Dienstag, 26. November 2013

Vom ominösen Angola-Islamverbot und dem fehlenden Rückgrat

http://www.ibtimes.com/angola-bans-islam-dismantles-mosques-according-news-reports-1483660

http://www.shortnews.de/id/1063201/angola-muslime-sollen-offiziell-verfolgt-werden

http://www.youtube.com/watch?v=oqBAcjAO6og

Nun, ob man in Angola wirklich den Islam verbieten will, das weiß ich nicht, rudert man ja gerade wieder heftig zurück,....

http://www.news.com.au/world/angola-government-denies-it-tried-to-ban-islam/story-fndir2ev-1226768582895

...und ich will dies auch gar nicht kommentieren, ist das Süppchen ja wiedermal so dünn, dass man beim Löffeln verhungert, weswegen ich mich auch lieber um die Realität kümmern möchte, ists ja die Freude, die auch in diesem Lande über diese Nachricht aufbrandet, backt man bei PI und Kybeline ja schon freudig einen Kuchen (ich verlinke das nicht - wer sich die Augen verderben will, dem hilft Freund Google).

Wie? Ob ich mich denn nicht freuen würde, wenn man diese und auch alle anderen Religionen verbieten würde? Wer glaubt, dass er damit irgendein Problem lösen wird, der hofft auch noch auf ein Geschenk vom Weihnachtsmann, er schüttelt dem Osterhasen freudig die Pfote und er zählt in der anderen Zeit die weißen Mäuse, die vor seinem wirren Auge herumwuseln. Manch einer wird mich nun zwar wiedermal als Verräter sehen und die Ilona Kübelbiene wird mir wohl sogar eine Bandenmitgliedschaft in der Menschenrechtsgang anheften,...

"....Leider können wir heute schon vorher sagen, dass die schrillen “Menschenrechts”-Banden aus den USA und Westeuropa am lautesten gegen diese Maßnahme protestieren werden. Und wir wissen ganz konkret, wer genau das tun wird...."

..., aber was juckts die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt, und dies gilt gilt auch für die Zurechtweisungen, die mir nach solchen Artikeln ins Postfach flattern, lege ich ja keinen Wert auf gewisse Ratschläge - weder auf salafistische, noch auf braunangehauchte.

Kommen wir aber zurück zum Thema und dem ominösen angolanischen Islamverbot, wäre dieses ja genauso doof wie wenn man wegen einem verkohlten Schnitzel alle Köche in den Gulag schickt. Oder wenn man - alle Tierfreunde bitte nun die Ohren zuhalten - wegen einem bissigen Hund auch alle anderen einschläfern würde. Oder wenn man - nun bitte die Kinderfreunde die Lauscher verschließen - wegen einem kleinen Rabauken gleich vorsorglich auch allen anderen die Sandburg zerdeppert. Oder wenn man - alle Deutschen jetzt bitte den Kopf in den Sand stecken - wegen ein paar depperten Nazis ein ganzes Land in den Schuldturm sperren würde.
All das würde - zu recht - einen Aufschrei der Entrüstung nach sich ziehen, während man bei einem generellen Islamverbot sofort eine Siegesfeier ausrichten würde und ich ersuche nun all den Jublern sich vor den Spiegel zu stellen und sich furchtbar zu schämen, messen sie ja mit zweierlei Maß und das war noch nie gut. Nein, edel auch nicht. Kurzsichtig schon. Und auch blöd, aber das wird wohl keiner hören wollen.

Nein, das ist meiner Meinung keine Lösung, so juckts mich ja zum Beispiel nicht, wenn jemand betet, genausowenig wie mein Leben beim Schweinfleischverzicht meines Nachbarn irgendeine andere Wendung nimmt und auch sein ungetrunkenes Bier wurmt mich nicht, soll ja jeder wie er will und dies auch in seinem Gotteshaus, ......wenn er mich in der Nacht nicht aus dem Bett muezzint. Anders sieht dies aus, wenn von ein paar Eiferern Sonderwünsche wie zum Beispiel die Schulgeschlechtertrennung geäußert werden, jedoch erzürnt mich da eher weniger die Forderung, darf ja jeder bitten, sondern viel mehr das Nachgeben feiger Direktoren und Politiker, welche im vorauseilenden Gehorsam eine Speichelspur über den Gang tröpfeln, nur damit ihnen keine fehlende Toleranz nachgesagt werden kann - hier ein Beispiel.

 http://www.youtube.com/watch?v=xDA2r_h6xjI

Während die Mehrheit der Muslime die Entschuldigung akzeptiert und den Fehler wohl schon lange vergessen hat, lässt man sich von einer Minderheit in der Minderheit vor sich hertreiben. Da hat der Hebel angesetzt zu werden und nicht bei einem irrwitzigen Verbot, bringt das ja gar nichts außer Unrecht. Ein bisschen mehr Rückgrat, meine Herrschaften, und vieles wird gut.

Guten Tag




Kommentare:

  1. Wir wissen, dass in allen islamischen Staaten die Moscheen streng reglementiert werden, und das mit Grund.
    Ich nehme an, dass das Verbot in Angola einen solchen Versuch der Reglementierung darstellt.
    Wenn dort Prediger-Demagogen die Gläubigen aufwiegeln und somit das Land destabilisieren, käme es einer Demission der Regierung gleich, wenn sie dagegen nichts machen würde.

    Die militanten islamistischen Gruppen sind an der geographischen Peripherie des Islams besonders aktiv, und leider finden sie überall Menschen, die für ihre Versprechen von zukünftiger Größe anfällig sind.

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    1. Islamistische Eiferer sind nicht nur an der Peripherie sondern auch im Zentrum des Islam sehr aktiv und bedrohlich.

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    2. die meisten islamischen Eiferer findet man vorwiegend IN Großstädten und nicht an der Peripherie. In der Kleinstadt wo ich lebe gibt es Muslime, auch traditionell gekleidete und die sind keine Spinner wie die Fundamentalisten.

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    3. In Afrika ist man nicht so blau-äugig wie in Europa.
      Die wissen, dass die Ummah kontrolliert werden muss.

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  2. Lieber Georg E.

    Ich bin ja an sich ein großer Fan Ihres Blogs, eben weil er nicht in den Rechtspopulismus von beispielsweise PI abrutscht. Außerdem nehme ich Ihnen im Allgemeinen auch gern eine gewisse Objektivität in Ihrer Kritik am islamischen Extremismus ab.

    Aber gerade deshalb komme ich nicht umhin den oben zitierten RTL-Bericht zum Schnitzelkrieg als ziemlich übles und reißerisches Propaganda-Machwerk zu brandmarken.

    Zur Klärung des im RTL-Bericht dargestellten Sachverhaltes empfehle ich daher als Ergänzung bitte auch den sich darauf beziehenden NDR/ZAPP-Bericht zu zitieren, um sich wenigstens ein etwas differenzierteres Bild über den "Schnitzelkrieg" machen zu können:

    http://www.youtube.com/watch?v=qsIFWhIAFPE

    Grundsätzlich halte ich es für absolut angebracht religiös motivierte kulturelle Absurditäten und Auswüchse anzuprangern. Allerdings empfehle ich Zurückhaltung bei der Kritik am "Multi-Kulti"-Prinzip, das (vernünftige Anwendung vorausgesetzt) an sich nichts anderes bedeutet als: "Leben und leben lassen".

    Einen Geert Wilders, der vor einiger Zeit hier in einem Blog-Kommentar empfohlen wurde, halte ich daher für Deutschland absolut nicht erforderlich, lediglich ein bisschen mehr gesunden Menschenverstand. Ansonsten droht die Abgrenzung zum Rechtspopulismus nämlich unglaubwürdig zu werden.

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    1. Mir gings auch nur darum, dass nur ein paar übers Ziel hinausschießen - der Film ist da nur nebensächlich.

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  3. Man stelle sich mal vor, in Deutschland, oder wo auch immer, würde man das Judentum "verbieten". :D

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    1. Stelle dir mal vor, man würde überall alle bekloppt machenden Religionen verbieten. :D

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    2. Man ist und bleibt auch dann Jude, wenn man gar nicht religiös ist (bitte nachsitzen, weiter lernen).

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    3. "Stelle dir mal vor, man würde überall alle bekloppt machenden Religionen verbieten. :D"
      Im real existierenden Sozialismus wurde das doch versucht, zumindest die "Austrocknung".
      Es war ein beklopptes und eher trauriges Unterfangen.

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    4. "Es war ein beklopptes und eher trauriges Unterfangen."

      Mit dem positiven Ergebnis, dass auch 20 Jahre nach dem Ende der sozialistischen Herrschaft in vielen Nachfolgestaaten eine überwältigende Mehrheit der Menschen keiner Konfession angehören möchte. :-P

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    5. Du meinst also, es war etwas von dem, was dort "gut" gemacht wurde?

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  4. "Man ist und bleibt auch dann Jude, wenn man gar nicht religiös ist (bitte nachsitzen, weiter lernen)."

    Ich bilde mich wirklich gerne fort. Nur verwende ich dabei definitiv kein auf Opas Dachboden wieder entdecktes NS-Lehrmaterial aus dem Rassenhygieneunterricht, wie du! :-P

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