Montag, 11. Februar 2013

Salafisten glauben alles

Entschuldigung, aber könnten Sie mir bitte etwas Geld borgen, hat ja gestern ein Autobus meine Brieftasche überfahren und ich muss nun kläglich verhungern. Wie? Sie glauben mir das nicht? Na gut, dann will ich Ihnen die Wahrheit erzählen, läutete ja gestern ein Tourist von Alpha Centauri an meiner Tür, war ihm ja der Sprit ausgegangen und ich habe ihm - barmherzig wie ich nunmal bin - meine ganzen Ersparnisse anvertraut, ist der Weg gen Heimat ja immens lange und der Ufotank deswegen extrem voluminös. Was? Sie wollen mir immer noch nicht ihre Moneten ins leere Körbchen werfen? Schade, dann muss ich mit meiner Geschichte wohl zur "Einladung zum Paradies" wandern, glauben die ja total eisern und vor allem alles:


Ich frage mich ja schon lange bei meiner täglichen Mail-Durchsicht, wer auf all die Spam-Deppen reinfällt, welche mich da täglich um irgendwelche Geldspenden anschmachten, und nun habe ich eine Antwort, hält man mich ja wegen meinen Blognamen für einen Salafisten und denen kann man ja jeden flauschigen Bären aufbinden, vor allem, wenn man ihnen einen Hasanatbrösel vor die Nase hält. Für eine offene Paradiestür tut man alles und das nutzt man im wahabitischen Pyramidenspiel äußerst gut - die Möglichkeiten für ein Predigerleben im Speck sind unbegrenzt und die Dummheit der Anhänger ist dies ebenso.

So, genug geschwafelt, geh ich jetzt ja auf meine Bank und richte ein Spendenkonto ein, auf dass auch mich der gutgläubige Geldsegen ereilen möge. Wie? Was ich als Verwendungszweck vorlüge? Ich sag einfach, dass mich jedes Monat der Kuffarstaat beraubt und sich von meinem sauer verdienten Lohn einen riesigen Batzen abzwickt. Das nennt sich Arbeit und Steuern? Mag sein, aber mit diesen Worten können die Vogelkinder ja ohnehin nichts anfangen. Oder glauben Sie, dass der obige Bankomat-Bettler seinen Körper schindet? Eben, deswegen noch ein frommer Wunsch zum Abschluss: Mögen die grünen Scheine kommen. Zu mir. Amin.

Guten Abend



Kommentare:

  1. Wozu noch lange am Geldautomaten rumfummeln? Als praktizierender Muslim kann er doch reichlich "Zakat" von den Ungläubigen einfordern.

    Die kennen sich wohl mit ihrer eigenen Religion nicht aus und betteln bei ihren Brüdern.

    Die Zakat ist eine Zwangsabgabe, die in islamischen Gesellschaften insbesondere von
    Nicht-Muslimen zu entrichten ist.

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  2. Ganz Ägypten ist voll von Brüdern. Es dürfte doch eine Kleinigkeit sein, vor Ort Hilfe zu bekommen.
    Mal abgesehen davon, dass die ganze Geschichte erlogen ist, sollte man sich fragen, welches "normale Geld" er denn monatlich in Deutschland auf sein Konto bekommt um es dort abzuheben? Hartz IV oder ergaunertes Kindergeld?
    Bei Ahlu Sunnah wird ja immer gesagt, das Kindergeld würde dort zum Leben reichen. Um Kindergeld zu beziehen, muss aber aber Ausbildungsnachweise vorlegen - zumindest in meinem Bundesland.

    Da fragen sie wegen jedem Furz oder er halal wäre oder nicht, aber Geld von den Kufar erschleichen, ist IMMER halal.

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  3. fallen Spenden unter die Einkommenssteuerpflicht?
    Wenn ja betreiben Salafisten Steuerhinterziehung... ;)

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  4. @Anonym 11.2. 8:20 Uhr: Wenn Sie schon solche Geschützen wie "Zwangsabgabe" auffahren, dann schlagen Sie aber bitte nochmal schnell den Unterschied zwischen "Zakat" und "Jizya" nach.
    Anscheinend glauben nicht nur Salafisten alles, was man ihnen erzählt....

    Mit 100 bis 200 Euro kommt man in Ägypten nicht nur "über die Runden", sondern gilt als durchaus gut situiert bis wohlhabend.

    Houria

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  5. Steuerzahlen ist haram

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    1. Steuern eintreiben wohl nicht... Siehe Osmanisches Reich und Schutzgebühren...

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  6. Mate,
    Make it simple. Contact Einladung zum Paradies and let me know the account holder, bank name, account number, bank address, IBAN Code and SWIFT Code. I will help the poor guy once I am convinced about the sincerity of his problem. Besides it might be a good idea to contact the bank that cannot help him. That is how you destroy unjustified claims. Not just by making assumptions.
    Kind regards,
    Ulf Keil

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