Dienstag, 11. Februar 2014

Von kritischen muslimischen Stimmen und dem schädlichen Tunnelblick

Desmeist schreibe ich ja über Negatives, bewege ich mich ja im müffelnden Tümpel des Salafismus, und auch ich muss mich des öfteren zusammenreißen, verzerrt der dauerhafte Blick in die extremistische Ecke des Islam ja die Realität und man ist am verzweifeln, übertönt die irre Stimme eines Vogels ja bald jegliche Vernunft und man wird womöglich irgendwann zum verbitterten Mannheimer, der von Hass zerfressen um sich schlägt. Man verliert das Gehör für die kritischen Stimmen, die sich zwar zögerlich, aber doch immer lauter werdend auch unter den muslimischen Gläubigen langsam regen und ich möchte Ihnen hier einen dieser mutmachenden Beiträge zeigen, welcher sich mit den Bostoner Anschlägen auseinandersetzt:

http://www.muslima-aktiv.de/wp/wordpress/die-ewigen-opfer/

(Danke für den Link)

Ich danke dem Schreiber namens Jalees, nährt er ja die Hoffnung, dass ein friedliches Miteinander doch möglich ist, solange man eben seine Gehirn benutzt und sein Denken nicht in fremde Hände legt. Dies gilt für unseins ebenso, sind die einfachen Lösungen ja allzu verlockend und sie lauern zudem an allen Ecken, zerrt ja jeder an einem und das Schwarzweiß-Denken wird langsam zum Mainstream - dafür oder dagegen, ist dazwischen ja nicht mehr viel und dies ist auch in dem folgenden Kommentar gut zu lesen, welcher mich zwar nicht juckt, sich aber als Beispiel gut eignet:


(Quelle: michael-mannheimer.info)

Ob es einen guten bzw schlechten Islam gibt, will ich gar nicht beurteilen, weiß ich dafür ja mit Sicherheit, dass es überall gute und schlechte, friedliche und brutale, intelligente und dumme Menschen gibt, weswegen ich auch lieber so unterscheide, macht das echte Leben ja immer mehr Sinn als die graue Theorie. Und genau deswegen werde ich mich auch niemals dieser Einäugigkeit, welche übrigens frappant dem Vogelschen Tunnelblick gleicht, anschließen, wäre das ja nicht fair. Genausowenig fair wie wenn man die Deutschen an einer Zschäpe messen würde. Oder die Norweger an einem Breivik. Oder auch die Amerikaner an einem Bush. Ja, es gibt sie überall, die Doofköpfe, aber es gibt eben auch überall die andern. Wie zum Beispiel eben den Jalees. Oder Prof.Khorchide. Mit denen gilt es gemeinsam etwas zu verändern. Für uns und vor allem für unsere Kinder, denn die werden wie immer ausbaden dürfen, was wir verbockt haben.

Guten Abend


Kommentare:

  1. ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄ ✄

    Aktueller Warnhinweis aus dem Gesundheitsministerium:

    Salafismus gefährdet das Leben ihrer Kinder und

    kann auch für Ihre Mitmenschen tödlich sein!

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  2. Ich warte immer noch auf den GUTEN Islam, aber der versteckt sich wohl sehr gut. Ich sehe leider nur einen Islam, der menschenverachtend, unterdrückend und kriegerisch ist!

    Der D.

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    1. Dann suche dir doch einfach muslimische Bekannte, die dir einen guten Islam präsentieren können. Ich behaupte, die Mehrheit der Muslime (insbesondere in Europa) ist nicht menschenverachtend und kriegerisch eingestellt.

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    2. Wie wäre es wenn du dich für den Anfang mit dem normalen Islam zufrienden gibst? Millionen Menschen die friedlich ihr Leben leben und niemandem etwas tun?

      Wenn du ein Beispiel willst wo sich Muslime durchschnittlich wesentlich besser verhalten haben als ihre Mitmenschen
      Lies dir mal das hier durch:
      http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_in_Ruanda#Religion_und_Genozid
      Wenn man etwas gutes über den Islam sagen kann, dann dass er anti-rassistisch ist.
      J.

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    3. @ Der D.

      Was Du schreibst kann ich absolut NICHT bestätigen. Ich kenne sehr viele Muslime. Und diese sind eben nicht kriegerisch oder menschenverachtend. Im Gegenteil, wie ich als Nichtmuslim von Ihnen behandelt werde (Gastfreunschaft etc.) beeindruckt mich regelmässig. Wohlgemerkt, ich kenne sehr viele tolle Muslime, und die haben nix mit dem Salafismus zu tun. Und wenn Du muslimische Freunde oder Bekannte hättest, dann wüsstest Du auch, was diese über den Salafismus denken...Lerne mal welche kennen, es wird sich für Dich lohnen. Man kann von vielen auch sehr viel Gutes lernen.

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    4. "Wenn man etwas gutes über den Islam sagen kann, dann dass er anti-rassistisch ist"

      Jedoch gibt es unter dem Islam, so wie er von den Salafisten verkündet wird, keinen Grund andere Religionen anzuerkennen. Es gibt für die Salafisten auch keinen Grund Angehörige von anderer Religionen als vollwertige Menschen der Gesellschaft anzuerkennen, das ergibt sich schon alleine daraus weil Salafisten alle anderen Menschen als Kuffar beleidigen und sich dadurch als etwas besseres darstellen.

      Das hat auch nichts mir Rassismus zu tun was die Salafisten von sich geben, denn bei den Salafisten existieren Anhänger verschiedener Kulturen, aber sie haben alle eins gemeinsam, sie bekämpfen mit ihrem Hass jede andere Religionsform, die nicht der Religion der Altvorderen entspricht.

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    5. "die Mehrheit der Muslime (insbesondere in Europa) ist nicht menschenverachtend und kriegerisch eingestellt."

      oh je... gerade in Europa sind sie das! Besonders die Neukonvertiten

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    6. Anonym11. Februar 2014 23:25

      "die Mehrheit der Muslime (insbesondere in Europa) ist nicht menschenverachtend und kriegerisch eingestellt."

      "oh je... gerade in Europa sind sie das! Besonders die Neukonvertiten"

      Diese Neukonvertiten die du meinst sind keine normale Muslime, diese Neukonvertiten die hier ärger machen sind Salafisten. Die schrecken auch nicht davor zurück friedliche Muslime zu bedrohen. In anderen Ländern schlachten die Salafisten/Wahabiten sogar Muslime ab.

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    7. Wer behaupted, der Nährboden für die Salafisten wären fast nur biodeutsche Konvertiten, der macht sich selbst etwas vor. Laut den Berfassungsschutzberichten der Länder machen diese nur 10 bis 15 Prozent innerhalb dieser Gruppierung aus. Die überwiegende Mehrheit bilden gebürtige Mohammedaner, vorwiegend aus den arabischen Ländern und der Türkei.

      Ich bin Sleid

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    8. 3:07 bist du dir da so sicher? Ich nicht...

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    9. @der D.
      Anonym11. Februar 2014 08:54

      Meine Differenzierung:
      (ich habe das früher schon so ähnlich gepostet)

      Als Nichtmuslim unterscheide ich zwischen Islam und Muslimen.

      Der Islam hat zwei Seiten, die Eine spirituell, die Andere politisch.
      Da ich selbst die politische Seite des Islam für schädlich halte, und die spirituelle im Vergleich mit dem Christentum für nicht überzeugend, schließe ich es aus, Muslim zu werden.

      Dass das für Menschen, die als Muslime geboren sind, anders aussieht, kann ich aber leicht nachvollziehen. Für sie stellt der Islam die eigene Tradition dar, die ihnen Werte vermittelt und Orientierung bietet.

      Ich anerkenne alle muslimischen Gelehrten, die sich um eine zeitgemäße und humane Auslegung des Islam bemühen, denen es um die Erhaltung und Weitergabe menschlicher Werte geht. Weiter nehme ich an, dass Menschen, die zum Islam konvertieren, respektable Gründe haben mögen. Wer bin ich, Alles verstehen zu wollen ...

      Muslime sind Menschen, die dem Islam folgen. Wie sie das tun, ob sie sich dabei eher von spirituellen oder eher von politischen Aspekten des Islam leiten lassen, liegt in ihrem eigenen Ermessen, ihrer eigenen Entscheidung.
      Ich kenne da wunderbare Menschen.
      Zudem anerkenne ich die offensichtlichen zivilisatorischen Errungenschaften der islamischen Kultur und die gemeinschaftlichen Werte innerhalb der islamischen Gesellschaft.

      Wenn nun aber Muslime den politischen Aspekt des Islam in den Vordergrund stellen, wenn sie die islamischen Regeln nicht mehr nur kommunitär verstehen sondern universell, wenn sie in Deutschland eine muslimische Gesellschaft einrichten wollen oder von Syrien ausgehend das weltweite Kalifat, dann weiß ich, dass ich vollständig gegen ein solches (politisches) Projekt bin.

      Ich wäre ja schön dumm, wenn ich das einfach geschehen lassen würde. Hieße es doch, dass ich mich dem islamischen Projekt, das ich ablehne, unterwerfen müsste...

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  3. Ein notwendiger Kommentar, weil er sich von den zahlreichen faschistoiden Hetz-Seiten abgrenzt.

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  4. Es gibt verschiedene Religionen innerhalb derer es verschiedene Ausrichtungen gibt. So simpel ist das. Fragt man nach einer richtigen oder falschen Ausrichtung, ergibt das bei objektiver (also nicht religiöser) Betrachtung einfach keinen Sinn. Nur religiöse Wirrköpfe jeglicher Konfessionen vertreten die Meinung, sie hätten den wahren Glauben für sich gepachtet. Irgendwie geistlos, von außen gesehen. Anders ausgedrückt: Es gibt keinen richtigen oder falschen Islam, es gibt einfach verschiedenartige Auslegungen von den Gläubigen. Jeder bastelt sich somit seine eigenen Glaubensfundamente und das gilt für sämtliche Religionen. Es gibt Christen, die an die Dreieinigkeit glauben, andere wiederum tun das nicht....... und für beides gibt es Argumente aus den widersprüchlichen Primärquellen. Letztendlich ist das immer Geschmackssache und Salafisten haben für unsereins einen eher schlechten Geschmack.

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  5. Einfach mal auf den alten Helmut Schmidt hören:

    http://www.youtube.com/watch?v=rEDtPw96bUc

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    1. Dann doch wirklich lieber auf Scholl Latour, ist der kein verklärender Polit-Akteur. Das Video ist ein Zusammenschnitt, man solls nur nicht merken - im Zusammenhang stellt sich das ein bißchen anders dar.
      frank.g

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    2. "Letztendlich ist das immer Geschmackssache und Salafisten haben für unsereins einen eher schlechten Geschmack."

      Sie haben nicht nur einen schlechten Geschmack:
      sie verführen die Jugend durch allzu einfache Rezepte, nämlich indem sie das Paradies und den Sieg versprechen, wenn sie sich auf den "Weg Allah's" begeben.
      Der Salafismus führt Menschen in die Irre und verursacht Dünkel, Krieg und Tod.

      Ich kann das nicht unter "schlechter Geschmack" abtun.
      Es ist gefährlich und lebensfeindlich, und muss bekämpft werden.

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    3. Helmut Schmidt ist für die heutigen Zustände in Deutschland mitverantwortlich. Sich heute jetzt über die Auswüchse fehlgeschlagener Integrationspolitik zu mokieren ist, trotz Altersbonus, unredlich.

      Ich bin Sleid

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  6. zum thema boston erinnere ich noch einmal kontrastierend an das statement von "pierre I, the insanely insane one":

    http://www.youtube.com/watch?v=TfoDwcQckBs

    er leugnet 9/11 (inside job: 0:50), er leugnet boston (rechtsradikale/islamhasser/breivik-groupies: u. a. 1:30, 5:30, und überhaupt immer), er leugnet bonn "koffer" (inside job: 7:06).

    wenn ein verfahren gegen ihn nicht sowieso wegen unzurechnungsfähigkeit eingestellt werden würde, müsste man dieses schandmaul glatt anzeigen!

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  7. Schon wieder eine Sektenwerbung von Georg, deshalb belanglos. *gähn*

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    1. Zumindest sahst du dich genötigt zu reagieren, und, ist nicht alles so was ne Sekte?

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  8. "weiß ich dafür ja mit Sicherheit, dass es überall gute und schlechte, friedliche und brutale, intelligente und dumme Menschen gibt, weswegen ich auch lieber so unterscheide, macht das echte Leben ja immer mehr Sinn als die graue Theorie."
    So wahr, Georg. Danke.

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  9. Vielen Dank für das Bild am Ende. Habe es abgespreichert. Es zeigt genau das, was jeder Mensch erlebt, wenn er stirbt. Werde es in Zukunft bei jeder Beileidbekundung im Todesfall mitsenden.

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