu deinem Respekt gegenüber den Opfern des Faschismus.

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  5. Volksverhetzung ist wohl eher, was hier im Blog tagtäglich abgeht. Wenn ich dich kriege Georg E., dann bist du geliefert. Dann kann dich auch dein deutscher Staat nicht retten.

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    1. Das hab ich ausnahmsweise durchgelassen, ists ja wirklich lustig.

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    2. "Wenn ich dich kriege Georg E., dann bist du geliefert."
      Immer diese Stimmen aus dem Off.
      Sitzt wahrscheinlich jetzt mit Gewaltphantasien sabbernd auf dem Sofa und greift sich dabei schonmal eins.

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    3. Manchmal ist es ganz gut, dass das Netz kaum etwas vergisst. Dank dieses Umstandes ist ein gut vier Jahre altes Droh-Video vom obigen "Akhi" erhalten geblieben, ohne welches wir nicht wüssten, mit wem wir es hier zu tun haben!
      Warnung: Ganz abgesehen von den brutalen Bildern, sollten sich sensible Gemüter doch besser die Ohren zuhalten!

      www.youtube.com/watch?v=q1VPCnbw8ZE

      Ich Bin Sleid

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    4. " Wenn ich dich kriege "
      Was nur einer, ungewöhnlich, was macht den der Rest Familie.
      "Berliner Polizei: 90 Beamte beenden Familienstreit auf Spielplatz (Panorama, 12:49)

      50 Personen beteiligt: Berliner Polizei muss erneut bei Streit auf Spielplatz eingreifen (Panorama, 15:59)" (spiegel)

      Sind die alle arbeitslos und treiben sich auf Spielplätzen rum.

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    5. "Wenn ich dich kriege" -
      ja, was machste dann mit Georg? Sabberste schon? Kleiner Großkotz, Wichtigtuer!

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    6. "Wenn ich dich..."

      Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär, wär mein Vater Millionär!

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    7. Islam ist die Religion des Friedens

      Ich wollte zum traditionellen Freitag auch mal einen Witz beitragen :D

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    8. Könntest du nicht mal so einen Blogbeitrag nur mit diesen verzweifelt unqualifizierten Kommentaren machen? Die sind so amüsant, dass du sie uns nicht vorenthalten solltest, zeigen die ja, wie hoffnungslos beschränkt unsere praktizierenden Salafisten sind.

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    9. 3:59 doch den gibt es. Musst mal auf Rotzlöffel des Tages gehen und auf Deutsch für Anfänger

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  6. Actually George I like Tyson's contribution.
    A. It reflects the daily teachings on Arabic TV Channels.
    B. It reflects in one single drawing the complete ideology of Salafis - I kill you if you do not follow my interpretation of religion or as they like to call it
    the true Islam - no matter what you believe in or not believe in. Only we understand Allah and the Prophet in it's entirety - which is heretical in itself and disqualifies those individuals and organizations as being members of
    the Ummah ie Muslims. To make it very clear. These individuals and organizations do not defend Islam against outsiders. They attack Islam from the inside for their own greedy motives.
    C. It reflects what IS and like minded groups are actually doing. They do not behead individuals but slaughter them. Both is of course not justifiable
    but I am always sickened by western media that belittle their crimes by
    calling it a beheading. The act of beheading is normally one single act. What these terrorists however do is different. It is the hacking off the head. And to be frank it is the most animalistic act you can perform as a human.
    So forgive me if I will not accept the description of human being for such animals. Thanks to Tyson I will distribute that drawing to Muslim children to explain what IS and their lookalikes actually promote and do. It is always
    appreciated to get the help of retards like Tyson to prove the incapacity of Salafis and Wahhabis. The more to counteract the Wahhabi and Salafi colonialism.
    So keep on doing your work Georg. It is really appreciated in a sense that
    it gives small potatoes like me the opportunity to demask these cowards in my "Muslim community" and to contravene the notion that Islam is attacked by non Muslims.
    And one last word for Tyson. Your are shit - come to Indonesia or Malaysia or Brunei (Asian Muslim countries) and you will rot in jail for posting drawings that incite bottomless hatred between religious groups and races. I dare you - come to these countries and they will deal with you in a way you cannot imagine in Germany.

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  7. Wieso gibt es von den Salanazis keinen Link zu dem Bild mit der angeblich verhafteten Muslimin?

    Das Foto sieht irgendwie gestellt aus. Es wäre ja nicht das erste Mal dass die Salanazis ihre Leser verblöden wollen.

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  8. Mitleid mit dem Blogwart? - Keineswegs! Niemand nötigt ihn, die Wahrheit so zu verbiegen.
    Nein, der auch von mir geschätzte Georg schreibt eben nur leider nicht die ganze Wahrheit; ob nun nur aus taktischen oder/und anderen Gründen, sei dahingestellt. In der neueren deutschen Geschichte aber finden sich frappierende Parallelen zu seiner Argumentationsschiene.
    Unmittelbar nach dem 8. Mai 1945 versuchte der NSDAP-Parteiapparat, zumeist untere Parteifunktionäre und einfache Mitglieder, die “Reinwaschung“ der Bewegung; bis hin zu der irrsinnigen Annahme, dass doch Adolf Hitler von alledem nichts gewusst habe und die Verbrechen von einer kleinen Clique um Reichsführer Heinrich Himmler hinter dem Rücken des Führers begangen wurden. Und tatsächlich war ja auch nur ein zahlenmäßig verschwindend geringer Anteil der bis zu 10,5 Millionen Parteimitglieder unmittelbar in die Planung und Durchführung der Völkermorde involviert. Natürlich waren auch die wenigsten Parteimitglieder fanatische Antisemiten - schließlich lebte man ja immer schon Tür an Tür mit jüdischen Nachbarn. Und kämpfte man nicht noch im ersten Weltkrieg Seite an Seite? Zwar war der gemeine Parteisoldat Zeuge der sukzessiven Entrechtung jüdischer Mitbürger und anderer Minderheiten nach der Machtergreifung. Aber hatten es die Juden nicht doch irgendwie auch verdient?
    Es dauerte dann noch einmal ein viertel Jahrhundert, ehe dieses Land begann, die Schuldfrage wahrhaftig zu diskutieren; jenseits der Entnazifizierung per Persilschein.
    Wer heute den Anspruch erhebt, Antifaschist zu sein, muss Ross und Reiter nennen. Darum auch reicht es nicht, einzig die Salafisten als Islamfaschisten zu brandmarken, wenn doch für weit über 90 % der Moslems alle Ungläubigen weniger wert sind als das Vieh im Stall.
    Leider hat die alte BRD versäumt, diese Grundsatzdebatte unter dem Stichwort “Euroislam“ bis zu einem akzeptablen Ergebnis zu führen.

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    1. "Es dauerte dann noch einmal ein viertel Jahrhundert, ehe dieses Land begann, die Schuldfrage wahrhaftig zu diskutieren;"
      Vielleicht können das die noch lebenden WW2 Leute unter sich
      auskaspern und heutige Generationen damit mal aus der Sippenhaft lassen.
      Sondt können wir ja noch mal drüber reden ob die Germanen die Römer unter Varus hätten moralisch angreifen dürfen.
      Was soll das mit einem noch nicht mal existenten Euroislam zu tun haben. Kann man den nicht in San Marino diskutieren bis klar ist was das ist.

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    2. @ cairn 6. Juni 2015 um 13:24 Uhr

      Habe ich mich so missverständlich ausgedrückt? - Die Quintessenz der verspäteten Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit lautete:

      “Wider den Anfängen"

      Zurückblickend erwies sich dieses Konzept als alles in allem erfolgreich, denn der Rechts- wie der Linksfaschismus blieben fortan Randerscheinungen; manchmal laut, immer abstoßend, aber de facto politisch bedeutungslos. Bisweilen beobachtete man von der alten BRD aus, mit wohlig-schauriger Arroganz, sowohl die Etablierung rechtsfaschistischer Strömungen in westlichen Nachbarländern (von den Niederlanden bis nach Italien) wie auch den institutionalisierten Linksfaschismus jenseits der Elbe. Nicht einmal einer Organisation wie der Scientology Church gelang es, ihren Faschismus unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit zu verbergen. Man wähnte sich eigentlich schon immun gegen jede Form des Faschismus.
      Es geht mir also nicht um eine Wiedervorlage der Vergangenheitsbewältigung des Dritten Reiches. Die gesellschaftlichen Grundlagen und die Mechanismen, die in die faschistische Katastrophe führten, sind in allen wesentlichen Punkten schon lange erkannt, ausreichend erörtert und weitestgehend unbestritten. Was macht es aber für einen Sinn, sich ausführlich damit zu beschäftigen, wenn man dann keine Schlüsse, keine Lehren zieht?
      Exakt das ist der Vorwurf, den ich auch Georg mache: Man kann Salafismus nicht ohne Islam thematisieren. Natürlich sind nicht 4, 5 oder 6 Millionen Moslems in Deutschland hirnlose Kopfschlächter. Von den 10,5 Millionen NSDAP-Mitgliedern eigneten sich auch nur sehr wenige für den Dienst in den Konzentrations- und Vernichtungslager - gleichwohl organisierte diese politische Bewegung einen Völkermord beispiellosen Ausmaßes. Darum auch ist das Aufzeigen der Parallelen beider Ideologien nicht nur statthaft, sondern gefordert; beginnend mit den Unfehlbarkeitsdogmen bis hin zur teilweisen oder völligen Entrechtung von Menschen.
      Wer also das ideologische Fundament des Salafismus ignoriert oder gar verleugnet („das hat mit dem wahren Islam nichts zu tun“), verharmlost nicht nur die Gefahren des religiösen Extremismus', sondern eher torpediert jede Reformbemühung. Es sei noch einmal daran erinnert, dass es mit Bassam Tibi ein gläubiger muselmanischer Migrant war, der die Entwicklung eines “ Euroislams“ forderte. Die älteren Semester werden sich erinnern. Warum er seinerzeit diese Forderung erhob? - Nun,
      anhaltend zu weicher Stuhlgang wird ihn (und sehr viele andere) wohl kaum dazu bewogen haben.
      Du siehst, Cairn, ab und wann lohnt die Retrospektive.

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    3. "Wer also das ideologische Fundament des Salafismus ignoriert oder gar verleugnet („das hat mit dem wahren Islam nichts zu tun“), verharmlost nicht nur die Gefahren des religiösen Extremismus', sondern eher torpediert jede Reformbemühung."
      Man kann natürlich versuchen alles von einer höheren Warte aus zu betrachten. Wie wärs mal mit bodenständig, Religion als vorgeschobene Rechtfertigung für nackten Egoismus und Machthunger und eigenen Wohlstand auf dem Rücken fanatisierter Idioten zu erreichen.
      Praktisches Beispiel wie so die IS hype instrumentalisiert wird, die ohne die lokalen Stämme , IS selbst ist zu klein, die Verbündeten unter dem Label machens, die schnell und ständig wechseln. Da werden viele alte Rivalitäten zwischen Schiiten, Sunniten , Kurden mal geregelt.
      "600 Kurdish civilians stranded at Turkish border after escaping ISIS
      IS insurgents forced hundreds of Kurdish civilians to leave their villages in the western countryside of Tel Abyad.

      The displaced families tried to cross the Turkish border after escaping IS threats, but the Turkish border guards refused to open the crossing. At least 600 Kurdish civilians have been stranded at the Turkish borderline since Saturday, facing attacks by IS extremists.

      “During their escape from IS terrorists to the Turkish borderline, the Turkish border guards attacked the Kurdish families with tear gas, after preventing them from crossing. At the same time, IS terrorists opened fire on them from northern Tel Abyad,” eyewitnesses told ARA News.
      A media activist told ARA News in Tel Abyad (on the condition of anonymity for security concerns) that the IS militants who were involved in the displacement of the Kurdish families “are mostly local tribal Arabs who have recently pledged allegiance to the Caliph al-Baghdadi”.

      “Apparently, those local militants of IS seized the opportunity to displace Kurdish civilians from the area,” the source said.

      “A wave of hostility has emerged between Arabs and Kurds of Tel Abyad since the outbreak of the Syrian crisis four years ago. Arab tribal forces worked alongside Islamists since they took over Tel Abyad, and later they pledged allegiance to the Islamic State. Now they are trying to use the power given to them by ISIS against local Kurds,” he added. "

      Da haben sich die arabischen Stämme zu Erweiterung ihrer Landwirtschaft und Liegenschaften mal eben den großen Bruder IS zugelegt..
      Da herrschen ganz andere Zustände wie hier, sowas wie Humanismus ist da noch eine andere Welt.
      Inzwischen kloppen die Stämme sich schon untereinander um die Gebiete der vertriebenen Kurden, IS gegen IS.

      "Es sei noch einmal daran erinnert, dass es mit Bassam Tibi ein gläubiger muselmanischer Migrant war, der die Entwicklung eines “ Euroislams“ forderte."
      Er forderte,eine akademische Diskussion ohne weiteren
      praktischen Wert.
      Was hat das mit lohnender Retroperspektive zu tun.
      Der Worte gibts billig jede Menge.
      Ich muss aber mit den Taten leben.

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    4. "Exakt das ist der Vorwurf, den ich auch Georg mache: Man kann Salafismus nicht ohne Islam thematisieren."
      Muss man sogar, die Salafi lebten vor Koran und Sunna.
      Zu der Zeit gabs noch mehrere Korane und ganz andere Überlieferungen,
      Was man im Christentum als apokryphe Schriften bezeichnen würde.
      Das Evangelium des Koran wurde genauso willkürlich fest gelegt wir die Bibel auf dem Konzil von Niccäa, wo noch nicht mal die Trinität klar war.
      Einmal entschied Kalif Utman, einmal Heide Konstantin (der Bibelschöpfer, der die genehmigt hat).
      Nix Wort Gottes.
      Irgendwie bleibt das gerne unerwähnt.

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    5. Abu Dunjaschaden7. Juni 2015 um 11:05

      @ Teermaschine

      Ich sehe nicht so richtig den Zusammenhang, warum du Georg vorwirfst, er würde die Wahrheit verbiegen.
      Ich stimme dir aber zu, dass es wichtig ist, das islamische Fundament kritisch zu beleuchten und die Gefahren des religiösen Extremismus aufzuzeigen und aus meiner Sicht ist eine innerislamische Diskussion dringend erforderlich. Was macht einen guten Muslim aus? Wie können wir gut miteinander leben? (Dazu ist es nötig, sich mal von dieser beleidigenden Herabsetzung der Kuffar zu lösen und den Menschen als Ganzes zu betrachten und nicht nur seinen Glauben. Im Gegenzug sollten wir nicht immer so kleinlich sein und z.B. ein Kopftuch tolerieren.) Was ist so furchtbar an der Gleichberechtigung von Mann und Frau und an dem Selbstverständnis, dass Frauen auch ein Berufsleben und eine Eigenständigkeit haben? Die Frau kann doch trotzdem eine gute Muslima sein, der zum Beispiel die Familie und ihr Glaube an Allah sehr viel bedeutet. Welche islamischen Werte sollten heute Gültigkeit haben? Ist es wirklich gut, auf eine Minderjährigenehe zu orientieren? Warum ist das Zeugnis einer Frau nur halb so viel wert wie das eines Mannes? ...
      Und in dieser Hinsicht sollte man auch mal kritisch mit all den Gelehrten und Handtuchkaspern umgehen. Meine Meinung.

      Übrigens noch zu deiner Retrospektive. Man kann ja dem "institutionierten Linksfaschismus" vieles vorwerfen, aber in der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit waren wir wohl doch ein Stückchen konsequenter. In dem Zusammenhang fällt mir noch ein Gedicht von Erich Weinert ein: "Genauso hat es damals angefangen!" : Das darf sich heut schon wieder frech vermessen und sein Bedauern fassen ins Gebet....dass es nicht noch mal nach Moskau geht." Ich hoffe, nicht.

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    6. Abu Dunjaschaden7. Juni 2015 um 14:00

      Anmerkung
      Es heißt selbstverständlich: institutionalisiert

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    7. "Was ist so furchtbar an der Gleichberechtigung von Mann und Frau und an dem Selbstverständnis, dass Frauen auch ein Berufsleben und eine Eigenständigkeit haben? Die Frau kann doch trotzdem eine gute Muslima sein, der zum Beispiel die Familie und ihr Glaube an Allah sehr viel bedeutet. Welche islamischen Werte sollten heute Gültigkeit haben? Ist es wirklich gut, auf eine Minderjährigenehe zu orientieren? Warum ist das Zeugnis einer Frau nur halb so viel wert wie das eines Mannes? ..."

      Das dürfte ein sinnloser Ansatz sein. Der Ursprung ist doch zu hinterfragen, wenn man von einem Allah ausgeht der diese Regeln unverbrüchlich vekündet hat und ansonsten mit Höllenqualen droht ist doch die Ursache für diese nicht diskussionsfähigen Gesetze, genauso wie die Verkündung, das Mulime die besseren Menschen sind die dem Glauben bedingungslos folgen müssen.
      Der muss weg, alles andere können dann Menschen unter sich regeln, was du forderst, jetzt ist das nicht möglich wenn Gottesrecht eines einzelnen fragwürdigen Verkünders über menschliche Vernunft gestellt wird.
      Da ist kein Platz für richtige Toleranz, höchstens , nach dem Koran erlaubte Täuschung bis die Zeit gekommen ist.
      Im Koran findet man auch genaue Anweisungen wann es nicht mehr notwendig ist sich an geschlossen Verträge zu halten.
      So ist da nunmal, nachlesbar.

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    8. @ Abu Dunjaschaden 11:05

      Wenn es denn auch nur bei einem Kopftuch bliebe. Leider nutzen erzkonservative Mohammedaner das kleinste staatliche Zugeständnis, die geringste gesellschaftliche Akzeptanz nur zu immer neuen Forderungen nach religiös begründeten Extrawürsten, im Kindergarten beginnend und auf dem Friedhof endend. Kennen wir doch alles in zunehmenden Maß schon seit Jahrzehnten. :(

      Ich Bin Sleid

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  9. @ cairn 7. Juni 2015 um 7:36

    Ich weiß zwar nicht, ob Du eine professioneller Hütchenspieler oder ein unterbeschäftigter Gemüsehobelverkäufer bist - drollig bist Du in jedem Fall; und in etwa ebenso unredlich!
    Warum lügst du uns so dreckig in unsere Gesichter? Die politische Forderung zur Entwicklung eines Euroislams war gerade das genaue Gegenteil eines akademischen Diskurses, weil für über 90 % aller Moslems in diesem Land, damals wie heute, der Koran verbindlich und unantastbar ist. Das ist und war gelebte Glaubenswirklichkeit. Was Du hier beschreibst, nämlich eine kritisch-historische Koranexegese, versuchen tatsächlich zur Zeit nur wenige akademische Zirkel; gegen den erbitterten Widerstand der Islamverbände und (noch) ohne Breitenwirkung. Der interessierte Leser möge einmal die Kontroversen um den Lehrstuhlinhaber an der WWU Münster, Herrn Professor Korchide, recherchieren.

    Hör auf, hier einen solchen Stuss zu schreiben, cairn.

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    1. "Der interessierte Leser möge einmal die Kontroversen um den Lehrstuhlinhaber an der WWU Münster, Herrn Professor Korchide, recherchieren. "
      Sowas ist ein akademischer Diskurs. Die praktischen Auswirkungen im täglichen Leben sind 0. Diskutiert wird vieles.
      Ich hab auch keine historisch kritische Exegese beschrieben,die kann auch wohl kaum in Europa wirkungsvollstattfinden.Da leben nur eine Handvoll Muslime, den Rest der Welt interessieren die überhaupt nicht. Hier ist auch mal ein "Euro-Islam", das ist kein
      patentierter Begriff, den kann jeder verwenden.
      "Johannes Twardella verwendete den Begriff „Euro-Islam“ 2006 für die Position des islamischen Intellektuellen Tariq Ramadan, der ebenfalls für eine neue europäisch-muslimische kulturelle Identität eintritt.[6] In seinem Buch „Muslimsein im Westen“ forderte Ramadan die Partizipation am gesellschaftlichen Leben sowie kulturelle Projekte im Einklang mit der europäischen Kultur und der muslimischen Ethik. Um seine Auffassung der Stellung des Islam in Europa zu verdeutlichen, prägte er den Neologismus Dar asch-Schahada (Gebiet des Glaubensbekenntnisses), das unter der Bedingung der Religionsfreiheit den traditionellen Gegensatz zwischen islamischer Welt und dem nicht-islamischen Dar al-Harb (Gebiet des Krieges) aufbrechen soll. Dadurch soll die Notwendigkeit eines Dschihad entfallen. Allerdings lehnt Ramadan anders als Bassam Tibi die Scharia nicht grundsätzlich ab, sondern tritt lediglich für ein Moratorium für übertrieben harte Strafen ein." Sieht schon anders aus, auch keine praktischen Auswirkungen.
      Auch der Begriff scheint nicht neu zu sein:
      "Der Nahosthistoriker Wolfgang G. Schwanitz meint, dass der Begriff „Euro-Islam“ 1909 bereits durch den Islam-Wissenschaftler Carl Heinrich Becker geprägt wurde. Becker erörterte in seinem Aufsatz „Vom afrikanischen Islam“ die Frage, „Ist der Islam eine Gefahr für unsere Kolonien?“ (wiki)
      Also ein Denkansatz der es nie bewirkend in die Öffentlichkeit geschafft hat.
      Da kannst du dich gerneauf den Kopf stellen. Ist so.
      "

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    2. Es sei daran erinnert, dass Bassam Tibi NICHT - wie Teermaschine- die Bezeichnung Faschismus verwendet hat, sondern lediglich von im Islam angelegten totalitären Tendenzen (die vermieden werden sollen) gesprochen hat.

      Hamed Abdelsamad hat das Wort Faschismus verwendet, wahrscheinlich aus irgendeinem US-think-tank übernommen, es darf nachgefragt werden, warum.
      Ich halte dafür, dass der Faschismus-Vergleich zu einfach und zu einseitig ist, denn er bedeutet: die spirituelle Seite des Islam und seine 1400-jährige Geschichte verkennen.
      Salafismus ist eine Ausprägung des Islam, die in möglichst buchstabengetreuer Auslegung des Koran versucht, das ganze Leben genau zu regeln. Andere Lesarten (das muss noch nicht einmal historisch-kritisch zu sein) setzen verschieden Verse gegeneinander und gelangen so zu einem Interpretationsspielraum. Zudem ist zu bedenken, dass Muslime Menschen sind, die meisten nicht gehirngewaschen wie Salafisten. Im strittigen Fall wissen sie, den gesunden Menschenverstand einzusetzen und finden die entsprechende Begründung im Koran.

      Papst Franziskus scheint die politische Seite des Islam nicht zu kennen, zumindest fokussiert er auf die andere, spirituelle.
      Teermaschine scheint die spirituelle Seite des Islam nicht zu kennen, scheint keine Muslime zu kennen, muss alles in ein intellektuelles Raster sperren, scheint Ambiguitäten nicht zulassen zu können.

      Was den Euro-Islam angeht:
      ich verstehe (jetzt) darunter, den politischen Islam, der verfassungsfeindlich ist, auszusperren.
      Das kann von Muslimen und von Nichtmuslimen (wenn sie den Islam gut genug kennen, das kann auch akademisch sein) bewerkstelligt werden.

      Statt sich in barscher bevormundender Islamablehnung zu ergehen, könnte Teermaschine -es ist nur ein Vorschlag- seine hervorragenden Kenntnisse des Islam einbringen, um bei strittigen Fragen sachlich und sachkundig zu verhandeln.;-)

      Denn ich stimme cairn zu, dass sich das Menschliche nicht akdemisch regeln lässt.

      MfG Ninja

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    3. Seit wann dieser Sinneswandel von deiner Seite, Teermaschine? Früher gab es extrem kompetente Beiträge von Dir, die ich sehr geschätzt hatte. Danach Pause und nun so etwas?

      Entschuldigung, aber ich muss cairn Recht geben.

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    4. @ Cairn 7. Juni 2015 um 14:38 Uhr

      Das geht ja hübsch durcheinander bei Dir:

      „Das Evangelium des Koran wurde genauso willkürlich fest gelegt wir die Bibel auf dem Konzil von Niccäa, wo noch nicht mal die Trinität klar war.“

      Damit bin ich sehr einverstanden. Es beschreibt exakt die Voraussetzung für eine tiefe inhaltliche Exegese. Und so ist heute für die übergroße Mehrheit aller Christen die Bibel Menschenwerk; wohl von Gott inspiriert, aber von Menschen für Menschen geschrieben. Und nach heutigem Glaubensverständnis ist jeder Christ aufgerufen, in den heiligen Schriften nach dem göttlichen Kern zu suchen.

      Welchen Stellenwert besitzt nun aber der Koran im Glaubensverständnis des gemeinen “Wald- und Wiesenmoslems“? - Du suggerierst (böswillig?), dass der Koran vom Wald- und Wiesenmoslem in vergleichbarer Weise gelesen und verstanden wird wie der Wald- und Wiesenchrist die Bibel liest und versteht. Das klingt natürlich hübsch und beruhigend - ist nur leider schamlos gelogen. Und das weißt Du auch.

      Und in genau diesem Stil verdrehst du Fakten und Wahrheiten. Ende der '80-iger Jahre des letzten Jahrhunderts war mit der öffentlichen Debatte um den “Euroislam“ schon auch die Hoffnung verbunden, so etwas wie einen Reformprozess in den moslemischen Gemeinden zu initiieren. Informiere dich doch einmal über die Protagonisten dieser Initiative, insbesondere die politischen Unterstützer in den Reihen der SPD und der Grünen. Was lügst Du daraus:

      „Er (Bassam Tibi) forderte eine akademische Diskussion ohne weiteren praktischen Wert.“

      Demnach nutzt also der langjährige Sprecher der PLO in Deutschland und Publizist Bassam Tibi seine seinerzeit beträchtliche Popularität, um eine akademische Diskussion ohne praktischen Wert zu fordern? - Das ist natürlich grober Unfug und man darf getrost davon ausgehen, dass Du das auch weißt.
      Bassam Tibi gab (nicht nur einmal) seinen Mitstreitern zu verstehen, dass ein “Euroislam“ eben nicht ohne Mitwirkung des Klerus' entwickelt werden könnte. Adressiert war dieser skeptischer Einwand vornehmlich an linke und grüne Alt-Revoluzzer, Kirche-von-unten-Vertreter und andere weltfremde Träumer - aus gutem Grund. Mit einer Forderung nach einem akademischen Diskurs ohne praktischen Mehrwert hat dieser Ratschluss wohl wenig zu tun.

      Und worum ging es jetzt inhaltlich noch mal bei der seinerzeitigen Initiative oder auch bei dem Bemühen von Herrn Professor Korchide? - Ja richtig, um eine zeitgemäße, wissenschaftlich-kritische Koranexegese. Wozu dann der Tamtam? - Schließlich lesen doch (fast) alle Moslems, auch in diesem Land, den Koran als Menschenwerk; wohl von Gott inspiriert aber eben von Menschen für Menschen geschrieben und überliefert. Inklusive der kleinen Fehlerlein, die sich über 1400 Jahre hier und da eingeschlichen haben?

      Wie beantwortete mir einmal ein offensichtlich tiefgläubiger Salafist bei der Missionsarbeit in der Fußgängerzone meine Frage, ob ich für ihn auch weniger wert sei als das Vieh (Sure 8, Vers 55)? - Er zuckte mild lächelnd mit den Schultern: „Wenn es so offenbart wurde?“

      Das fuzzelbärtige Häkelmützchen (auch ohne Mützchen) war ohne Zweifel falsch verdrahtet und fehlvertaktet - argumentierte aber stringenter und weitaus glaubwürdiger als Du, cairn.


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    5. "
      Das fuzzelbärtige Häkelmützchen (auch ohne Mützchen) war ohne Zweifel falsch verdrahtet und fehlvertaktet - argumentierte aber stringenter und weitaus glaubwürdiger als Du, cairn.
      "
      Ich referie lediglich Fakten.
      Wo sind die des täglich gelebten "Euroislam".
      Wobei der Begriff absolut nicht eindeutig ist.
      Nehmen wir Europa. Wo ist da der Euroislam im Kosovo , Bosnien, Albanien, dem ganzen Balkan des ehemaligen osmanischen Reiches.
      Wo ist der Euroislam in den Moscheen, den ausgübten Traditionen usw.
      Nüscht.
      Auch ein Euroislam kann sich nicht von dem göttlichen Gesetz
      über dem menschlichen abwenden.
      Dann wäre es sowieso kein Islam mehr.
      Dazu gehört dann auch die Ablehnung der Sunna die gelebter Islam ist.
      Die reinen Koranisten wären da der Ausgangspunkt für eine
      neue Interpretation. So 90 % sind aber nunmal Sunniten.
      Da kann man genausogut probieren die RKK von der Anerkennung der Dogmen abzuschaffen.
      Dann wäre es auch kein Christentum mehr.

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    6. @ cairn 8. Juni 2015 um 7:35

      “Auch ein Euroislam kann sich nicht von dem göttlichen Gesetz über dem menschlichen abwenden. Dann wäre es sowieso kein Islam mehr.“

      Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, zumal Du exakt die Position der islamischen Verbände in Deutschland wiedergibst. Darum auch (wenn auch nicht nur) ist die seinerzeitige Diskussion ergebnislos im Sande verlaufen. Und haben die islamischen Verbände mit ihrer Blockadehaltung nicht recht daran getan? - Inzwischen versichern ja unentwegt alle Gutmenschen der Republik, dass der Islam gewinnbringend für die Gesellschaft in Deutschland angekommen ist; auch ganz ohne inhaltliche Prüfung auf Verfassungskonformität.

      Welche Handhabe hat zum Beispiel diese Gesellschaft zukünftig im Umgang mit islamischen Religionslehrern, die eine orthodoxe Auslegung des Korans präferieren? Es kann ja auch durchaus sein, dass sie sich erst im Laufe ihrer Karriere in diese Richtung entwickeln. Wer bestimmt über die Lehrinhalte? Eine Horde gutmenschlicher Pädagogen? Wer oder was sollte einen islamischen Religionslehrer davon abhalten, in seiner Unterrichtsstunde zentralen Lehrinhalten (Biologie, Sozialwissenschaften u.a.) anderer Fächer zu widersprechen? Und wer oder was sollte einen islamischen Religionslehrer davon abhalten, jede Unterrichtsstunde mit der Rezitation besonders widerwärtiger Koransuren zu beenden?

      Da hilft auch nicht dein kläglicher Versuch, bei christlichen Konfessionen Anleihe zu suchen. Die beiden großen christlichen Kirchen können ihren Einfluss nur als Körperschaften des öffentlichen Rechts wahrnehmen und unterliegen somit ein Stück weit der öffentlichen Kontrolle. Dem Islam aber gewährt man diesen Einfluss gänzlich ohne Vorleistung. Suchte man nicht vor zweieinhalb Jahrzehnten die moslemischen Verbandsvertreter mit der Aussicht auf Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts für den Euroislam zu begeistern? - Sie winkten desinteressiert ab. Ob sie damals wohl geahnt haben, dass man ihnen schon eine Generation später den geforderten Einfluss ohne politische Gegenleistung kredenzen würde?

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    7. "Wer oder was sollte einen islamischen Religionslehrer davon abhalten, ..."

      Ja, die zuständigen Aufsichtsgremien natürlich: Schulleitung, Oberschulamt usw.

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    8. Ich halte dafür, dass der Faschismus-Vergleich zu einfach und zu einseitig ist, denn er bedeutet: die spirituelle Seite des Islam und seine 1400-jährige Geschichte verkennen.

      Was du, Ninja, verkennst ist, dass arabische Ländern seit den 90ern von Islamisten angegriffen wurden, ganze Dörfer und Städte niedergemetzelt wurden im Namen des Islams.

      Der Islamismus ist eine faschistische Ideologie, die die Weltherrschaft anstrebt, wie der Nationalsozialismus und der Kommunimus.

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    9. @ Anonym 8. Juni 2015 um 16:32

      Entschuldige bitte, aber dein drolliger Beitrag bettelt förmlich um eine Nachfrage:
      Du glaubst doch nicht allen ernstes, dass sich ein Schulleiter oder auch ein Schulrat in die Nesseln setzt; zumal, wenn er sich anmaßen sollte, als Ungläubiger über islamische Lehrinhalte zu entscheiden. Bleibt nur dein “Aufsichtsgremium“,, das dann genau wie besetzt wird? Welche islamischen Strömungen sollten denn vertreten sein? Und in welchem Verhältnis zueinander? Oder soll ich doch lieber Ninja fragen - die hat bestimmt ein vielversprechendes Konzept oder aber ersatzweise eine große Tüte guten Spirit.

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    10. "Du glaubst doch nicht allen ernstes, dass sich ein Schulleiter oder auch ein Schulrat in die Nesseln setzt; zumal, wenn er sich anmaßen sollte, als Ungläubiger über islamische Lehrinhalte zu entscheiden."

      Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass der Lehrplan des islamischen Religionsunterrichts nicht festgelegt ist? Meines Wissens wird er von den entsprechenden Instituten ausgearbeitet.
      Wenn davon abgewichen wird bzw politisch-islamische Inhalte vermittelt werden, und wenn es bekannt wird, dann sind die Schulaufsichtsbehörden am Zug.

      Über den Islamunterricht an Schulen kann gestritten werden. Erinnere Dich jedoch daran, dass er deshalb eingeführt wurde, um den Islamunterricht aus den Moscheen zu holen, wo es keine Kontrolle gibt.

      Mir scheint, Du siehst Deine Rolle hier in dumpfer anti-islamischer Propaganda und Angstmacherei.

      Haben wir nicht genug Versuche der Angstmacherei von seiten der Salafisten? Willst Du sie übertrumpfen?

      Ach, ich bin's leid ...
      (Ich bin nicht Ich Bin Sleid, natürlich)

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  10. @ Martina Zucki-die echte 8. Juni 2015 um 0:07

    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu

    Wofür bittest Du um Entschuldigung?
    Die Muselmanen haben durchweg Unrecht mit dem in verletzender Absicht geäußerten Vorwurf, der moderne und aufgeklärte Mensch der westlichen Hemisphäre glaube an nichts mehr. Nun gut, für die Sinnsuche bei jenseitigen Heilswesen mag das ja auch stimmen - es gibt aber eben auch in der westlichen Zivilisation Ideale, für die es sich zu kämpfen lohnt.

    Ein Essential unseres “Wertekanons“ ist, seit der französischen Revolution, das Egalitätsprinzip. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich; unabhängig von Geschlecht, Rasse oder Religion. Dieser fundamentale Grundsatz unserer Gesellschaftsordnung ist unvereinbar mit dem Islam und kennzeichnet die Religion als faschistische Ideologie, denn die Ungleichbehandlung bis hin zur völligen Entrechtung gesellschaftlicher Gruppen vor dem Gesetz ist das alle faschistischen Regime verbindende Element.

    Wie schwer sich schon moderne und aufgeklärte Gesellschaften bei der Umsetzung dieses Grundsatzes tun, müsstest gerade Du als Frau doch weit besser einschätzen können als ich. Immerhin durfte eine verheiratete Frau noch bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts nicht gegen den Willen ihres Ehemannes berufstätig sein; trotz unseres famosen Grundgesetzes! Derlei Beispiele gibt es genug und praktisch in jedem westlichen Land.

    Mit dem Islam aber beansprucht eine faschistische Religion Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe. Und jeder gläubige Moslem, der den Koran als offenbarten Schöpferwillen, fehlerfrei überliefert und allzeit gültig, akzeptiert, muss ein egalitäres Gesellschaftskonzept wie das unsere ablehnen. Warum? -

    „Milde lächelnd zuckt er mit den Schultern“

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    1. "Die Muselmanen haben durchweg Unrecht mit dem in verletzender Absicht geäußerten Vorwurf, der moderne und aufgeklärte Mensch der westlichen Hemisphäre glaube an nichts mehr."
      Trifft auch auf andere Religionen zu.
      Geglaubt wird aber durchaus, an die dem Menschen selbst innewohnende Kraft und Vernunft, die nicht bemüht ist jedem Menschen , jeder Herkunft, jeden Ortes ein nicht von dieser Welt stammendes "göttliches" Weltbild überzubügeln.
      Zumal die prophetischen Worte diverser Minigesellschaften kaum an die ganze Welt gerichtet waren.
      Moses sprach zu seinem Volk, Moha zu seinen followern usw.
      Mit Verhaltensvorschriften die in anderen Teilen der Welt völlig unsinnig sind und in sich auch nur ihre Zeit widerspiegeln.

      Auch sowas wie Geschwisterehen, am Anfang stand ja auch die Inzucht.
      Heute haben wir Verhütung und wenn die nicht klappt Untersuchungen obs Schädigungen gibt und falls nötig Abtreibung.
      Man wischt sich den Hintern wie Mohammed ja auch nicht mehr mit Laub ab oder kocht und heizt mit Kameldung.
      Salafisten mal ausgenommen.

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    2. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu

      Was für ein schönklingendes Blabla.
      Sag doch, dass Du ein Anderer bist, der, statt ein neues Konto aufzumachen und sich ein eigenes Profil zu schaffen, das Konto "Teermaschine" übernommen hat.

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  11. @ Anonym 7. Juni 2015 16:23

    Barscher, bevormundender Islamablehnung?

    Gewiss, mein Umgang mit faschistischen Ideologien war schon immer barsch. So kann ich mich nicht erinnern, jemals mit einem Neonazi die Frage diskutiert zu haben, ob der Jude nun ein Untermensch ist oder nicht. Und auf meine alten Tage werde ich bestimmt nicht mit einem Muselmann darüber diskutieren, ob ich nun schlimmer als das Vieh bin oder nicht; ob mir der Status als Dhimmi und der damit verbundene Schutz zusteht oder nicht; ob mir Funktionen, Ämter oder Karrieren offen stehen oder nicht; ob ich eine Schutzsteuer zu zahlen habe oder nicht.

    Auf welcher Basis möchtest Du denn mit gläubigen Moslems diskutieren? Oder nenne uns doch bitte einmal die ein oder andere Sure, bei der sich Allah irrte. Oder eine Sure, die inzwischen ihre Gültigkeit verloren hat.

    Solange die übergroße Mehrheit der Moslems an der Vorstellung festhält, mit dem Koran einen quasi O-Ton des Schöpfers in den Händen zu halten, fehlt jede Diskussionsgrundlage, weil der Koran eine Begegnung auf Augenhöhe ausschließt.

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    1. Mich überzeugt der Islam auch nicht, ich finde es ok, ihn zu kritisieren. Angesichts der machenschaften des polutischen Islam ist es notwendig, den Islam zu kritisieren.
      Bedenken habe ich jedoch, wenn pauschal die Religion der Muslime, der Islam der Menschen, abgelehnt wird.
      Es alarmiert mich, wenn undifferenziert auf einer Religion herumgehackt wird, die von der überwiegenden Mehrheit ihrer Anhänger vollkommen friedlich praktiziert wird, die ihnen in ihrem spirituellen Gehalt einen Wert darstellt, die eine große Zivilisation hervorgebracht hat.
      Die wenigsten Muslime lesen die Aussagen des Koran 1:1 so wie Du es unterstellst, wie es die (Neo-) Salafisten machen. Der Islam war immer eine "Kultur der Ambiguität" (Studie von Thomas Bauer). Wenn Du das nicht weißt, dann hast Du auch vom Islam nichts verstanden.

      Der Faschismusbegriff ist propagandistisch. Basam Tibi hat ihn nicht benutzt. Es ist richtig, dass der Islam durch das Konzept der ummah islamiyya ein geschlossenes soziales System (bzw. geschlossenen Systeme) schafft, dass Schwierigkeiten des Islam, sich in nichtislamischen Gesellschaften einzuordnen, darauf zurück geführt werden können.
      Es gibt aber genauso auch islamische Konzepte, die gutes Verhalten in einer "fremden" Gesellschaft fordern und fördern.
      Denen dürfte die Mehrheit der gläubigen Muslime folgen (oder auch ihrem gesunden Menschenverstand), die in unserer Gesellschaft "unauffällig" leben. Trotzdem werden sie, bzw. ihre Religion, von Dir angefeindet.
      Und Schlimmeres: vor gar nicht allzu langer Zeit zog ein fremdenfeidliches Trio im Land umher, um Fremde, Muslime zu töten. Schon vergessen? Pauschal islamfeindliche Äußerungen werden auch diesen Extremisten als Rechtfertigung gedient haben.

      Du sagst, dass der Koran eine Begegnung auf Augenhöhe ausschließt. Das ist theoretisch.
      Hast Du schon mal eine Begegnung mit Muslimen versucht?
      Das wäre praktisch.

      (oder sind Muslime eventuell durch ihre Religionszugehörigkeit automatisch unter Deiner Augenhöhe?)

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    2. @ Anonym 8. Juni 2015

      Ich bin mir sicher, Du kannst die Namen der drei NSU-Mitglieder im Schlaf rückwärts buchstabieren. Kennst Du aber den Namen auch nur eines deutschen Selbstmordattentäters, der sich im Irak explosiv entleibte und vielfach mehr unschuldige Menschen bestialisch ermordete, verletzte und verstümmelte? Jeder der 8,9,10 oder mehr deutschen Gotteskrieger, die sich in den letzten zwei Jahren in die Luft sprengten, um möglichst viele Menschen zu töten und zu verletzen, hat vielfach mehr Menschen auf dem Gewissen als die beiden Uwes nebst Marketenderin in zehn Jahren. Was ist mit den hunderten deutschen Dschihadisten, die zur Zeit durch den mittleren Osten schlachten und schächten? Was ist mit den ca. 200 Rückkehrern? Haben die während ihres Einsatzes nur Suren geträllert und Hirsebrei für die kämpfenden Brüder gekocht? Was ist mit dem deutschen Unterstützernetzwerk, das mindestens 7500 Köpfe zählen soll? Inzwischen ist der Verfassungsschutzbericht, dem die Zahlen zu entnehmen sind, schon so lange unwidersprochen veröffentlicht, dass man getrost davon ausgehen kann, dass die Zahlen hinreichend gesichert sind und die wahren, die tatsächlichen Zahlen darüber liegen dürften. So gibt es etwa Schätzungen, die das deutsche Kontingent mit rund 2800 Gotteskriegern angeben.
      Ich würde mich an deiner Stelle in Grund und Boden schämen, in diesem Zusammenhang überhaupt die NSU zu erwähnen. So bestialisch und grausam jede Tat auch war - sie war nicht politisch motiviert. Wenn diese drei Exemplare menschlichen Ausschusses wirklich Angst und Schrecken unter Mitbürgern mit ausländischer Herkunft hätten verbreiten wollen, dann wäre ihnen doch spätestens nach der zweiten oder dritten Tat aufgegangen, dass in keinem Fall auch nur in diese Richtung ermittelt wurde; nicht nach dem vierten Mord, nicht nach dem fünften, nicht nach dem sechsten... Die verlogenen drei thüringischen Jammerlappen brauchten die fremdenfeindliche Fassade einzig, um ihr erbärmliches Dasein als ebenso arbeitsscheue wie in jeder Hinsicht erfolglose Schwerstkriminelle vor den kläglichen Resten ihres eigenen Gewissens rechtfertigen zu können. Trotzdem lohnt natürlich ein genauer Blick auf ihre Lebenswege, auf ihre Motive und ihre rassistisch-faschistischen Weltbilder, die sie in charakterlose Monster verwandelte.
      Was spricht nun aber dagegen, die Lebenswege, die Motive und die Weltbilder der islamfaschistischen Terroristen mit ebenso scharfem Blick zu analysieren?
      Man stelle sich einmal vor, ein rechtsfaschistisches Netzwerk vergleichbarer Größe würde sich durch Europa metzeln und wahllos Menschen mit dunklerem Teint massakrieren. So lange aber deutsche Dschihadisten nur fern der Heimat kleine Araber-,Kurden- und Yezidenkinder an die Häuserwände klatschen, schlafen Gut- und Bessermenschen wie Du natürlich weiter mit gutem Gewissen.

      “Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“

      So wenig alle Nationalsozialisten und Hitler-Anhänger empathiefreie Menschenschlächter waren, sind dies heute Moslems. Gleichwohl müssen sich auch die Moslems fragen lassen, ob ihre Weltanschauung noch tauglich ist für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander.

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    3. "Bedenken habe ich jedoch, wenn pauschal die Religion der Muslime, der Islam der Menschen, abgelehnt wird. "

      Welche Bedenken hast du dich nicht einem Willen der Worte eines Alien der sich in Höhlen zeigt und durch Engel spricht zu einer Zeit vor 1500 Jahren in einem Wüstenloch abzulehnen.
      Warum sollte man die völlig , für heute, irrationalen Lehren nicht ablehnen.
      Gut wenn man sich menschliche , eigene Vernunft nicht zutraut,
      mag das angehen.

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    4. "Es gibt aber genauso auch islamische Konzepte, die gutes Verhalten in einer "fremden" Gesellschaft fordern und fördern."
      Belege oder nur vermutet. Wer soll da wem nachgeben ?
      Die Konzepte der Saudis, Sudan, Libyen Syrien, Irak, Algerien....
      Länder der meslimischen Mehrheiten sind mir da nicht bekannt.
      Oder meinst die du liebenswerte Kopfsteuer für Andersgläubige.
      Weiss eigentlich jeder das man sich auch die mit Menschen geschaffenen Dschinns einkauft.
      Da sind eine Menge schlimmer Finger drunter.

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    5. @Ninja

      Bedenken habe ich jedoch, wenn pauschal die Religion der Muslime, der Islam der Menschen, abgelehnt wird.
      Es alarmiert mich, wenn undifferenziert auf einer Religion herumgehackt wird, die von der überwiegenden Mehrheit ihrer Anhänger vollkommen friedlich praktiziert wird, die ihnen in ihrem spirituellen Gehalt einen Wert darstellt, die eine große Zivilisation hervorgebracht hat.


      Ich habe Anfang der 90er einen Algerier kennengelernt, der gemeinsam mit seinen Schwestern in Paris studiert hatte. Algerien wurde in den 90ern überfallen von Islamisten, es wurden ganze Dörfer massakriert, geköpft. In Algier wurde Frauen Säure ins Gesicht geschüttet, wenn sie nicht hinreichend verschleiert waren. Es gab Studentendemos gegen diese von außen einfallenden, von Saudi-Arabien finanzierten Tiere, die leider nichts ausrichten konnten angesichts der barbarischen Gewalt. Mein algerischer Freund wurde von Islamisten festgesetzt und gefoltert. Er hat es geschafft, Asyl in Deutschland zu finden, aber seine Zukunft war ruiniert. Er hat genug vom "Islam", wie er in sein Heimatland getragen wurde.

      Mittlerweile können wir hier in Deutschland Menschen wie meinen Freund nicht mehr schützen, weil wir nicht differenzieren, wer hierherkommen darf. Wir haben quasi-offene Grenzen, lassen erst einmal jeden herein, der es hierher schafft.
      Es gibt bereits Menschen, die Deutschland wieder verlassen, weil sie hier genauso bedroht werden wie zu Hause.

      Es geht hier also weniger darum, welcher Religion man angehört, und das sollte hier in Deutschland sowieso kein Thema sein, sondern wie man ausgerichtet ist.

      Aufgrund der zusammenbrechenden Situation angesichts der Flüchtlingslage sind wir nicht mehr fit darin, eine anständige Selektion hinzukriegen bzw. verschwimmen die Grenzen. Wir lassen hier Islamisten rein, die andere Flüchtlinge verfolgen.

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    6. "Der Islam war immer eine "Kultur der Ambiguität" (Studie von Thomas Bauer). Wenn Du das nicht weißt, dann hast Du auch vom Islam nichts verstanden."

      Das hat man verstanden. Das ist die Beschreibung das man dem nicht trauen kann, weil er sich jeweils am vorteilhaftesten verhält , was aber morgen schon anders sein kann.
      Es gibt einige Verse im Koran, ab wann man geschlossene Verträge mit Ungläubigen nicht mehr halten muss.

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    7. @Teermaschine
      Irrtum. Ich kenne auch Namen deutscher, von IS beorderten, Selbstmordattentäter.
      Meinst Du, dass NSU-Täter und islamistische Selbstmordattentäter gegeneinander aufgerechnet werden können? Ich nicht: das Eine ist so schlimm wie das Andere. Mich frappiert eher die Ähnlichkeit.
      Ich wollte keiner der beiden Attentäter-Varianten den Diskurs liefern, der ihre Handlungen rechtfertigt.

      Du meinst den Islam mit dem Faschismusbegriff erfassen zu können - ich meine, dass das allenfalls für den Islamismus eine gewisse Berechtigung hat: Für den Islam insgesamt ist der Begriff schwer irreführend (es darf spekuliert werden, warum Hamed Abdelsamad ihn verwendet hat),
      denn der Islam ist eine "Kultur der Ambiguität" (Thomas Bauer). Wer das nicht verstanden hat, hat vom Islam nichts verstanden (ich wiederhole mich hier).

      Ich stimme mit Dir überein, wenn es darum geht, vor dem politischen Islam zu warnen und ihn zu bekämpfen. Aber ich meine, dass dabei unbedingt vermieden werden soll, in einen islam-muslim-feindlichen Diskurs abzudriften.
      Das ist meine Überzeugung.

      Ich habe Dich hiermit auf die schädlichen Folgen der aufhetzenden Rede aufmerksam gemacht. Ich wünschte, ich könnte Dich überzeugen, Deinen (berechtigten) Vorbehalt gegenüber dem politischen Islam konstruktiv, ohne muslimische Mitbürger (die ja meist auch den politischen Islam ablehnen) auszugrenzen oder von oben herab zu behandeln, zu äußern. Wenn Du aber so weiter machen möchtest, bitte, da kann ich dann wohl außer Gegenhalten nichts machen.
      MfG Ninja

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    8. @Anonym9. Juni 2015 um 10:20, 11:25
      "Warum sollte man die völlig , für heute, irrationalen Lehren nicht ablehnen."
      Ja, darfst Du doch. Ich bin auch nicht Muslim - aber ich stelle fest, dass andere Menschen, zumal geborene Muslime, das manchmal anders sehen, und ich respektiere das.

      @Anonym9. Juni 2015 um 11:25
      "Belege oder nur vermutet."
      Eigentlich wird von Muslimen in der Minderheitensituation gutes Benehmen gefordert.
      Frau Hübsch kann das immer sehr hübsch darlegen.

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    9. @Anna
      Also, diese Geschichte eignet sich dafür, verstärkte Massnahmen gegen den politischen Islam bzw. gegen Islamisten anzufordern.
      Sie eignet sich aber nicht so sehr als Replik auf das, was ich gesagt habe. Denn auch Dein algerischer Bekannter hat unter einem pauschal islamfeindlichen Diskurs zu leiden, es sei denn er tut sich so sehr als Opfer des Islam(ismus) hervor, dass er (zu Recht natürlich) den Mitleidbonus erhält.
      Nur ist die Vorgehensweise nicht von jedem "normalen" Muslim von nebenan (der nicht unter Islamisten zu leiden hatte, der vielleicht ein paar Dinge am Islam schätzt) anwendbar.
      Es wäre auch seltsam, wenn alle Muslime auf Unterdrückung durch den Islam plädieren würden. Allem Anschein nach halten die meisten Muslime auch außerhalb des islamischen Rechtsbereich am Islam fest.
      Warum? und:
      Sind die alle verdächtig?

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    10. "Aber ich meine, dass dabei unbedingt vermieden werden soll, in einen islam-muslim-feindlichen Diskurs abzudriften.
      Das ist meine Überzeugung."
      Gut driften wir in eine islamfreundlichen Diskurs ab.
      Saudis investieren ja in Europa Milliarden in Moscheeförderungen, ImMausbildung, Lehrmittel.....,
      da könnte man sich ja mal über Akzeptanz der Scharia dieses Landes unterhalten.
      Zb. die Strafe bei Mord, da kann sich ja ein Gläubiger mit Blutgeld freikaufen (Reiche werden da ja auch nicht geköpft), natürlich nach Menschenwert getrennt:
      "„The Wall Street Journal“ erläuterte in seiner Ausgabe vom 9. April 2002 das Konzept des Blutgeldes in Saudi-Arabien, so wie es noch heute (!) Geltung hat, folgendermaßen:

      Wenn eine Person umgebracht wurde oder durch die Hand eines Anderen gestorben ist, hat diese letztere in Kompensation wie folgt Blutgeld zu zahlen:

      100,000 riyals wenn das Opfer ein muslim war
      50,000 riyals wenn das Opfer eine muslimische Frau war
      50,000 riyals wenn das Opfer ein Christ war
      25,000 riyals wenn das Opfer eine Christin war
      6,666 riyals wenn das Opfer ein Hindu war
      3,333 riyals wenn das Opfer eine Hindufrau war...
      Zoroastrier kosten praktisch garnichts.

      Entsprechend dieser Hierarchie ist das Leben eines Muslims 33 mal mehr wert als das Leben einer Hindufrau. Diese Hierarchie folgt den Definitionen der „Islamischen Menschenrechte“ und hat seine Wurzeln im Koran und der scharia. Wie können wir von Demokratie sprechen, wenn das Prinzip der Gleichberechtigung im Islam inexistent ist?

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    11. "Ja, darfst Du doch. Ich bin auch nicht Muslim - aber ich stelle fest, dass andere Menschen, zumal geborene Muslime, das manchmal anders sehen, und ich respektiere das. "
      Klar kann man das an sich respektieren, aber nicht wenn das
      mit Einflussnahme auf andere Gesellschaften ausgelebt werden will. Respekt muss man sich erarbeiten, vor sinnlosen, wie göttlichen Gesetzeüber menschliche stellen,Sachen hat man keinen Respekt, Achtung schon garnicht,kann man aber hinnehmen solange es privat bleibt.

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    12. @ Anonym 9. Juni 2015 um 13:55

      Ich war es nicht, beste Ninja, die die NSU in diesem Zusammenhang zum Thema machte.
      Auch will ich nicht zum x-ten Mal die heuchlerischen Rückzugsgefechte gutmenschlicher Islamversteher hierzulande rekapitulieren.
      Aber schon bald, sehr bald, werden die ersten Überlebenden, die in West Europa und auch in unserem Land Zuflucht gefunden haben, ihr Schicksal reflektieren und fragen, wer ihnen das angetan hat; woher die Menschenschlächter kamen und wer und was sie indoktrinierte und fanatisierte. Vielleicht teilen ihre Kinder sogar die Schulbank mit den Kindern der Dschihadisten, die zumeist unbehelligt zurückkehrten und hier von ihren Communities als Helden gefeiert werden. Glaubst Du allen ernstes, dein Geschwafel von einer Trennung in einen politischen und einen nicht politischen Islam (auch so eine der vielen linksversifft-großstädtischen Soziotopen entwichene Chimäre) könnte für die Opfer nachvollziehbar sein? - Auf exakt diesem Niveau bagatellisierten alle Faschisten ihre Verbrechen. Es war ja nie nicht nur alles schlecht: Hitlers Autobahnen, Lenins Industrialisierung und Honeckers Wohnungsbau.
      Wo in dieser Welt, beste Ninja, findet sich denn ein Modell oder wenigstens ein vielversprechender Versuch, diese Trennung zu versuchen; ausgenommen natürlich in den leergeräumten Hohlbirnen linker, deutscher Gutmenschen?
      Der türkische Staatspräsident Erdogan hat schon vor Jahren jeden Versuch, den Islam in einen politischen und einen nicht politischen Islam aufzuspalten, für blanken Unsinn erklärt. Ein solcher Einwand ficht natürlich das gute Gewissen des deutschen Multi-Kulti-Bessermenschen nicht an. Welchen Einfluss kann denn schon der türkische Staatspräsident auf die größte moslemische Einwanderergruppe ausüben, die in der übergroßen Mehrzahl seit nunmehr zwei Generationen in Deutschland lebt? - Der moderne, der aufgeklärte, der europäische Islam wird schließlich glaubwürdig nur durch Repräsentanten vom Format eines Michael Lüders, Daniel Bax oder Aiman Mazyek vertreten, die bestenfalls, wie im Falle Mazyek, einzig ihre eigene Gläubigkeit als Referenz anführen können; wenn überhaupt. Ansonsten glänzen diese “Nahost- und/oder Islamexperten“ regelmäßig und unverdrossen mit grandiosen Fehleinschätzungen („Muslimbruderschaft ist eine islamische CDU“) oder inhaltslosen Sprechblasen („deformierter Islam“).


      Fortsetzung folgt

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    13. @ninja et al
      Ich hätte noch was zur Wertung von Menschen aus islamischer Sicht beizutragen. Allerdings müssen wir da nicht bis Saudi-Arabien, sondern schauen uns mal an, was auf islam.de (die offizielle Seite des Zentralrats der Muslime in Deutschland) so steht.

      Unter "II. Beziehung zu Juden und Christen"
      "3. Darf das Kind einer Mischehe (er: Muslim, sie: Kath.) katholisch getauft werden?
      Die Kinder einer Mischehe zwischen einem Muslim und einer Jüdin, Christin und Muslima müssen islamisch erzogen werden. Deswegen ist eine katholische Taufe islamisch nicht erlaubt."
      Ja wo kämen wir hin?!

      "4. Warum darf ein Muslim nur muslimische, christliche oder jüdische Frauen heiraten?
      Ein Muslim kann auch eine Frau jüdischen oder christlichen Glaubens heiraten. Die Bedingung ist immer der Monotheismus."
      Also, alle anderen (Buddhisten, Hindus, Atheisten etc.) sind dann schon mal weniger wert.

      "5. Warum darf eine muslimische Frau keinen Nicht-Muslim heiraten?
      Der Islam unterstützt nicht die Ehe einer muslimischen Frau mit einem Nicht-Muslim. Die Frau stünde in diesem Falle nicht mehr unter dem Schutz des Islam und ihre freie Religionsausübung sowie ihre Rechte in der Ehe (wie zum Beispiel die Versorgung und die gerechte Behandlung seitens des Ehepartners) sind nicht gewährleistet. Da der Mann nicht zur islamischen Gemeinschaft gehört, ist es auch nicht möglich ihm jegliche Pflichten aufzuerlegen, die es in seiner Religion möglicherweise nicht gibt. Dennoch gibt es bestehende Ehen dieser Form, die auch im islamischen Sinne nicht als ungeschlossen betrachtet werden dürfen."
      Btw, Frauen sind prinzipiell weniger wert als Männer.

      Jaja, der Mainstream-Islam. Irgendwie auch nicht so dolle.
      Würde man auf der offiziellen Seite der CDU beispielsweise schreiben, man solle doch nur innerhalb der eigenen Rasse heiraten, wäre das zu Recht rassistisch.
      Warum lässt man ein Äquivalent zur Rassenlehre bei den islamischen Verbänden durchgehen?

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    14. @Anonym 9. Juni 2015 um 13:55

      Fortsetzung

      Unlängst wurde mir von Foristen eine veränderte oder verschärfte Tonlage vorgeworfen. Ab und wann darf und sollte man sich natürlich fragen, ob man nicht hie und da übers Ziel hinaus schießt. Andererseits darf sich aber auch der Adressat die Frage stellen, inwieweit nicht der übermäßige Genuss inhaltsloser Phrasen die eigene Wahrnehmung getrübt hat. Als Folge kleckert dann der längst sedierten Hohlbirne unentwegt abstrakter Dünnsinn aus dem Schädel und man liest etwas über den spirituellen Mehrwert (der dann wie lautet?) oder ominöse gesellschaftliche Konzepte (die man dann wo verwirklicht findet?).

      Mit offenen Augen und bei halbwegs klarem Verstand aber bleibt deprimierend festzustellen:
      Mit dem “Angekommen-sein“ des Islams haben wir zentrale bürgerliche Freiheiten de facto längst widerstandslos preisgegeben. Man erinnert sich, mehr oder weniger, gerne an politische Auseinandersetzungen mit der katholischen Kirche zurück, deren Bodenpersonal stets politischen Einfluss zu nehmen suchte (Paragraf 218, Gentechnikgesetz usw.). Diese oft sehr harten Auseinandersetzungen wurden gerne auch einmal unter der Gürtellinie geführt und waren ein steter Quell für Kabarettisten und Satiriker. Wie werden solche Auseinandersetzungen zukünftig geführt, wo doch heute schon jeder Normalsterbliche, der auf einer angemeldeten Demonstration eine Mohammed-Karikatur in die Höhe hält, um sein Leben fürchten muss. Hätte man als Demokrat und Verfassungspatriot nicht dem elenden Häufchen Unsympathen beistehen müssen? Was ist mit den Islamverbänden? - Hätten nicht wenigstens sie sich für das Demonstrationsrecht engagieren müssen? - Sie lehnten zwar die Gewalt ab, aber...
      Noch ein Beispiel?
      Kunstfreiheit. Schon heute werden Theater-Inszenierungen vor der Premiere abgesetzt, weil Schauspieler und Beteiligte um nicht weniger als ihr Leben fürchten müssen. Bei wie vielen bildenden Künstlern funktioniert die Schere im Kopf schon lange.
      Noch etwas?
      Zukünftig werden Frauen vor Gericht bekopftuchten Richterinnen gegenüber stehen, die zwar einen Amtseid ablegten, aber für alle, auch für eine angeklagte Frau, offen demonstriert, dass sie gar nicht unbefangen urteilen kann. Es geht schließlich um die Wahrheitsfindung und der allwissende und allmächtige Schöpfer will die Aussagekraft einer Frau nicht ohne Grund beschränkt wissen.

      Ihr empfehlt mir dringend einen tieferen Einblick in die islamische Lebenswirklichkeit und beweist doch mit jeder Zeile, wie fremd ihr euch eigentlich fühlen solltet.

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    15. @Teermaschine
      Du beweist doch mit jeder Zeile, wie arm Du Dich fühlen solltest, weil Du nicht unterscheiden kannst zwischen der berechtigten Ablehnung des politischen Islam und der notwendigen Akzeptanz der Religion der Muslime -
      und weil Du statt dessen lieber pauschal verteufelst.

      Verstehe es doch, dass ICH diese Unterscheidung mache (dass WIR sie machen sollen), weil sie uns helfen kann, den politischen Islam draußen zu halten. (Erdogan möchte den politischen islam nicht draußen halten, bzw. er möchte sich den Islam politisch zunutze machen, um zu regieren.)
      WIR haben ein Interesse am guten Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen.

      Die Verteufelung des Anderen ist ja immer die Verherrlichung des Eigenen. Eine Selbst-Täuschung.
      Wenn aber die Fähigkeit, Selbsttäuschung aufzudecken, die Fähigkeit zur radikalen Selbstkritik die Spezifizität des modernen Westen ausmacht, dann hast Du Dich leider weit davon entfernt.
      Mithin ist die westliche Kultur durch Deine Verweigerung, mit einer neuen Situation - nämlich dem Zusammenleben mit Muslimen, darunter Islamisten- umzugehen, mehr bedroht als durch den Islamismus selbst.

      Übrigens ist es nicht nötig, zu mir in der 2.Person Plural zu sprechen ("ihr"). Überprüfe mal, ob Du vielleicht einer Projektion erliegst und Du mich für Dinge verantwortlich machst, die andere gesagt haben
      (diejenigen, die Du "linke Gutmenschen" nennst, zu denen Du mich offensichtlich zählst, ob zu Recht solltest Du an meinen Kommentaren bitte auch mal gründlich überprüfen).
      Ich bin nur Eine.
      (anders als Teermaschine)

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    16. @ Anonym 10. Juni 2015 um 16:37

      Vielen Dank für dein “Toleranz mit den Intoleranten“-Plädoyer - dürfen Neonazis auch auf so viel Empathie von Dir hoffen?

      Für einen durch und durch braunen Neofaschisten erfüllt seine Weltanschauung die gleiche Funktion wie eine Religion für einen Gläubigen gleich welcher Konfession; bis hin zu einer sehr wohl spirituellen Komponente (Okkultismus im NS-Staat). Warum genießen diese Zeitgenossen, die allesamt persönlich nicht mehr für die Verbrechen der NS-Zeit verantwortlich zu machen sind, keine ähnlich heroische Verteidigung? Oder übernimmst Du auch das Mandat?

      Und jetzt mal Butter bei die Fisch'!

      Die Moslems, auch und gerade in Deutschland, haben es geistlosen Gestalten wie Dir zu verdanken, dass sie bis auf den heutigen Tag einem vor 1400 Jahren kreierten Glaubensverständnis im wahrsten Sinne des Wortes verhaftet blieben.
      Was sind die Folgen? - Wann immer man mit “modernen“ Moslems diskutiert, erreicht man sehr schnell eine, wie ich sie nenne,“Frustrationsschwelle“. Je moderner, aufgeschlossener und rationaler ein Moslem argumentiert, desto eher stößt er an intellektuelle Grenzen, die vor 1400 Jahren vielleicht bestimmt “State auf the Art“ waren. Heute aber empfinden viele Moslems, zumal die jüngeren, diese Einschränkungen und Denkverbote als nur noch frustrierend.
      Unlängst beschrieb hier ein Forist zutreffend die Koran-Genese als menschlichen Extrakt der seinerzeit im Umlauf befindlichen Schriften. Wieso Extrakt? Lauteten denn nicht alle Schriften, alle Zeugnisse und Überlieferungen gleich? Wenn nicht, was heißt das dann für die Koran-Exegese? - Denkverbot!

      Es waren und sind diese, von Vollpfosten wie Dir tolerierte, Denkverbote, die den Islam zu einer äußerst armen Religion gemacht haben und immer noch machen. Wie arm diese im Denken versteinerte Religion tatsächlich ist, kann man unter anderem in diesem Blog verfolgen. Oder man geht auf die Straße und hört:

      “Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“

      Hast Du einen empörten Aufschrei der Moslems in diesem Land vernommen oder auch nur eine pflichtschuldige Distanzierung? - Einverstanden, dein Beitrag an der Erstarrung des Islams kann man getrost vernachlässigen. Aber für wen engagierst Du dich eigentlich, für wen ergreifst Du Partei? Für die Bewahrer? Für die Reformer? Oder doch nur für dein gutes Gewissen?

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    17. "Aber für wen engagierst Du dich eigentlich, für wen ergreifst Du Partei?"

      Wenn Du es immer noch nicht verstanden hast, und auch wenn Du es nicht verstehen möchtest (ich schreibe es gern auf für jeden, der hier mitliest, der es vielleicht versteht ,-):
      Ich engagiere mich für die Menschen.

      Habe ich Dir nicht schon gesagt, dass ich den Faschismus-Vergleich für propagandistisch und unzulässig halte? Wenn Du ihn verwenden willst: bitte, bei Dir. Aber konfrontiere nicht mich mit Aussagen, in denen der "gewöhnliche" Muslim mit dem "gewöhnlichen" Nazi gleich gestellt wird. Muslime sind meist als Muslime geboren, Nazis wählen meist diese Gruppe. Eine Gleichstellung ist daher schon eine rechte Beleidigung.
      Konfrontiere mich bitte mit echter Kritik, dann können wir ins Gespräch kommen, nur mit Unterstellungen geht das leider nicht.

      Ich kann durchaus Mängel am Islam sehen, allerdings auch ein paar Qualitäten. Im Hinblick auf die Mängel finde ich es verständlich, wenn Muslime sich vom Islam lossagen, im Hinblick auf die Qualitäten finde ich es verständlich, wenn sie am Islam festhalten.

      Du müsstest ihnen etwas Besseres anbieten. Tust Du aber nicht. Denn wenn es nur dafür wäre, so zu werden wie Du (so wie Du Dich hier zeigst, nämlich rechthaberisch) dann hätten die meisten der Muslime, die ich kenne, einiges verloren.

      Die nächsten Anwürfe bitte überzeugender.
      MfG Ninja

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    18. @Anonym11. Juni 2015 um 10:14

      Da bin ich aber neugierig:
      was sind denn die Qualitäten am Islam, bei denen du nachvollziehen kannst, dass daran festgehalten wird?
      Klär mich auf!

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    19. @Teermaschine11. Juni 2015 um 08:58

      Ich stimme dir völlig zu, aber...

      Hast Du einen empörten Aufschrei der Moslems in diesem Land vernommen oder auch nur eine pflichtschuldige Distanzierung? -

      ...haben wir Deutschen danach einen ähnlichen Aufruhr veranstaltet, sind brüllend durch die Großstädte gezogen und haben für Israel oder Juden lautstark Stellung bezogen?

      Haben wir Gegendemonstrationen gemacht, aufgerufen von Verdi und DGB und Kirchen? Nö, die aktivieren nur, wenn es den Islam zu schützen gilt, bekämpfen pro-israelische Kundgebungen.

      Vielleicht ist Deutschland doch mehr Nazi als man glaubt, und zwar von einer angeblich unverdächtigen Seite her.

      Ich habe auf PEGIDA-Veranstaltungen die Israelflagge gesehen, aber auf keiner Gegendemo.

      Und wenn die Israelflagge bei einer Kundgebung weht, vereinen sich Moslems und Linke und greifen sie an.
      Übrigens auch, wenn Christen demonstrieren.

      Man kann nicht gut von Moslems eine Gegenbewegung erwarten, wenn man selber keine auf die Beine bekommt.
      Es ist zwar schockierend, wenn Moslems zahlreich gegen Israel demonstrieren, aber eigentlich ein Vorwurf an die Mehrheitsgesellschaft, diese nicht massemäßig auf ihren Platz zu verweisen.

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    20. "Ich kann durchaus Mängel am Islam sehen, allerdings auch ein paar Qualitäten. Im Hinblick auf die Mängel finde ich es verständlich, wenn Muslime sich vom Islam lossagen, im Hinblick auf die Qualitäten finde ich es verständlich, wenn sie am Islam festhalten. "
      Gehts noch allgemeiner ?
      Was betrachtest du als Mangel, was als Tugend, aus welcher Sichtweise.
      Ist Scharia eine Qualitätsmerkmal zB.....
      mit so Allgemeinplätzen kann man sinnlos Serverplatz zuknallen.

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    21. @Anna
      Du weißt doch, dass ich nicht Muslim bin. Es ist also nicht so, dass mich der Islam überzeugt. Jedoch kann ich zulassen, dass das für andere Menschen, und insbesondere für Menschen die in der Tradition groß geworden sind, eventuell anders aussieht. Und ich kann feststellen, dass der Islam ihnen an Positivem verschafft (und eventuell auch an Negativem).

      Die meisten Muslime leben und sterben ganz gut mit ihrer Religion. Es gibt so etwas wie eine islamische Ethik, die gutes Zusammenleben und gesellschaftlichen Ausgleich fördert.
      Zwar ist die Umma islamiyya ein ominöses Gebilde, aber sie bietet zumindest Zusammenhalt. Zusammenhalt ist auch Rückhalt, und wer wollte ohne Rückhalt leben?
      Der Preis dafür ist, sich den gesellschaftlichen Regeln unterzuordnen. Im Islam heißt es, seine Pflichten und dann die sich daraus ergebenden Rechte wahrzunehmen (in dieser Reihenfolge).

      Es gibt natürlich Denkverbote im Islam (da hat der User Teermaschine recht), auf arabisch nennt man ein solches Tabu 'hschuma'. Das Invers davon (dasselbe nicht als erlitten gesehen sondern mit agierendem Subjekt) ist das Gebot zum Ehrdenken, im algerischen Dialekt 'nif' genannt. Im allgemeinen wird das Denkverbot/Gebot zum Ehrdenken nicht als Einschränkung interpretiert sondern als Bestandteil des guten Benehmens (einige Leute mögen das anders sehen, wie der User T. ganz richtig vermerkt).

      Zitat des franko-algerischen Soziologen Malek Chebel:
      (L’esprit de Sérail, Petit Bibliothèque Payot, p.199) :
      "Nul ne peut prétendre à une quiconque reconnaissance sociale, au respect venant des autres, à la consécration du groupe s’il ne prouve au préalable son attachement à ces notions de respectabilité et d’honneur figurées par le concept organicisé de nif."
      "Keiner kann soziale Anerkennung, den Respekt der Anderen, die Beachtung der Gruppe erwarten, wenn er nicht zuvor seine Bindung an die Vorstellungen von Respektabilität und Ehre beweist, die im organizierten Konzept des nif dargestellt werden. "

      Der 'nif', das Ehrdenken ist organisch organisiert. Es bezieht sich nicht nur auf die eigene Person, sondern nach den Linien der Zugehörigkeit auf die eigene Familie, den eigenen Clan, die eigene Nation, die Sunniten, die Schiiten, die Moslems. Dadurch bildet es solide Strukturen, die gleichzeitig absichern und einschließen. Der 'Nif' (bzw. 'hschuma', Denkverbote) stellt so einen wesentlichen Faktor des sozialen Zusammenhalts dar, obwohl er sich in der Regel als mafiöses System erweist, das den Mächtigen und den Bösen hilft, die Armen und die Schwachen zu beherrschen, indem es sie blendet, einschüchtert, manipuliert, täuscht.

      Gut, das war jetzt meine Meinung zu 'nif' oder 'hschuma'. Bleibt aber der Zusammenhalt, der ganz wesentlich durch das Ehrdenken begründet wird. Den muss ich anerkennen.

      Der Islam formt ein geschlossenes System. Es ist nicht klar, ob er auf Universalität hin konzipiert ist. Gibt es einen universellen Anspruch (letzte Religion, Siegel der Propheten, Beste aller Gemeinschaften)? Oder ist, was möglicherweise wie ein universeller Anspruch aussieht, in Wirklichkeit ein Zuspruch an die Gemeinschaft? (verschiedene Richtungen des Islam legen das verschieden aus)
      Deshalb passt nach meiner Ansicht der Islam nicht in eine pluralistische offene Gesellschaft.

      Soll ich nun den Muslimen sagen: Schwör Deiner unzulänglichen Religion ab? Mit Verlaub, ich finde das respektlos.
      Was weiß ich, was einem Muslim seine Religion bedeutet.
      Habe ich ihm etwas Besseres anzubieten?
      Gerade in puncto Zusammenhalt gibt es nach meiner Ansicht große Mängel in der modernen Gesellschaft. Vielleicht werden wir noch nach dem Islam schauen, um von ihm zu lernen.

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    22. "mit so Allgemeinplätzen kann man sinnlos Serverplatz zuknallen"
      Da ist ninja spitze drin. Du kannst doch nicht von jemandem erwarten, der etwas gut kann, es dann sein zu lassen.

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    23. @Anonym11. Juni 2015 um 17:32
      erade in puncto Zusammenhalt gibt es nach meiner Ansicht große Mängel in der modernen Gesellschaft. Vielleicht werden wir noch nach dem Islam schauen, um von ihm zu lernen.

      Ich bin auch ganz angetan von diesem Zusammenhalt.
      Er verhindert absolut Kritik an einem Mitglied, egal ob er mordend durch die Land zieht oder sonstige Abartigkeiten veranstaltet. Devise: Maul halten. Wie bei der Mafia.
      So fällt es auch PV gar nicht schwer, kein Statement zu seinen sunnitischen ISIS-Mordbrüdern zu geben. "Mein Name ist Hase, ich weiß von nix" ist seine Devise.
      Umso leichter fällt es ihm jedoch, eine Outgroup zu benennen (also alles außerhalb seiner Glaubensrichtung) und dieser die Hölle zu prophezeihen.
      PV zeichnet sich nicht dadurch aus, seine Gegner zu benennen, sondern viel interessanter, wen er -durch Verschweigen- als seine Glaubensbrüder deklariert.
      So kann man ihm zwar nirgends nachweisen, dass er ISIS supportet, aber gerade dadurch, dass er diese Typen noch nie dem Höllenfeuer anheim gestellt hat, wie seine eigene Großmutter, bekennt er seine Loyalität.

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    24. "Habe ich ihm etwas Besseres anzubieten? "
      Klar eine rationale Welt in der alle miteinander auskommen,
      statt Höhlenvisionen eines noch in einer Geisterwelt Lebenden
      heute noch nachzulaufen ohne die Fähigkeit zur Kritik entwickeln zu können.

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    25. "Er verhindert absolut Kritik an einem Mitglied, egal ob er mordend durch die Land zieht oder sonstige Abartigkeiten veranstaltet. Devise: Maul halten. Wie bei der Mafia. "
      Ist in sich schlüssig, da man keinem Führer Gefolgschaft leistet, sondern Allah der ihn eingesetzt hat.
      Die wussten schon wie man sich absichert , die Führer.

      "Ibn 'Abbas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Wer von seinem amir (Führer) etwas erlebt, das ihm zuwider ist, soll sich gedulden denn wer sich von der Führungsmacht um eine Handbreite distanziert (und stirbt), der stirbt im Zustand des Brauchtums der Dschahilyya !"(Siehe Hadith Nr.7054) Bukahri

      Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Wer mir Gehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Gehorsam gegenüber Allah und wer mir Ungehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Ungehorsam gegenüber Allah. Und wer demjenigen amir *, den ich eingesetzt habe, Gehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Gehorsam mir gegenüber und wer demjenigen amir, den ich eingesetzt habe, Ungehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit mir gegenüber Ungehorsam. "(*Mit dem Wort amir ist jede Person gemeint, die mit einer Aufgabe der Menschenführung beauftragt wird) Bukhari"

      Also Maul halten sonst Allah schickt in Hölle.

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    26. @Anna
      Kann man so sehen.
      Aber diese Aussage hier stimmt so nicht:
      "Er verhindert absolut Kritik an einem Mitglied, "
      Er verhindert nur, dass die Kritik nach außen geäußert wird, nach innen wird heftig kritisiert,
      und nicht nur das: schau Dir die Kriege an, die unter Muslimen geführt werden.
      Der Islam funktioniert als System in einer traditionellen Gesellschaft, Da kann er gemeinschaftsstärkend sein mit seinem Zuspruch, dass, wenn die Regeln des Islam befolgt werden, die Gemeinschaft bestehen bleibt (jede traditionelle Gesellschaft beharrt auf ihren Regeln).
      Gleichzeitig wird die Gemeinschaft auf diese Regeln verpflichtet, man könnte auch sagen: gefangen genommen.

      Ausscheren ist in nicht, wenn man in der Theorie bleibt. Am Ende ist es aber eine Machtfrage, denn Menschen beliben immer Akteure der Geschichte. Im besten Fall gibt es gemeinschaftliche Entwicklung.
      Zum Beispiel funktionieren die beiden islamischen Monarchien Marokko und Jordanien vergleichsweise gut deshalb, weil die Herrscher, die sich aus dem Islam legitimieren (Herkunft aus der Prophetenfamilie, Führer der Gläubigen -Emir al Muminin-), unter ihrer Autorität Modernisierungen durchführen und durch die Autorität ihrer Stellung gesellschaftliche Integration schaffen.
      (die Golf-Öl-Monarchien sind etwas anders)

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  12. @ Anonym 11. Juni 2015 um 10:14

    “...den Faschismus-Vergleich für propagandistisch und unzulässig halte?“

    Hast Du rasch einmal den Begriff Islamfaschismus bei Wikipedia nachgeschlagen? Oder genügte noch das TAZ-briefing? Nur zur Info: Auch der Moslem wird als Mensch geboren, doch wie alle faschistischen Ideologien weiß auch der Islam um die Effizienz frühkindlicher Indoktrination. Von ähnlicher Werthaltigkeit ist das immer wieder gerne geäußerte Ausschlusskriterium des fehlenden Rassismus im Islam. Dumm nur, wenn man dann grundsätzlich das nationalsozialistische Derivat statt des italienischen Originals als Referenz heranzieht (der Franquismus war ebenfalls ohne besondere rassistische Betonung zweifelsfrei faschistisch). Bliebe einzig die im Islam fehlende Bezugnahme und Überhöhung des Begriffs “Nation“. Ach herrje, Du hast ja so recht. Wie konnte der Prophet nur die “Nation“ vergessen? Vor 1400 Jahren?

    Entweder bist Du selbst eine Linksfaschistin oder aber Du plapperst unreflektiert ihre Propaganda nach, die einzig nur dem Zweck dient, Faschismus originär rechts zu verorten, um ja keine Diskussion über linksfaschistische Verbrechen wie die stalinistischen Säuberungen oder Maos Kulturrevolution anzustoßen. Wozu eignet man sich politisches und historisches Wissen an, wenn man sich dann jede Abstraktion verbietet, um nur ja nicht das eigene Weltbild zu erschüttern?

    “... Mängel am Islam sehen, allerdings...“

    6 Millionen tote Juden

    “...im Hinblick auf die Qualitäten...“

    Arbeit für alle, Autobahnen - autsch, wieder der falsche, nein, also der richtige Faschismus. Nein, ich werde Dir, mir und den anderen interessierten Lesern die Litanei von Koedukation und Kamel-Fatwa über Frauen-Emanzipation hin bis zu abben Händen, Füßen und Köpfen ersparen. Gespannt aber wäre ich auf die bemerkenswerten Qualitäten, die die Inkaufnahme der obigen Mängel rechtfertigen.

    “... Du müsstest ihnen etwas besseres anbieten.“

    Nein, muss ich nicht, zumal es ja um Welten kompetentere Moslems gibt. Nur werden eben ihre Bemühungen für eine zeitgemäße Koran-Exegese auch und gerade von Leuten wie Dir torpediert, die islamische Verfassungsfeindlichkeit tolerieren.

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    1. "Ausschlusskriterium des fehlenden Rassismus im Islam"
      Der ist wirklich gut. Die rassistischsten Menschen, die mir bisher in meinem Leben begegnet sind, stammen alle aus muslimischen Ländern.

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    2. @ Anonym 12. Juni 2015 um 3:51

      Einverstanden, aber für alles kann man den Islam nun auch nicht verantwortlich machen. Oder doch? - Da ja nichts ohne den Willen Allahs geschieht, brauche ich mich auch nicht über meinen dünnen Kaffee grämen. Oder gilt das nur für Moslems?

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    3. "Nur werden eben ihre Bemühungen für eine zeitgemäße Koran-Exegese auch und gerade von Leuten wie Dir torpediert, die islamische Verfassungsfeindlichkeit tolerieren. "

      Und wo hast Du das bei mir gelesen?
      Ninja

      In meinem obigen Thread (Anonym9. Juni 2015 um 13:55) steht zum Beispiel:
      "Ich stimme mit Dir überein, wenn es darum geht, vor dem politischen Islam zu warnen und ihn zu bekämpfen. Aber ich meine, dass dabei unbedingt vermieden werden soll, in einen islam-muslim-feindlichen Diskurs abzudriften. ...
      Ich habe Dich hiermit auf die schädlichen Folgen der aufhetzenden Rede aufmerksam gemacht. Ich wünschte, ich könnte Dich überzeugen, Deinen (berechtigten) Vorbehalt gegenüber dem politischen Islam konstruktiv, ohne muslimische Mitbürger (die ja meist auch den politischen Islam ablehnen) auszugrenzen oder von oben herab zu behandeln, zu äußern. Wenn Du aber so weiter machen möchtest, bitte, da kann ich dann wohl außer Gegenhalten nichts machen."

      Hast Du es nicht gelesen, leidest Du unter Gedächtnisschwäche,
      oder bist Du ein Troll?

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  13. @ Anna Lühse

    Vielleicht beweist aber auch die demokratische Zivilgesellschaft in Deutschland mit ihrer Zurückhaltung ein bemerkenswertes Maß politischer Reife und sieht ihre Interessen durch die von ihr gewählte Regierung vertreten, denn der Frieden im Nahen Osten wird nicht auf deutschen Straßen entschieden. Und der wache Beobachter weiß schließlich um die vielfältigen Hilfe- und Unterstützungsleistungen, die die Bundesrepublik aus historischer Verpflichtung dem Staat Israel offeriert - da braucht es keine Demonstration mit einem Außenminister Steinmeier an der Spitze. Eine solche Machtdemonstration der Herrschenden sind mit dem Untergang der DDR hoffentlich endgültig Vergangenheit.

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    1. @Teermaschine12. Juni 2015 um 03:21
      Vielleicht beweist aber auch die demokratische Zivilgesellschaft in Deutschland mit ihrer Zurückhaltung ein bemerkenswertes Maß politischer Reife und sieht ihre Interessen durch die von ihr gewählte Regierung vertreten

      Und ich denke, dass diese Zurückhaltung langsam einmal an ihr Ende kommen sollte, nachdem sie ihre Interessen nun nicht mehr durch die Regierung vertreten sieht.
      Mir fehlen klare Stellungnahmen der Regierung zu Fragen wie dem Israelkonflikt, deren Antwort zunichte gemacht wird, indem auf deutschen Straßen anti-israelische und judenfeindliche Kundgebungen durchgeführt werden dürfen, während zu PEGIDA eine Kanzlerinnenansprache fällig wird: "Folgen Sie denen nicht!".
      Merkel hat damit mehr Schaden angerichtet, als sie ermessen kann.

      Und der wache Beobachter weiß schließlich um die vielfältigen Hilfe- und Unterstützungsleistungen, die die Bundesrepublik aus historischer Verpflichtung dem Staat Israel offeriert

      Wir leisten aber ebenso Millionenhilfe an die sog. Palästinenser, die dann irgendwo in terroristischen Löchern versickern, nicht der Bevölkerung zugute kommen, sondern postwendend in Raketen umgemünzt werden, die dann wieder auf Israel losgeschickt werden, um einen erneuten Gegenschlag zu provozieren, der dann als Erstschlag und "Kindermord der Juden" verkauft wird.

      In unserem eigenen Parlament hocken steuerfinanziert Linke, die sich immer noch -wie in guten alten RAF-Zeiten- mit den Palästinensern zusammentun, hat man ja eine reiche gemeinsame Geschichte mit Terrorausbildung, Geiselnahme und Mord.

      da braucht es keine Demonstration mit einem Außenminister Steinmeier an der Spitze.

      wtf is Steinmeier? Ich möchte nicht von Steinmeier außenpolitisch vertreten werden.
      Momentan braut sich in Deutschland eine rot-rot-grüne Regierung ab 2017 zusammen. Dann wird das "Frauendeck" auf der "Mavi Marmara" Staatsdoktrin werden und deutsche Politikerinnen nur noch vollverschleiert vor Arabern das Knie beugen und vereinzelnd in Harems versickern.

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    2. @ Anna Gemüse 13. Juni 2015 um 8:51

      Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß, darum möchte ich Dich bitten, einen Moment still zu halten - sonst erwische ich Dich nicht mehr mit meiner verfassungspatriotischen Blutgrätsche!

      Der Nahostkonflikt wird von den Protagonisten vor Ort entschieden und jede Bundesregierung tut gut daran, größtmögliche Zurückhaltung zu wahren. Das besondere israelisch-deutsche Verhältnis ist auch von dieser Bundeskanzlerin nie infrage gestellt worden. Und was Du als Versäumnis siehst, beurteile ich als Ausdruck souveräner politischer Arroganz:
      Ich würde mir durchaus Sorgen machen, wenn sich eine gewählte Kanzlerin von einem siffigen Pöbel jenseits aller gesellschaftlichen Grenzen nötigen ließe, die außenpolitische Position der Bundesrepublik zu rechtfertigen. Wie gut Merkel daran getan hat, zeigt ein Blick auf die politische Bilanz der Gazakrieg-Proteste. Ein eventuelles Fehlverhalten oder eine unangemessene Überreaktion der israelischen Armee im Konflikt wird nur in islamischen und linksfaschistischen Kreisen thematisiert. Der Mehrheitsgesellschaft blieben einzig die pöbelenden arabischen und türkischen Prinzen in Erinnerung. Nicht einmal die linke Trümmertruppe im Bundestag wünscht das Thema zurück auf die Tagesordnung.
      Die PEGIDA-Proteste sind nun aber ein orginär innenpolitisches Thema, zu dem die Regierungschefin durchaus Stellung beziehen darf, sollte und muss. Denn so berechtigt das ein oder andere politische Anliegen auch sein mag - nichts legitimiert eine rechtsfaschistische Gefolgschaft. Und jeder Demonstrant sollte sich schon fragen, wem er da folgt. Natürlich genießen auch Rechtsfaschisten das Demonstrationsrecht. Aber es ist eben doch ein großer Unterschied, ob ein Faschist nur Teilnehmer oder ein (Mit-) Organisator einer Demo ist.

      "who the fuck is Steinmeier?“

      Was unterscheidet Dich von der Luftpumpe Pierre Vogel? - Offensichtlich teilt ihr beide das gleiche Demokratieverständnis und respektiert nur dann demokratische Wahlen, wenn sie das gewünschte Ergebnis bringen. Du bist wirklich armselig!

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    3. @Teermaschine

      War das die Blutgrätsche? Hat nicht mal zu einem Tritt vors Schienbein gereicht.
      Der erste Teil war doch schon mal gut geschrieben, da stimme ich dir zu.
      Im zweiten Teil hast du dann voll danebengetreten und bist aufm Arsch gelandet. Ich denke nicht, dass das für alte Knochen sonderlich ratsam ist.

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  14. @ Anonym 11. Juni 2015 um 17:32

    Zusammenhalt? - Das kennen wir doch, das ging doch so:

    “Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen...“

    Singst du hübsch mit? Die Nationalsozialisten verstanden eine Menge von gutem Zusammenleben und gesellschaftlichem Ausgleich, schließlich war man zwar nicht gleich Bruder, dafür aber Volksgenosse - allerdings vorausgesetzt, man war kein Jude; oder Sinti; oder Zeuge Jehovas...
    Herrje, jetzt bin ich ja doch wieder durcheinandergeraten, das war ja bei den richtigen Faschisten. Der Moslem ist da ja ganz anders.

    Tut mir leid, aber dein Rechenzentrum ist entweder total abgefackelt oder hochgradig infiziert. Liest Du eigentlich den faschistischen Dreck, den Du hier unaufhörlich absonderst?

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    1. "Liest Du eigentlich den faschistischen Dreck, den Du hier unaufhörlich absonderst?"

      Nun, ich habe gerade auch Deinen Teerauswurf gelesen.
      Wenn Du meine Kommentare im Verstehenmodus gelesen hättest (wie ist es gemeint?), dann wüsstest Du, dass es mir weniger darum geht, den Islam zu verteidigen, sondern darum ihn verständlich zu machen.
      Aus Deinen Kommentaren verstehe ich, dass es Dir um pauschale Ablehnung des Islam geht. damit lehnst Du aber auch Muslinme ab, die an ihrer (angeblich faschistischen) Religion festhalten. Nach Deinen Ausführungen kommt man zum Eindruck, dass es keine Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen gibt. Diese Muslime würden dann zu recht sagen, sie werden ausgeschlossen.
      Und wenn solche Anwürfe von Dir kommen, dem aufgeklärten Demokraten, Mitglied der intellektuellen Elite der Republik und Meister des barschen Tons, was soll dann noch dagegen gesetzt werden?

      Wie war noch mal deine Definition von Faschismus?
      Ich frage nur, weil ich Deinen Ton jetzt,
      (ganz naivlich selbstverständlich, anders kann ich es ja nicht ;( ), gerne als faschistisch bezeichnen würde.

      Ninja

      Ach ja, der Zusammenhalt: es könnte doch gerade das sein, was die jungen Konvertiten anzieht.
      Angeblich machen sich die Daech-Rekrutierer jetzt schon an Geistig Behinderte und Obdachlose (steht bei Hackensberger in der Welt). Hast Du, Teermaschine, schon Dein Haus für eine von diesen Randfiguren der Gesellschaft geöffnet? Oder begnügst Du Dich damit, hier unqualifizierte Repliken abzugeben auf Kommentare, die, wenn Du sie richtig lesen würdest, Dir zu viel Nachdenken abfordern würden?

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    2. "Ich frage nur, weil ich Deinen Ton jetzt,
      (ganz naivlich selbstverständlich, anders kann ich es ja nicht ;( ), gerne als faschistisch bezeichnen würde."
      Na das kommt ja von den Faschinenträgern des alten Rom,
      der Schutztruppe des Senats/Bundestage und des Rechts.
      Was war so schlimm an denen ?
      Auch die erste Demokratie war eine Sklavenhaltergesellschaft wo nur die Reichen Wahlrecht hatten, haben Frauen hier auch noch nicht so lange.
      Also die Faschisten schützten den Staat und Demokratie ist für Reiche. Alles falsch ?
      Na dann abschaffen.

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    3. @ Anonym 13. Juni 2015 um 6:49

      Es steht doch gar nicht zur Debatte, was ich befürworte oder was ich ablehne - es gibt (noch) keinen Gesinnungs-TÜV in Deutschland. Im Zweifelsfall geht es niemanden etwas an, was ich mir zu denken erlaube. Wenn jemand allerdings seine Weltanschauung ohne Zwang offen und demonstrativ zur Schau stellt, muss er mit ebenso offener Ablehnung rechnen. Vielleicht nimmst Du einmal wieder das Grundgesetz zur Hand und liest Art. 3..
      Hast Du einmal deine zahlreichen moslemischen Freundinnen und Freunde gefragt, wie sie den Art. 3 GG verstehen und ob dieses Rechtsstaatsprinzip mit ihrem Glauben vereinbar ist? Glauben sie etwa nicht, dass Du schlimmer als das Vieh bist? Oder spart ihr solche heiklen Fragen besser aus? Denkst Du, dein Verhalten taugt als Vorbild für deine Kinder, so Du welche hast? Werden sie sich eines Tages mit Achtung und Respekt deiner erinnern, weil Du Ideale hattest, für die Du eingestanden bist? Oder bleibt ihnen nicht viel mehr als die Erinnerung an eine harmoniesüchtige Person, die lieber jeder Auseinandersetzung aus dem Wege ging?

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    4. "Es steht doch gar nicht zur Debatte, was ich befürworte oder was ich ablehne -"

      Nun, ich habe Dich aber darauf aufmerksam gemacht, was ich aus Deinen Kommentare (die Du "ohne Zwang offen und demonstrativ zur Schau" gestellt hast) herauslese. Korrigiere mich, wenn Du es anders gemeint hast.

      Ich lese da pauschale Ablehnung des Islam heraus.
      Islamfeindlichkleit ist aber Wasser auf die Mühlen der fremdenfeindlichen Rechtspopulisten. Die Userin Anna hat sich ja von Dir ermutigt schon zu weiteren populistischen Ergüssen hinreißen lassen. Das ist Dir dann anscheinend doch zu weit gegangen. Entgangen ist Dir nur, dass Du Dich vorher selbst zum Stichwortgeber gemacht hast.

      Mach halt weiter so, wenn Du unbedingt Recht behalten willst.
      Mit Vernunft hat Dein Verhalten (der "ohne Zwang offen und demonstrativ zur Schau" gestellte, manifeste Inhalt Deiner Kommentare) leider nichts mehr zu tun.
      Ich habe versucht, Dich darauf hinzuweisen.

      Ninja

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    5. ninja, bist du jetzt auch noch frauenfeindlich? Die arme "Userin Anna" kann ohne das "Stichwortgeben" von Teermaschine nicht selbstständig denken. Was läuft bei dir alles falsch?
      Wieso darf man eigentlich in einem freien, säkularen Land, den Islam nicht pauschal ablehnen?
      Du hast schon eine krude Weltsicht.

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    6. "Islamfeindlichkleit ist aber Wasser auf die Mühlen der fremdenfeindlichen Rechtspopulisten."
      Na und ?
      Soll man seine Meinung nicht vertreten dürfen, bloß weil es
      anderen Leuten auch gefallen könnte ?
      Das dürfte immer bei jedem Thema der Fall sein.

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    7. Ich würde immer noch gerne den Unterschied zwischen "Islamfeindlichkeit" und "Islamkritik" erläutert bekommen. Offensichtlich gibt es da keine Unterschiede - von islamischer Seite aus.

      Und wenn ich den Islam nicht mag, bin ich dann islamfeindlich? Oder darf ich den Islam nicht mögen, so wie ich Religionen per se nicht mag?

      Fragen über Fragen, wie wäre es Ninja, wenn du sie mal beantwortest?

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    8. "Soll man seine Meinung nicht vertreten dürfen, bloß weil es
      anderen Leuten auch gefallen könnte ?
      Das dürfte immer bei jedem Thema der Fall sein."

      Ja, genau, es ist bei jedem Thema der Fall.
      Es ist immer gut, wenn man seine Meinung klug und mit Augenmass vertritt.
      Warum sollte ich eine Meinungsäußerung nicht korrigieren, wenn ich sehe, dass sie für Dinge missbraucht wird, die nicht in meinem Sinn sind?
      Wenn ich meine Meinung auf eine Art vertrete, dass dabei mehr Schaden als Nutzen entsteht, dann wäre es besser, ich hätte meinen Mund gehalten.

      So ist es auch mit den Fragen, die Du mir vorsetzt.
      Wenn ich sie (nochmals) beantworten würde: wozu wäre es nütze?

      Ninja

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    9. "Warum sollte ich eine Meinungsäußerung nicht korrigieren, wenn ich sehe, dass sie für Dinge missbraucht wird, die nicht in meinem Sinn sind?"

      Enweder ich ab eine Meinung oder nicht, was du da sagts ist
      das was man "ohne Kreuz" oder " keine Eier" bezeichnet.
      Du würdest also lieber lügen statt anzuecken.
      Davon haben wir schon genug.

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    10. Ja, ninja, es wäre besser gewesen deinen Mund zu halten. Außer heißer Luft kommt nicht viel raus.

      Und deine akuten Anfälle von mimimimimimi sind nur noch peinlich.

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    11. @Anonym15. Juni 2015 um 05:33
      "Ich würde immer noch gerne den Unterschied zwischen "Islamfeindlichkeit" und "Islamkritik" erläutert bekommen. Offensichtlich gibt es da keine Unterschiede - von islamischer Seite aus."

      Es ist eigentlich egal, welche Vokabel aus dem Arsenal der Kampfbegriffe des politischen Islam (und seiner anders-religiotischen oder auch politisch-kulturrelativistischen Apologeten) verwendet wird. Die verschwurbelten Definitionversuche aus den unterschiedlichsten Ecken lassen je nach Standpunkt die Ausdehnung eines jeden Begriffes, von "Islamophobie" über "Islamfeindlichkeit / -kritik" bis "Muslimenfeindlichkeit / -kritik" und was der Zuschreibungen mehr sind, über die gesamte Bandbreite der beabsichtigten Diffamierung zu.
      (Eine zumindest halbwegs objektive Einordnung der Begrifflichkeiten, wie es Armin Pfahl-Traughber hier versucht, dürfte diesen Typen nicht nur gegen den Strich gehen, sondern sie auch intellektuell überfordern. Wenn Du Dir zum Vergleich das üble Geschwurbel eines Farid Hafez anschaust, der offensichtlich nicht einmal in der Lage ist, zwischen einer Ideologie und einem Individuum zu differenzieren, hast Du den unmittelbaren Beleg dafür.)

      Relevanter als der benutzte Terminus selbst ist daher, wer ihn in welchem Kontext gebraucht. Bei den Islam-Lobbyisten und -Profiteuren dürfte die Intention klar sein, aber …

      "Und wenn ich den Islam nicht mag, bin ich dann islamfeindlich? Oder darf ich den Islam nicht mögen, so wie ich Religionen per se nicht mag?"

      … auch die Islam-Apologetik von Seiten der christlichen Religioten-Fraktion ist natürlich interessengeleitet:
      Im fast schon verloren geglaubten Kampf gegen säkularen Humanismus / universale Religionskritik hat man eine neue Waffe entdeckt. Plötzlich ist da ein Kult, der zwar genauso (oder noch krasser) irrational ist wie der eigene, der aber glücklicherweise 'fremd' ist.
      Nun muss man nur noch jegliche Missbilligung dieses Kultes einer angeblichen Aversion gegen ebendieses 'Fremdseins' anlasten, um den Kritiker als xenophob oder gleich als rassistisch zu diskreditieren.
      Ist der 'fremde' Kult auf diese Art erst gegen jeden Tadel immunisiert, kann man daran gehen, diesen Schutz auch (wieder) für die eigene Ideologie einzufordern.
      (Ein gewisser Kurienkardinal Kardinal Jean-Louis Tauran hat sich schon in 2008 in dankenswerter Offenheit bei den Mohammedanern dafür bedankt, …
      "… als Minderheit in Europa einen Raum für Gott in der Gesellschaft eingefordert "
      … zu haben. Noch Fragen?)
      Und da den bewußten Kult darüber hinaus eine bedrohliche Brachialität (zu der man selber nicht mehr willens oder imstande ist) kennzeichnet, kann man auch noch ganz subtil auf die "Gefährdung des öffentlichen Friedens" durch angedrohte (und im eigenen Dominanzbereich durchweg ausgeübte) physische Gewalt hinweisen, wenn man dessen Forderungen nicht entspricht.

      "Fragen über Fragen, wie wäre es Ninja, wenn du sie mal beantwortest?"

      Du wirst von einer Religiotin mit o.a. Intention keine konkreten, unmissverständlichen Antworten bekommen, sondern maximal eine neue Wolke undefinierter Luftblasen. Der evolutionäre Erfolg des Puddings beruht auf seiner Fähigkeit, sich nicht festnageln zu lassen.
      >;->

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    12. "Die verschwurbelten Definitionversuche aus den unterschiedlichsten Ecken lassen je nach Standpunkt die Ausdehnung eines jeden Begriffes, von "Islamophobie" über "Islamfeindlichkeit / -kritik" bis "Muslimenfeindlichkeit / -kritik" und was der Zuschreibungen mehr sind, über die gesamte Bandbreite der beabsichtigten Diffamierung zu."

      Wenn der IS Muslime köpft und für ungläubig erklärt verfolgt und abschlachtet ist das Islamkritik.
      Wenn du sagt das Verschleierung frauenfeindlich ist, ist das Islamophobie.

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  15. "Anonym11. Juni 2015 um 17:32"
    hat eine mittelalterliche Gesellschaft beschireben. Und genau das ist der Knackpunkt. Vermutlich erleben wir den Übergang der islamischen Welt von deren Mittelalter zur Moderne. Auch bei uns lief das lange Zeit sehr blutig ab. Wie sagt man so schön: Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich.
    Die feudalen Herrschaftsstrukturen, die sich auch dem Mittel der Religion bedienen, lösen sich auf. Die Bindungskraft des Althergebrachten lässt stark nach, vor allem in der Diaspora. Der globale Islamismus ist das sinnlose Festhalten an einer romantisierten Vergangenheit.

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    1. "Der globale Islamismus ist das sinnlose Festhalten an einer romantisierten Vergangenheit."

      Ich sehe es auch so.
      Allerdings denke ich nicht, dass die moderne Gesellschaft unbedingt "fortschrittlicher" ist. Sie hat ihre eigenen Probleme.
      Es gibt im Islam Werte, die es wert sind bewahrt zu bleiben. ZB Lebensart, Umgang mit Schicksalsschlägen, Fürsorge (die allerdings nur innerhalb des Clans praktiziert wird).

      In der modernen Gesellschaft wird dagegen Autonomie und Leistung verlangt, und es gehört ja nicht viel dazu, um zu erkennen, dass Autonomie ein Hirngespinst ist: Der Mensch ist nicht autonom, er lebt in einer Generationenfolge, er ist ein soziales Wesen.

      Daran kann der Islam zumindest erinnern.

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    2. Zunächst sind die Werte, die du hier ansprichst, kein Alleinstelungsmerkmal des Islam, den es ja gar nicht gibt.
      Mir persönlich ist die moderne Gesellschaft lieber, trotz aller Unzulänglichkeiten. Der Islam kommt bei mir in der Rangliste cooler Religionen auf dem letzten Platz.

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    3. @Anonym13. Juni 2015 um 08:37
      "Zunächst sind die Werte, die du hier ansprichst, kein Alleinstelungsmerkmal des Islam, den es ja gar nicht gibt."

      Es sind nicht einmal Alleinstellungsmermale überhaupt irgend einer Religion. Es sind Merkmale einer in Sozialverbänden lebenden Spezies, die sich evolutionär über Jahrmillionen als Überlebensvorteil erwiesen haben, und ohne die eine physisch so kümmerlich ausgestattete Gattung wie 'homo' schon als evolutionäre Sackgasse geendet hätte, bevor ihr dominantes Gehirn auch nur Ansätze einer Technologie hätte entwickeln können, die ihren Individuen das Überleben in einer von Konkurrenz geprägten Umwelt ermöglichte.
      Das hindert die Religioten jeglicher Couleur, ganz speziell die Monotheisten, natürlich nicht, sie als 'Errungenschaften' ihrer irrationalen Glaubensgebäude zu okkupieren. Das einzige, was sich durch diesen religiös-dogmatischen Überbau geändert hat, war, dass diese 'Werte' nun als der unhinterfragbare Wille einer unsichtbaren, gleichwohl allmächtigen, allwissenden, all…, Entität galt und Verstöße dagegen entsprechend rabiat geahndet werden mussten.
      Dass der zu sichernde Wertekanon in der Folge eine inflationäre Ausweitung erfuhr, die durchweg dem Machterhalt einer herrschenden Kaste diente, ist da nur konsequent.

      "Mir persönlich ist die moderne Gesellschaft lieber, trotz aller Unzulänglichkeiten."

      Vor allem läßt Dir die moderne Gesellschaft die Wahl:
      Niemand hindert Dich, Dich einer religiösen, politischen, tribalen, …, 'communitas' anzuschließen (oder darin zu verbleiben, wenn Du hineingeboren wurdest) und Dich deren Regeln zu unterwerfen. (Im Gegenteil: Das GG schützt Dich dabei.)
      Allerdings zwingt Dich auch niemand dazu. (Im Gegenteil: Das GG sollte Dich vor einem Zwang von Seiten Dritter schützen. Dass dieser 'Schutz' zumindest im Falle der Religionen auf tönernen Füßen steht, ist allerdings Fakt.)
      Und wenn Du Dein Leben im Rahmen Deiner Möglichkeiten als Einzelgänger, Einsiedler, Eremit, lone wolf, …, gestalten willst, hat auch niemand etwas dagegen, wenn Du bereit bist, die Konsequenzen daraus zu tragen.
      Was Dir die 'moderne Gesellschaft' nicht bietet, ist ein Ideal. Das wäre bei Millionen unterschiedlicher Lebensentwürfe auch reichlich vermessen.

      "Der Islam kommt bei mir in der Rangliste cooler Religionen auf dem letzten Platz."

      Nun, wenn in Deiner Rangliste der Grad der Brutalität und der Rigidität mit der eine Religion ihre Riten vollführt und Dissidenten / Opponenten verfolgt, mit dem Grad der Un-coolness korreliert, dürfte sich diese Platzierung wohl zwangsläufig ergeben.
      >;D

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    4. "Der Islam kommt bei mir in der Rangliste cooler Religionen auf dem letzten Platz."

      Nun gut.
      Ich bin Christ: In der entsprechende Liste würde ich also nur ein Top definieren.

      Der Papst Johannes-Paul II hat dazu in einem islamischen Land gesagt (1985 im Fussballstadion von Casablanca) :
      "Die Welt ist ein lebender Organismus. Jeder hat von den Anderen etwas zu empfangen und etwas ihnen zu geben."

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    5. "Der Papst Johannes-Paul II hat dazu in einem islamischen Land gesagt (1985 im Fussballstadion von Casablanca) :
      "Die Welt ist ein lebender Organismus. Jeder hat von den Anderen etwas zu empfangen und etwas ihnen zu geben."
      Was soll den der Papst sonst in einem islamischen Land sagen ?
      "Hallo ihr Sackratten" ?
      Neuere Geschichte zeigt anderes:
      " Benedikt XVI. am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung.[1] Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung.....
      Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘." wiki

      Die Kirche ist ein Fähnchen im Wind jedem nach dem Mund zu reden wenn es nützt. Sie hat auch die Koppelschlösser deutsche Soldaten mit ihren Signum versehen.

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