Sonntag, 2. Juni 2013

Ein Salafist erklärt uns die Demokratie



Ich hasse ja zeitweise, wenn ich recht habe, aber es tritt nun ein, was ich prophezeit habe, schlüpfen die Extremisten ja nun unter die Kritik an dem Anne Will Sendetermin - mein Dank geht an Lamya Kaddor, Hannibal Nur und all die anderen künstlichen Empörer, Sie haben eine wirklich besch...eidene Arbeit geleistet. Meine Hochachtung.

Kommen wir aber zum eigentlichen Thema, so erklärt uns ein "Politikwissenschaftler" ja in obigen Video die Demokratie und ich zweifle gerade wirklich an unserem Bildungssystem, scheint man ja mittlerweile nur mehr in der Mensa zu mampfen, aber das Hirn in der Vorlesung auf Durchzug zu schalten, auf dass nicht dem vollen Magen auch noch ein voller Kopf folge. In einer Demokratie, mein lange labbernder Freund, entscheidet natürlich die Mehrheit und dies ist keine Neuigkeit, wäre es ja eine Diktatur, wenn eine Minderheit über das Gros der Bürger herrschen würde - oder ein Königreich, in welchem eine blaublütige Kaste die Macht hat. Oder auch Saudi Arabien, wo außer den Sauds und den verbündeten Wahabiten kaum einer auch nur schief gucken darf. Meinungsfreiheit ist da Mangelware und Minderheitenschutz sowieso, wird die gütige Hand ja bei einem Verstoß gegen die vorherrschende Meinung sofort weggezogen und des öfteren zischt dann die Peitsche und so mancher Stein rechnet sich schon die Flugbahn zum Delinquentenschädel aus.

Nun wird der Einwand kommen, dass die Mehrheitsbestimmung doch auch nur eine Unterdückung der Minderheit darstellt, jedoch ist dem  nicht so, darf ja jeder seinem eigenem Schmarrn nachhängen, solange er niemandem damit schadet. Wie? Nicht verstanden? Nun, die Homosexuellen, um bei obigen Salafi-Hassobjekt zu bleiben, dürfen ihre persönliche Lebenseinstellung ohne Angst und Ausgrenzung leben, schließlich schaden sie damit keinem und sie fordern auch nicht, dass ich mich plötzlich dem eigenen Geschlecht zugetan fühlen muss - kein Zwang ist vorhanden und es ist damit zu recht schützenswert, soll ja jeder für sich machen, was er für richtig hält. Mit dem Islam verhält es sich ähnlich, ist mir ja jeder Gläubige willkommen, der für sich sein Seelenheil bei Allah gefunden hat, aber trotzdem meine Sicht auf die Dinge respektiert, selbst wenn ich ein höheres Wesen für ausgeschlossen halte.

Anders wird dies, wenn versucht wird, mein Dasein zu verändern und mir vorgehalten wird, dass ich so in die Hölle gehe, geht Euch meine Person ja eine feuchte Flatulenz an und auch in der Privatsphäre aller anderen Menschen hat Eure Nase nichts verloren, sollte sich ja jeder um seinen eigenen Scheiß kümmern - verstößt man gegen diese Regel, dann schallt ein Echo durchs Gebälk, welches auch ein Gotteswort nicht zu mindern vermag. Ich weiß, meine Worte sind etwas geschwollen und ich tu mir gerade schwer, meine Gedanken in die richtigen Worte zu bringen, deshalb versuche ich es in einem Satz zusammenzufassen: Demokratie ist, wenn alle zufrieden sind und doch gleichzeitig auch ein bisschen unzufrieden. Das mag sich für manche zwar wie ein Widerspruch anhören, ist aber trotzdem das Beste, was wir auf dieser Erde haben.

Guten Tag


Kommentare:

  1. Merke: Allahs Gebot ist wichtiger als 2000 Jahre gelebter Realität, die uns von der altgriechischen Demokratie in die Despotie der Antike, dann über das Gottesgnadentum des Mittelalters und den Faschismus der Neuzeit wieder in die Demokratie der Moderne führte. Wenn diese Realität uns also wieder zur Demokratie führt, dann ist sie haram, arabisch für pfui deibel. Mit Allahs Segen werden wir diese unmenschliche Tyrannei der Mehrheitsentscheidung und den inhärenten Hass der Demokratie überwinden, samt dem ihr innewohnenden Klima der Angst und des Misstrauens, sodass in einem zukünftigen islamischen Deutschland die Minderheiten erblühen können.
    Wie? In islamischen Ländern geht es nichtmuslimischen Minderheiten noch weitaus dreckiger als selbst den Nazis im gegenwärtigen Deutschland? Schon, aber fairerweise muss erwähnt werden, dass Christen und Juden bekanntlich die Nachfahren von Schweinen und Affen sind, und Schweine und Affen könnten sich auch in Deutschland über Diskriminierung und Demokratiedefizite beschweren!
    Wie? Gerade in diesen Tagen knüppeln sich Muslime in den arabischen Ländern gegenseitig tot bis sich eine Seite nichts mehr zu sagen traut und aller Vorraussicht die skrupellosesten und lautesten Großmäuler von Allahs Sieg schwadronieren können? Aber gerade das ist doch einer der Vorzüge des Islam: Man muss sich nie was sagen lassen! Wenn man gegen jemanden ins Feld zieht, ist man auf jeden Fall auf der gerechten Seite und muss sich nichts sagen lassen, da man als Gläubiger Gottes Weisheit ja mit dem Silberlöffel gefressen hat!
    Man muss nur "Allahu Akbar" brüllen. Wenn man dann im Kampf gewinnt, war Allah mit dem Kampf einverstanden, erleidet man hingegen Rückschläge, beweist das nur, dass der Gegner mit dem Teufel im Bunde ist. Allah hat das dann zugelassen, um die tapferen Gotteskrieger zu testen. Da muss man nur umso Sturer das Werk verrichten, das Allah schließlich "inscht".
    So muss keiner dazulernen, sondern darf als rechtschaffener Mudschahedin-Macho sich in seiner Selbstgerechtigkeit suhlen wie ein Schw- äh, Schaf im Dreck. Nicht nur der Islam an sich, sondern jene kulturell bedingte Geisteshaltung ist natürlich für die Demokratie so gesund wie fünf Liter Batteriesäure für die Gedärme. Gut möglich, dass sich die Demokratie bald wieder für 2000 Jahre oder noch länger schlafen legt, aber am Ende, da bin ich mir ziemlich sicher, wird sie wieder zurückkehren.
    Muslime hierzulande und gerade deutsche Konvertiten nutzen die Redefreiheit aus, um gegen die Redefreiheit anzukämpfen und träumen von einem Gottesstaat, in dem sie noch nie leben mussten (so mancher wackerer Gottesstreiter ist schockiert über den mangelnden Komfort der afghanischen Bergweld und kehrt schon nach ein paar Wochen entmutigt heim - ein Leben ohne Hartz-4 ist halt doch nicht so schön). Sie kacken in das Nest, in dem sie aufgewachsen sind, weil Mama deutscher Adler gelernt hat, dass das weniger schädlich ist, als den Piepmätzen zur Strafe die Federn auszureissen, auch wenn es Kuckuckskinder sind, in der Hoffnung, die Vögelchen würden eines Tages fliegen lernen. Spätestens ihre Nachfahren werden eines Tages keine Lust mehr haben, in ihren eigenen Exkrementen zu schlafen, wenn das Nest vor Vogelkot überquillt. Dann werden sie sich irgendwann ein neues Nest bauen - wobei so ein sauberes, frisches Nest den Mastdarm dann natürlich geradezu wieder dazu stimuliert, seines Amtes zu walten! Ach ja...
    Ganz ehrlich: So ganz stubenrein wird die Menschheit wohl nie! Aber nur dadurch, dass die guten Dinge im Leben ständig in Gefahr sind, weiß man sie auch zu schätzen, nicht wahr? Insofern täte vielleicht so mancher Salafist gut daran, im ewigen Paradies den Albtraum zu sehen, der er ist. Bis in alle Ewigkeit zu vögeln wird nämlich höchstwahrscheinlich auch langweilig, auch wenn man sich über 70 Carmen Electras natürlich sorgfältig einteilen kann. ;)

    Nur meine ausführliche Meinung!
    P.S.: Ein kleiner Beitrag zu den segensreichen Folgen der Islamisierung gibt es auf Youtube unter dem Titel: Jihad Bells! Viel Spaß!

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    1. Sie sollten mal wirklich zum Psychiater gehen.

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    2. Nur um das klarzustellen: Ich wollte niemanden beleidigen. Ich habe mich vielleicht ein wenig im Ton vergriffen, wenn es gewünscht wird, lösche ich den Beitrag auch wieder.
      Aber ich habe die Grundbotschaft ernst gemeint, vielleicht war der Sarkasmus ein wenig zu viel des Guten, meine Meinung war aber durchaus ernst gemeint. Vielleicht haben sie auch nicht den ganzen Beitrag gelesen, es war zwar derber als die Beiträge von Herrn Georg E. aber der Stil gefällt mir, da dachte ich, ich mach das auch mal.
      Hat wohl nicht funktioniert, kommt auch nicht wieder vor.
      Was ich mit dem Kommentar sagen wollte:
      Ideologien - weltlich wie religiös, fanatisch wie vernünftig - kommen und gehen, das wird auch immer so sein. Glücklicherweise gehört dazu auch die Demokratie, aber sobald wir sie haben, vergessen wir immer mehr, wie es ist ohne sie zu leben und dann werden die Faschos oder eben die religiösen Fanatiker wieder als vermeintliche Alternative stärker. Ich rate davon ab, die Salafisten zu ernst zu nehmen, sie sind unvermeidlich, ein unschönes Nebenprodukt unserer freiheitlichen Zivilisation die es dennoch wert ist, geliebt zu werden.

      NOCH MAL: Nichts für ungut, wollte niemandem zu Nahe treten. Zu lang, zu derb, im nachhinein fällt es mir auch ein wenig auf aber man schreibt und schreibt und dann kommt eben so was dabei raus.

      Sorry

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    3. Tut mir leid, wenn ich mit meiner Meinung irgendjemanden beleidigt haben sollte, es war nicht meine Absicht.

      Meine Grundbotschaft war aber durchaus ernst gemeint:
      Es wird immer verschiedene Ideologien geben, gemäßigte wie radikale, weltliche wie religiöse. Wenn man in einer Demokratie aufwächst - so wie meine Generation - dann vergessen manche eben, was es heißt, ohne sie zu leben. Manche wenden sich dann eben extremistischen Strömungen zu wie den Faschos oder wie in diesem Fall den Salafisten mit ihrem Antidemokratie-Progottesstaat-Mumpitz, der sich hinter der Aussage des Videos meiner Meinung nach letzten Endes verbirgt. Dass dem Salafisten scheinbar nicht der Widerspruch auffällt, seine Kritik an der Mehrheitsentscheidung und damit der Demokratie nur dank eben jener Demokratie überhaupt ausführen zu können hat mich weniger beunruhigt als vielmehr beruhigt. Selbst in seinem Kampf gegen die westliche Demokratie braucht er die Hilfe der Demokratie, das fand ich irgendwie witzig. Solche Leute wird es immer geben - und ich fürchte sie werden auch immer mal wieder Erfolge feiern können - aber gegen die Demokratie zu kämpfen kommt so gesehen fast schon dem Versuch gleich, das Luftatmen zu einer Gotteslästerung zu erklären.

      Das wollte ich durch den Sarkasmus zum Ausdruck machen, ging aber wohl in die Hose und jetzt wo ich den Beitrag selbst lese ist mir das auch klar. Im Eifer des Gefechts schreibt man und schreibt und dann ist das halt dabei rausgekommen.

      NOCH MAL: Ich wollte niemandes Gefühle verletzen oder verletzen.
      Falls es gewünscht wird, lösche ich den Beitrag auch gerne wieder.
      Sorry

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    4. @ Anonym, 08:28

      Sie haben Ihre Meinung vertreten. Niemand wurde persönlich beleidigt. Kein Grund also, sich wegen des unqualifizierten Kommentars eines mitlesenden "Bruders" Vorwürfe zu machen.
      Wahrscheinlich hätten Sie mit der selben Antwort von Anonym 07:35 rechnen müssen, wenn Sie auch nur geschrieben hätten "Salafisten sind doof!". ;)

      Ich bin Sleid

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    5. kenn ich :-) und zumindest ich kann es einordnen

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    6. Na gut, Schwamm drüber.

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    7. Sie haben Recht, in Deutschland werden die Salafis wohl keinen Schurkenstaat aufbauen können.
      Aber schau in die arabische Welt: Wenn Marokko, Ägypten, Tunesien, Syrien etc... von den Salafis oder ähnliche Extremisten regiert werden, dann besteht die tatsächliche Gefahr für etwas, was ich mir im Moment noch nicht ausmalen möchte.

      Ich frage mich sowieso, warum der Westen ausgerechnet Saudi-Arabien und Pakistan als Partner gegen den Terrorismus an der Seite stehen haben.

      Da wäre der schiitische Iran sicher ein verlässlicherer Partner, denn die Schiiten sind große Feinde der Taliban, Al-Quaida und der Salafis.

      Sieht man ja auch daran, dass die schiitische Hisbollah jetzt auf Seiten des Assadregimes gegen die, zumindest teilweise, salafistische Opposition.

      Das soll jetzt nicht als Pro-Iranisch verstanden werden. Aber Saudi-Arabien & Co. sind MINDESTENS genau solche Schurkenstaaten!

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    8. Ups, mir fällt gerade auf das ich zwei Entschuldigungen gepostet habe. Die erste ist nicht gleich aufgetaucht, da hab ich eine zweite geschrieben. Abermals Entschuldigung...
      Jetzt ist aber gut, sonst komme ich aus dem Teufelskreis nicht mehr raus ;)

      Zum Thema:
      Der Hass zwischen Sunniten und Schiiten scheint in der Tat groß zu sein, deshalb unterstützen vermutlich die Israelis auch die Rebellen in Syrien, wohl in der Hoffnung dass die Sunniten die Hisbollah nicht mehr mit Waffen versorgen. Darauf würde ich aber nicht wetten, denn den Sunniten wird bald auffallen, dass es ihnen nur recht sein kann, wenn sich die "ketzerischen" Schiiten und die Israelis gegenseitig umbringen. Andererseits scheint der Hass tatsächlich enorm zu sein, wie Wiki-Leaks damals bekanntgab würden die Saudis sogar mit Israel gemeinsame Sache machen, wenn es darum geht, Iran anzugreifen.
      Aber sowohl Sunniten als auch Schiiten haben für den Westen nicht viel übrig, und im Zweifelsfall haben die Sunniten halt immer noch mehr Öl und der Iran bandelt etwas zu eng mit China, Russland und der SZO.
      Aber die Saudis haben natürlich auch Dreck am Stecken, soviel ist klar. Da hab ich mir auch schon oft gedacht: Wenn ich Öl tanke, gebe ich letztlich den Scheichs mein Geld und finanziere so zweifelsohne den Terror mit und indem ich Steuern dafür zahle, finanziere ich auch die Terrorbekämpfung mit. Und dann erklären uns die Medien, dass man unsere Soldaten in aller Herren Länder schicken muss, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass unsere Politiker im Westen an den meisten Bränden, die sie zu löschen versuchen selbst mit schuld sind, was den Terror natürlich nicht legitimieren soll.

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    9. @ Anonym, 11:54

      Wenn Sie demnächst mal wieder an der Zapfsäule stehen und aus genannten Gründen mit Ihrem Gewissen hadern, so kann ich Sie hoffentlich etwas beruhigen, wenn ich Ihnen mitteile, dass Deutschland nur 13 Prozent seines Rohöls aus den zwielichtigen Staaten des Nahen Ostens bezieht.
      Viel eher müsste man sich Gedanken darüber machen, an welchen deutschen Unternehmen arabische Anteilseigner stark beteiligt sind, und durch den Kauf welches einzelnen Produktes dieser Unternehmen man den islamistischen Terror mitfinanziert.

      Ich bin Sleid

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    10. Das Thema Iran ist ein sehr komplexes. In der arabischen Welt sind sie, weil Schiiten, isoliert. Aufgrund ihrer Israelpolitik sind sie vom Westen isoliert.
      Ich kenne einige Iraner, und sie alle hassen das Ayatollah-Regime. Das Innenleben des Irans ist nämlich auch ein sehr interessantes und Komplexes. 2009 gab es die Volksaufstände, die Brutal niedergeschlagen wurden. Im Unterschied zu dem arabischen Frühling waren hier keine Salafis am Werk, es war das einfache, bzw. moderat islamische Volk.
      Seitdem begehrt das Volk jedoch "im kleinen" auf. Frauen zeigen ihre Haare, was verboten ist, es gibt eine Homosexuellenszene, auf der Straße werden massenhaft illegal Alkohol und auch Drogen verkauft.
      Der Iran ist das Land, mit der höchsten Zahl an Drogenabhängigen weltweit (im Verhältnis zur Einwohnerzahl). Iraner sind insgesamt sehr tolerant und weltoffen.

      Meine These: Würde man den Iran nicht so ächten, würde ihm die Hand reichen, ich glaube dieses isolierte Land würde sie annehmen. Dadurch könnte man die Israelpolitik des Irans ändern, den Iran als Partner im Kampf gegen den sunnitischen Terrorismus (Al-Quaida, Salafis) gewinnen und mittelfristig vielleicht sogar das Ayatollah-Regime stürzen. Der Großteil des Volkes hasst die Regierung und die geistliche Führung, gerade weil die Perser Jahrzehntelang unter diesem Islamismus leben mussten. Deswegen sind die in Deutschland lebenden Iraner auch zum Großteil religionsallergisch.

      Ich gebe zu, dass klingt vielleicht wie naives Wunschdenken, aber die sunnitische, arabische Welt ist mir noch viel suspekter als die relativ isolierte Islamische Republik Iran.
      Der Iran schlägt oftmals so wild um sich, gerade weil er gerade so isoliert ist.

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    11. Sie brauchen sich nicht dafür entschuldigen, die Gefühle von sozialschmarotzeneden Arschgesichtern, latend fetten Idioten, scheinheiligen Terrorpredigern und engstirnigen Nichtdenkern(Kurz: S.a.la.f.i.s.t.e.n) beleidigt zu haben.

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    12. Interessant! Ich kenne keine Iraner, meine Kenntnisse habe ich einzig aus Büchern, Zeitschriften und Internet. Daher hab ich auch bisher gedacht, die Iraner lassen sich deshalb nicht auf den erpressten Kuhhandel mit dem Westen ein, weil sie insgeheim auf einen Angriff spekulieren, um Märtyrer zu werden. Außerdem habe ich von diesem Ashura-Fest gehört, wo sich ein Haufen komischer Vögel selbst geißeln, um für die Schlacht von Kerbela zu "büßen", wo sie ihren Schiitenheld im Stich gelassen haben, das assoziierte ich nicht mit gemäßigten Muslimen. So ähnlich habe ich das immer aufgefasst, aber meine Kentnisse sind da sehr beschränkt, natürlich macht da nicht jeder Iraner mit, aber wie gesagt, ich kenne keinen Iraner persönlich. Die ganze Sanktionspolitik würde, falls bei großen Teilen der iranischen Bevölkerung wirklich noch nicht Hopfen und Malz verloren ist, wirklich die Falschen treffen.
      Dadurch leiden die Falschen und der iranischen Regierung wird ein Motiv verschafft, sich unnachgiebig zu zeigen, weil sie dann Fels in der ungläubigen Brandung spielen können und den großen Verteidiger nach außen mimen kann um von den erwähnten inneren Problemen abzulenken. Dabei spielt ihnen natürlich der Westen in die Hände, denn man spricht zwar von Verhandlung, erpresst aber de facto eine bedingungslose Kapitulation.
      Das alles muss doch auch Israel und den USA klar sein, vor allem nach den langen ergebnislosen Jahren der Verhandlungen.
      Man will den Iran dazu zwingen, sein Atomprogramm einzustellen, wobei noch nicht mal sicher ist ob sie überhaupt Atomwaffen wollen. Paradoxerweise sendet man als kleine Beilage die widersprüchliche Botschaft: Gerade weil ihr schwach seit, gerade weil ihr keine Atomwaffen habt und uns nicht besiegen könnt, deshalb bleibt auch die Angriffsoption auf dem Tisch.
      Aus rein geostrategischen Gesichtspunkten sind aber die Sunniten wahrscheinlich die logischeren Verbündeten, eben weil sie zahlreicher sind und inzwischen auch eine beträchtliche Diaspora in Europa wohnt. In Nordafrika und der Türkei sind sie außerdem die direkten Nachbarn zu Europa.
      Schau´n wir mal, wie sich das ganze im Iran demnächst entwickelt.
      Hochinteressant und nicht ganz ungefährlich.

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    13. Es gibt und gab im Iran unzählige Undergroundparties, Techno, Rockmusik etc..., das iranische Volk hat die Schnauze voll, laut meiner Bekannten. Das Regime ist noch sehr stark, mit ihrer Religionspolizei etc. Aber die Perser wollen einen Umbruch. Ich hoffe, sie werden es schaffen!
      Der Iran erinnert mich ein bisschen an die DDR kurz vor dem Zusammenbruch. Nur dass es, leider, zuviele Regimetreue gibt, die den schiitischen Islamisten aufrecht erhalten wollen.
      Auf der anderen Seite: Es gibt Millionen von Satelitenschüsseln in Teheran, die eigentlich verboten sind. Sogar illegale Techniker, die diese Sat-Schüsseln einstellen oder reparieren. Alles ganz einfach über YouTube und Google zu finden.
      Ich wünsche den Persern eine Regierung, die sie verdienen, zum Glück hat der Salafismus im Iran keine Chance!!!!

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    14. LÖSCHEN SIE IHREN BEITRAG SIE KRANKE GESTALT!!! SOFORT!!!!!!!!!!!!!!

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    15. Micha, noch hat der Salafismus im Iran keine Chance, aber was nicht ist kann noch werden. Es gibt schon so einige Schiiten die die Salafisten befürworten.

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    16. "@Anonym3. Juni 2013 09:19

      LÖSCHEN SIE IHREN BEITRAG SIE KRANKE GESTALT!!! SOFORT!!!!!!!!!!!!!!"

      Das bestimme wohl hier nur ich und deshalb habe ich Deinen Beitrag auch nur zur Belustigung eingestellt. Kasperletheater gibts ja so selten, deshalb sollte man auch keine Aufführung versäumen.

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    17. Der "LÖSCHEN SIE IHREN BEITRAG..."- Typ hört sich schon so an wie mein Psychiater...

      Mr. Entschuldigung

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    18. @Martina

      Das mag sein, aber ideologisch passen Salafismus und schiitischer Islam nicht zusammen. Die Schiiten glauben an die Niederkunft eines letzten Imams, sie verehren Mohammed be weitem nicht so, wie die Sunnite und sie befolgen auch nicht die Sunnah. (Wenn irgendwas davon falsch ist, weise mich jemand draufhin, lerne gerne dazu ;-) ).
      Für die Salafis sind die Schiiten ABSOLUT kuffar, werden als spirituelle Sekte angesehen.

      Der Iran müsste schon einen extremen Wandel vom schiitischen zum sunnitischen Islam als Staatsreligion durchmachen, was genauso wahrscheinlich wäre, wie den Christlichen Glauben im Iran als Staatsreligion zu installieren.

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    19. @Mr. Entschuldigung

      Ich hoffe dein Psychiater ist kein Salafist ;-)

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    20. @ Martina Zuckermann

      Ist Shahed Farsi, der alte Zimmerkumpel von Pierre Vogel(schiss), nicht so ein "Überläufer"? Mir ist so, als hätte er das mal erwähnt, als er in einem Video seine "Bekehrungsgeschichte" digital verewigte.

      Ich bin Sleid

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    21. @ Sleid

      Ja, ist er. Und ein Shiit lacht sich über diesen Trottel schlapp:
      http://boxvogel.blogspot.de/2012/11/die-lugen-das-shahed-al-farsi.html

      Ist fast schon humoristisch: Der Shiit verhöhnt den Neu-Salafi! Der Satz über seinen Bart ist das Beste: Jetzt bist du Sunnit, da weichen die Haare oben und kommen unten wieder raus" LOL!!!

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    22. Micha, das mag sein. Aber im Kern sind alle Fundamentalisten gleich, egal welchem Glauben sie angehören ;-)

      Und zum lauten Anonymen: irgendwo haben sie Recht: einer der solch einen Thread eröffnet der sollte seine Ergüsse lieber in der Moschee oder sonstwo predigen. Es reicht, wenn man sich dort an Allah oder sonstwen hält...

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    23. Sleid, ja genau, danke. Wusste seinen Namen nicht mehr^^

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    24. @ Martina

      Wie wäre es, wenn Abu Nagie, Pierre Vogel & Co. Dawa in Teheran machen würden? Ich glaube, die würde man nie wiedersehen ;-)

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Dem schließe ich mich an. Wenn die Iraner es wirklich satt haben, nachdem sie mehrere Jahrzehnte unter einem islamischen Herrschaftssystem leben mussten, dann ist die Zeit vielleicht wirklich reif für einen Wandel.
    Insofern ist es vielleicht keine gute Idee, das Entstehen von Gottesstaaten zu verhindern, wie zum Beispiel in Mali zur Zeit. Die Menschen müssen selber auf die Idee kommen, dass sie das nicht wollen und irgendwann die Kraft und den Willen aufbringen, das selbst zu bekämpfen. (Wobei in Mali ja von Anfang an große Bevölkerungsteile dagegen waren)
    Alles andere macht es den Fanatikern dort nur leichter, einfach die Behauptung in den Raum zu stellen, der Westen wolle den Islam angreifen und wenn das nicht wäre würde alles wunderbar funktionieren.
    Wenn das aus dem Iran stimmt, dann setzen sich die religiösen Herrscher allmählich selbst schachmatt. So könnte es dann auch in anderen Teilen der Welt passieren.
    Ich möchte mir nicht ausmahlen, wie Europa heute wohl aussähe, wenn in der französischen Revolution die Araber gekommen wären, um irgendeine Seite zu unterstützen, selbst wenn sie nicht gekommen wären, um den Islam zu verbreiten. Kein Volk lässt sich gerne bevormunden, so etwas hätte auch bei uns Trotzreaktionen hervorgerufen, vielleicht wäre Europa bis heute in irgendeiner Art Bürgerkrieg gefangen.
    Aber spekulieren kann man natürlich viel...
    Hoffentlich ruiniert ein möglicher israelischer Angriff auf den Iran nicht alles, die Ayatollahs dürften aus so einem Angriff innenpolitisch ihren Nutzen ziehen und jeden, der sich mehr Demokratie wünscht, als Spion oder Kollaborateur der Israelis hinstellen, wer traut sich dann noch, zu widersprechen.
    Den Israelis dürfte das egal sein, nach all den Jahren der Feindschaft sind bestimmt auch die meisten gemäßigten Muslime im Iran dem Staat feindlich gesinnt, von daher schaut für die Israelis nix dabei raus.
    Wie gesagt, es bleibt spannend.

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    1. Das Regime in Teheran ist ein verbrecherisches, keine Frage. Die Selbstgeißelungen, die Religionspolizei etc., das alles gibt es im schiitischen Iran. Das ist auch nicht zu verharmlosen. Aber der stetige Protest der einfachen Bevölkerung (Musik, Parties, das zeigen der Haare etc...) wird immer mehr. Klar, wenn das Regime Angst bekommt, dann wird es, wie 2009, wieder hart durchgreifen. Aber gerade weil der Iran in vielerlei Richtung isoliert ist, kann sich hier vielleicht etwas positives ergeben.

      Ich finde es aber richtig, dass Frankreich in Mali eingegriffen hat, da die Islamisten keine/kaum Gegenwehr hatten.

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  4. Wenn ich den sabbelenden Salaf richtig verstanden habe gehört es zur Meinungsfreiheit sagen zu dürfen, dass man Schwule für pervers hält? Soso, aber wenn man etwas gegen Salafisten oder den Koran sagt dann ist das Hetze? Interessant, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

    gruß
    Gjallar

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    1. Mit zweierlei Maß zu messen ist eine Spezialität der Salafisten. Es würde mich nicht wundern, wenn es dafür sogar eine "starke" Hadith ihres Propheten gäbe und die armen Kerle gar nicht anders können als zu heucheln. ;D

      Ich bin Sleid

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  5. Apropos Demokratie. Unsere Parlamentaria werden vom deutschen Salafismus mal wieder völlig überrumpelt:

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/2129586/

    Titel: Salafisten auf dem Vormarsch - Umstrittener Prediger in Mainzer Moschee aufgetreten.

    Ich bin Sleid

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