Mittwoch, 16. Mai 2012

Nichts Neues bei Maischberger

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/10542266_die-salafisten-kommen



Konnte er das? Nicht wirklich, schließlich bestand Hassan Dabbaghs Beitrag zum Thema in den üblichen Floskeln und der Wanderung um den heißen Brei, bei der er nicht müde wurde uns mitzuteilen, dass es gar keine Salafisten gibt und wir uns fliegende Steine eigentlich nur einbilden. Einfach wie immer eben - man fragt sich, warum Jugendliche derartigen Selfmadegelehrten eigentlich zuhören, kann es gar sein, dass man sich nur deshalb im salafistischen Sektenheim so wohlfühlt, weil das Gegenüber auch nicht wirklich besser ist, als man selber und man sein Genick nicht mit einem Aufschauen überstrapazieren muss?

Nun war der Herr zwar mächtig unsympathisch und das ist ja nicht wirklich etwas neues, er muss sich jedoch trotzdem nicht die Krone des Zornschäumers des Abends aufsetzen, gabs da ja Gott sei Dank noch einen Matthias Matussek, welcher ja eventuell ein Mann des geschriebenen Wortes sein mag - mit vernünftiger Sprache ist er jedoch nicht wirklich gesegnet, habe ich ja selten einen derartig ungehobelten Marktschreier vernommen. Eins jedoch hat er unsereins sehr gut gezeigt, so ists ja vollkommen egal, ob nun der Islam oder das Christentum verherrlicht wird - wer mit einem derartigen Funkeln in den Augen seinen Glauben unter die Anwesenden bringt, vergisst anscheinend auf jegliche Manieren und ist seinem angehimmelten Sollzustand ferner, als Alpha Centauri von der Erde.

So ists aber immer, wenn Ultra-Gläubige miteinander sprechen, ist ja jeder in seinem Weltbild derartig gefangen, dass der andere nicht mehr respektiert wird, einzig Menschen, die ihren eigenen Weg für ihr Seelenheil gefunden haben und auf Päpste und Sheiks pfeifen scheinen mit Vernunft gesegnet zu sein und diese bringen den Weltreligionen auch bei weitem mehr Achtung entgegen, als die es sich gegenseitig zugestehen, würden die sich ja am liebsten bis zum jüngsten Tag die Birne mit Suren und Versen einschlagen, auf dass einer übrigbleibt, der dann die einzige und unumstößliche Wahrheit innehat. Diskussionen sind da irgendwie unnötig, textet man sich ja gegenseitig zu, damit man etwas gesagt hat, vor allem altes und abgestandenes wird da hervorgekramt, von Kreuzzügen, Inquisition und Türkenbelagerung wird gelabbert, welche zwar im Geschichtsunterricht ihre Berechtigung haben, bei der Bewältigung der heutigen Probleme jedoch hilfreich sind, wie ein Kratzen am Allerwertesten.

Und so waren es die üblichen Verdächtigen, welche sich sinnvoll an der Gesprächsrunde beteiligten - ein Bosbach und ein Friedman, zu welchen sich noch eine Frau Demirkan gesellte, welchen den meisten Menschen zwar aus der Seele sprachen, aber eben auch nichts neues erzählten, weiß ja eigentlich jeder abseits des rechten Sumpfes, dass der Salafismus nichts mit dem Muslim von nebenan zu tun hat, sondern eher einen Haufen Kleinkrimineller mit Machtgelüsten ala Brain darstellen, welchen man den rechtstaatlichen Hahn schleunigst abdrehen sollte.

Alles in allem also eine Rekapitulation von etwas, was wir schon wussten: Der Islam gehört heute zu Deutschland, egal, ob er nun geschichtliche Wurzeln in unseren Gefilden hat, oder auch nicht - die Muslime sind unter uns, wobei uns die überwiegende Mehrheit gar nicht auffällt, leben die ja mit denselben Ängsten, Sorgen und Träumen, wie unsereins - die Integration ist also großteils gelungen. Radautruppen wie die Salafisten jedoch gehören nirgendwo hin, hier nicht und auch anderswo nicht, ist es ja deren einzige Aufgabe das Volk zu spalten und ihre mickrige Machtposition zu steigern. Ob sie dies im Namen Allahs, oder im Namen des rosaroten Gartenschlumpfs tun, ist dabei vollkommen irrelevant, sind sie ja nur eine Hinderniss auf dem Weg zu einem friedlichen Zusammenleben - sie können also gehen und dies bevor sie ihre Schuldigkeit getan haben. Wohin? Am besten auf den Mond. Und die Rechten können sie gleich mitnehmen. Hauptsache die Kinderfängerei hat endlich ein Ende.

Guten Tag

PS.: Sie vermissen in meiner Aufzählung Frau Baker? Nun, meiner Meinung hätte man auch einen Strauß gelber Frühlingsprimeln auf ihren Stuhl drapieren können, hätte der ja denselben Effekt gehabt: Lieblich duftend, aber auch schnell vergessen.


Kommentare:

  1. Mir will es fast scheinen, dass Matussek vor der Sendung am Likör genascht hat. Während die fröhliche Frau Baker auch ohne Drogen ständig high wirkt. Schade, dass Frau Maischberger nicht das Thema näher behandelte, das Dabbagh am Anfang aufgeworfen hatte: Werden Moslems wirklich wegen ihres Glaubens diskriminiert, wenn ja, von wem (Staat / Privatpersonen) und in welchem Umfang etc. Wobei Bosbach schon das wichtigste dazu gesagt hat, aber man hätte es vertiefen sollen. Ist es z. B. eine Diskriminierung, wenn man einer Glaubensgemeinschaft untersagt, "Takbir!!!" gröhlend durch die Städte zu laufen und den Marktplatz für Gebete zu besetzen?

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  2. Diese frommen Leutchen hauen sich verbal wie die Kesselflicker. Das alle den gleichen Gott anbeten, war UNÜBERHÖRBAR. Der Sali ist überhaupt nicht aufgefallen. Zumindest weiß ich jetzt, was mit jüdischer-christlicher Kultur und islamischen Respekt gemeint ist.

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  3. Die Sendung war absurd!Matussek dieser katholische Fundamentalist keine Deut besser als die,die er kritisiert,Dabbagh der unangehmen Fragen aus den Weg gegangen ist und Backer die auf Wolke Sieben schwebt.Bosbach wie immer,auch nichts Neues,Friedmann und Demirkan die einzigen die versuchten auf das Thema zu kommen.

    Ein Satz ist bei mir hängen geblieben,nämlich der von Demirkan zu Matussek und Dabbagh : "Sie sind zwei Seiten ein und derselben Medaille"


    Fazit : Thema total verfehlt,Maischberger total überfordert,Sendung total wertlos.

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    1. Absolut treffende Zusammenfassung! Matussek, der alte Choleriker, wurde nicht umsonst seines Amtes beim Spiegel entbunden. Der Mann ist - verbal - einfach nicht auszuhalten. Wenn man das geistige Heil durch das Küssen des Ringleins des Pontifex bekommt, müssen eben abstriche gemacht werden.

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  4. Grundsätzlich gibt es immer Opfer und Täter. Ich glaube auch nicht, dass Religion das Problem ist. Eher Klugscheißerei und nicht vorhandene Bildung und das Ganze am besten noch gepaart mit Minderwertigkeitskomplexen und fertig ist der diskriminierte Muslim(?). Ich denke, es ist eher ein Zuwanderungsproblem. Deutschland ist ein Zuwanderungsland und das sollte es auch Bleiben, aber es leider auch so, dass durch Heirat oder auf anderen Wegen leute einreisen , die falsche Vorstellungen von Deutschland haben.Viele erhoffen das große Geld hier zu finden und stellen dann doch fest, dass es keine Geldsäcke gibt, die auf der Strasse liegen, dadurch steigt Unmut auf. Viele haben keine Ausbildung oder sind gar Analphabeten und haben daher auch keine Chance auf einen gutbezahlten Job. Aus Enttäuschung grenzen sie sich ab und suchen die Zuflucht in Ihrer Glaubensgemeinschaft und werten sich dadurch auf. Ähnlich sieht das Muster bei den Deutschkonvertieten aus, die die durch Ihr extremes Verhalten besonders auffallen, sind jene, die in ihrem bisherigen Leben sich stets als Versager fühlten und durch ihre neue Berufung plötzlich zur Höchstform auflaufen können...zumindest ist dies meine Sicht der Dinge.

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  5. Uwe von Verdun16. Mai 2012 um 13:21

    Mark Aurel hätte dieser Runde wohl folgendes gesagt:

    "Verschwende keine weitere Zeit damit zu streiten, was ein guter Mensch sein sollte. Sei einer."

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